Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3358-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19. Dieses geräumige Haus baute sich 1910 der Landwirt Heinrich Richter an der Hoisdorfer Landstraße. Wir sehen ihn 1911 im Garten mit seinen Söhnen Willi, Bruno und Ernst, welche stolz im 'Dogcart' sitzen und auf die anschließende Ausfahrt warten. Nach der Inflation erhielt das Haus eine große Veranda, welche mit den umgebauten unteren Räumen eine Gastwirtschaft wurde, die man nach der heute noch im Garten stehenden mächtigen Eiche 'Zur Deutschen Eiche' nannte. 1965 wurde das Gasthaus geschlossen; das Haus befindet sich im Familienbesitz.

20. Über zweihundert Jahre alt ist die sogenannte Räucherkate in der Hoisdorfer Landstraße. In dem Anbauerhaus der Erbbauern Steenbock wohnte um 1908 eine Schwester von August Wiese, dem letzten Besitzer des Wieseschen Hofes. Danach wurde die Kate von den Familien Hosien und Biehl bewohnt. Nach mehrmaligem Besitzerwechsel und verschiedenen Umbauten ist sie heute noch in der Hoisdorfer Landstraße zu sehen und eine der letzten Zeugen dörflicher Vergangenheit.

21. Unser Bliek geht in die Diele der alten Räucherkate. Auf der lehmgestampften Bodenfläche steht bäuerliches Arbeitsmaterial, Der Rauch, welcher von der offenen HerdsteIle nach oben zog, diente gleichzeitig zur Trockenhalten der auf dem Dachboden gelagerten Ernte und zum Räuchern der unter der Decke hängenden Schinken und Würste. Noch bis 1957 benutzte Bauer Steenbock den Boden zur Lagerung von Erntegut.

v I I)

22. Auf dem Bild vor 1900 sieht man noch die bescheidenen Anfänge des Paapeschen Dorfgasthofes, gegenüber dem Fuchsteich gelegen. Im linken Teil des Hauses ist eine Krämerei untergebracht. Neben dem Schankbetrieb wird auch eine kleine Poststelle von Ahrensburg geführt, 1895 baute Haus Paape unter Mithilfe der Bauern einen Saal und ein Klubzimmer an. Dieses wurde dann das Vereinslokal des Groß-Hansdorfer Männergesangvereins 'Hammonia' von 1868.

Ca- paare ,,·s

pq~'-~

23. Wegen der wachsenden Einwohnerzahl und des sich ausbreitenden Ausflugsverkehrs vergrößerte Carl Paape seine Gastwirtschaft. Das Haus wurde in den Jahren 1903-1905 autgestockt, bekam einen Salon und eine Kegelbahn. Die Kolonialwarenhandlung hatte jetzt auch mehr Raum und konnte mit zwei Schaufenstern ihr Angebot besser zeigen. Anschließend die Häuser des Schusters Paape und der Familie Kröger; im Hintergrund rechts, hinter Bäumen versteekt, sieht man die Scheune von Bankes.

24. Immer wieder mußte sich der Waldherr Klagen anhören, daß die Groß-Hansdorfer ihre Kinder nicht fleißig in die Schule schickten und das Schulhaus baufällig sei. So errichtete man nun 1845 am Dorfteich ein neues Schulhaus. Es war ein flacher Fachwerkbau. Aufgenagelte Bohlen schützten das Haus van der Wetterseite. Von 1852 bis 1892 nahm Johann Nicolaus Paulsen die Stelle des Schulmeisters ein, sein Nachfolger Bodendieck führte neun Jahre die Gemeindeschule. 1901 wählten die Gemeindevorsteher Ernst Köhler zum Schullehrer. Die alte Dorfschule wurde 1913 abgerissen.

25. Herausragendes Ereignis um 1905 war im Dorf das Vogelschießen. Vor dem alten Schulhaus formiert sich der Festzug, Im Vordergrund sehen wir drei Musiker mit Blasinstrumenten, rechts neben ihnen begleitet sie der Gemeindevorsitzende Bankes; ein älterer Schuljunge trägt die schwarz-weiß-rote Fahne. Blumengeschmückte Stöckchen werden von den Knaben, und ausladende Blumenbögen von den Mädchen mitgeführt. Alle Schuljungen haben eine Kopfbedeckung auf, fast ausnahrnslos Strohhüte. Lehrer Köhler und sein junger Hilfslehrer beaufsichtigen dem Umzug, der später in den Kaffeegärten von Paapes Gasthof einmündet. Die Kinder freuen sich auf die reichhaltige Kuchentafel; sind sie doch vor dem Fest von Haus zu Haus gezogen, um mit folgendem, lustigen Spruch Backzutaten zu sammeln: Ei ut Nest, Ei ut Nest, wer uns wat gift, is doch de Best. Abends trafen sich die Erwachsenen zum fröhlichen Tanz im Dorfgasthof.

26. Am 20. Januar 1884 kaufte der Schmied Friedrich Eckmann von der Wittfrau Witten eine alte Räucherkate von 1827, an welcher er seine Schmiede betreiben wollte. Da es eine Kate mit offenem Herd war, wurde Eekmann wegen Feuergefahr verpflichtet, einen neuen Schornstein zu setzen und das Strohdach durch ein Ziegeldach zu erneuern. Somit hatte Groß-Hansdorf endlich seine eigene Dorfschmiede. Nach dem Tode Friedrich Eckrnanns, auf dem Bild mit seiner Familie zu sehen, wollte keiner seiner acht Söhne den väterlichen Betrieb weiterführen. Von 1916 bis 1927 gab es wieder keinen Schmied im Dorf, bis endlich Hugo Behrmann die Nachfolge antrat. Die 1935 neuerbaute Schmiede leitete er bis zu seinem Tod 1963.

27. Bäcker Dich war Däne und eröffnete Anfang des 20. Jahrhunderts die erste Bäckerei in Groß-Hansdorf am Wöhrendamm. Bei ihm soll so manches Mal der Brotteig mit den Füßen geknetet worden sein. Zum Brotverkauf fuhr er mit einem kleinen, von einem Esel gezogenen Wagen durch das Dorf. 1918 übernahm Ferdinand Rücker den Betrieb und ließ ihn vollständig renovieren. Zu gern weilte der Enkel Ferdinand bei seinem Großvater. Wir sehen beide im Sommer 1929 vor der Bäckerei. Bis 1985 bestand die Bäckerei in GroßHansdorfunter wechselden Besitzern.

28. Nach zweijähriger Bauzeit wurde am Wöhrendamm am 18. März 1905 das 'Hotel Vierlinden' eingeweiht. Es mutet heute eigenartig an, wenn man hört, daß Friedrich Steenbock die Baugenehmigung verweigert werden sollte, da die Hamburger Versicherungsanstalt dagegen Einspruch erhob. Die Begründung: Man befürchtete Lärrnstörung für die Kranken. Es war ein Hotel für gehobene Ansprüche. Das Haus besaß Gästezimmer, Eßzimmer, eine Galerie und Vorsaal, der große Saal faßte vierhundert Personen. Außerdem waren eine Kegelbahn und ein Biergarten vorhanden. Auf der Schankgenehmigung vom Hamburger Staat steht als Straßenbezeichnung Doch 'Am Wege'. Nach dem Verkauf 1942 nutzte man die Räume für gewerbliche Zwecke und Wohnungen, später wurde das Dach abgetragen. Leider stehen die hohen Linden und das Spritzenhaus, rechts im Bild, auch nicht mehr.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek