Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3358-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1'

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39. Etwas abseits vom alten Dorf, am Eilbergweg, ließ sich die Familie Pierau um die Jahrhundertwende ihre schöne Villa bauen. 1918 kaufte der Maler und Kunsterzieher Wilhelm Buchholz das Haus mit dem großen Obst- und Gemüsegarten. Nach dem Tod der letzten Besitzerin wurde das Gebäude 1981 abgerissen; heute steht dort ein Wohn- und Geschäftshaus, in dessen Räumen eine Bank und die Apotheke untergebracht sind,

40. Der zweite Sohn des Dorfschmieds, der Maurer Hermann Eckmann, errichtete 1903 dieses Haus ohne Anbau am Eilbergweg. Später wurde es verkauft und durch An- und Umbauten zum Restaurant verändert. Der große Kaffeegarten loekte viele durstige und müde Wanderer zum Ausruhen an. Nach den Besitzern Schröp und Hamer übernahm Hubert Laumann, seit 1920 Polizist in Groß-Hansdorf, 1932 das 'Bahnhofs Restaurant'. Später wechselte es noch einmal den Besitzer und wurde dann bis 1983 die uns bekannte Bahnhofsapotheke.

41. Wer heute über die belebte Einkaufstraße, den Eilbergweg, geht, kann sich kaum vorstellen, daß es Ende der zwanziger Jahre dort so aussah. Gegenüber dem Bahnhof Groß-Hansdorf erkennen wir das Bahnhofs Restaurant mit dem schön angelegten Garten. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite ließ sich als erster Geschäftsmann Rudolf Obenhaupt sein Wohnhaus mit Kolonialwarengeschäft bauen. Das große, schlichte Gebäude in der Bildmitte ist die Schule am Wöhrendamm. Auf dem Schulhof steht noch der kleine Turnpavillon. Schräg hinter der Schule liegt die Lungenheilstätte .

42. Im Jahre 1911 unternimmt Major Zglinitzki mit seiner Familie eine Bootsfahrt auf dem Mühlenteich. Damals war der Teich noch nicht durch den Straßendamm getrennt und überschwemmte im Frühjahr die anliegenden Wiesen und sogar Teile des Gartens. Das große Grundstück des Majors mit der um 1900 erbauten Villa und dem Gärtnerhaus ging 1912 in die Hände der Familie Justus über, welche den Besitz in den ersten Jahren nur als Sommerwohnsitz nutzte. Später siedelte man ganz nach Groß-Hansdorf über. Die Familie Justus ist heute noch Eigentümerin.

43. Jasper Meyer, der Besitzer des Schmalenbecker Hofes, legte 1642 am Hansdorfer Dorfteich eine Lohmühle an, welche später zu einer Kornmühle umgewandelt wurde. Infolge zu geringen Niederschlages und dadurch bedingten Wassermangels ist die Mühle 1844 eingegangen. Die Mühlengebäude wurden abgebrochen, das Wohnhaus ließ man stehen.

44. Das 'Restaurant Mühlendamm' ist die älteste Gastwirtschaft in Groß-Hansdorf und Schmalenbeck. Ehemals Wohnhaus der alten Wassermühle aus dem Jahre 1642, entstand daraus 1845 ein Gasthaus. Carl-Friedrich Dunker kaufte es 1908 ohne Felder und ließ es renovieren und vergrößern, indern er eine Veranda, Tanzsaal und Kegelbahn anbaute. Der kleine Junge mit der Schubkarre wurde der zweite Gastwirt der Familie Dunker; heute wird das Restaurant in der dritten Generation von seinem Sohn geführt.

45. Die große Politik machte auch vor dem kleinen Groß-Hansdorf nicht halt. Das Gasthaus am Mühlendamm ist hier als Wahllokal zur Hindenburgwahl am 26. April 1925 zu sehen.

46. In unmittelbarer Nachbarschaft zum Restaurant Mühlendamm steht das Haus Rosenwinkel. Da früher die Grenze zwischen Schmalenbeck und Groß-Hansdorf durch den Graben des Mühlenteiches verlief, lagen beide Häuser auf Schmalenbecker Gebiet. Das weißgekalkte, behagliche kleine Haus gehörte mit zu den ältesten Häusern dieses Ortsteils und diente der dort ansässigen Familie Witten als Altenteil. Heute ist es zum Abbruch vorgesehen.

47. Nahe der Hoisdorfer Grenze, am Rande der Feldmark, lag der 'Bradenhoff'. Es war die Wohnung des Holzvogtes und Waldreiters. Das Haus besaß im oberen Geschoß Räume zur Bewirtung und Übernachtung der Waldherren und Hamburger Ratsherren, wenn sie der Dienstweg oder die Jagd nach GroßHansdorfführten. Da bei diesen Anlässen oft gut und reichlich getafelt wurde, erhielt das Haus den Namen Bratenhof, im Volksmund 'Bradenhoff'. Am 15. Juli 1867 wurde es durch Blitzschlag völlig zerstört. Heinrich Rodde war der letzte Förster auf dem alten 'Bradenhoff'. Im Gegensatz zu seinen Vorgängern, den Waldreitern, welche neben ihren Aufgaben als Holzvogt und Ordnungshüter einen Bauernhof bewirtschaften mußten, bekleidete Rodde die Stelle eines fachlich ausgebildeten Hamburger Forstbeamten.

48. Am Fahrweg von Ahrensburg nach Hansdorf, der heutigen Hansdorfer Landstraße, errichtete man zwischen mächtigen Buchen für den Forstbeamten ein neues Forsthaus. 1868 konnte es von Heinrich Rodde und den Seinen bezogen werden. Auf dem Bild von 1885 sehen wir die Familie des Försters, an der Buche gelehnt den jungen Forsteleven Werner Cäsar Rodde. Ein besonderes Ereignis war es, wenn im Sommer die Hamburger Bürgerschaft und Landherrenschaft mit ihren prächtigen, von vier Schimmeln oder vier Rappen gezogenen Kutschen die Försterei aufsuchten, um die Waldgebiete zu inspizieren. Eine sich anschließende Kaffeetafel im Garten rundete den Besuch ab. Die Amtszeit Heinrich Roddes währte bis zu seinem Tod im Jahre 1889. Bis 1965 war das Forsthaus Sitz des zuständigen Beamten.

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