Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3358-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1'

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49. Während des Ersten Weltkriegs war die Fleischverteilung für die Groß-Hansdorfer von Ahrensburg in die Försterei an der damaligen Hoisdorfer Landstraße verlegt worden. Vor der Waschküche neben dem Forsthaus sehen wir die Dorfbewohner beim Abholen ihrer Zuteilung. Für die Hausfrauen, Köchinnen und Mägde eine willkommene Gelegenheit zu einem kleinen Plausch.

50. Nach dem Brand von 1867 wurde neben den großen Eichen auf dem Platz des alten 'Bradenhoff' ein neues Bauernhaus errichtet und als Hamburger Staatsdomäne verpachtet. Ab 1909 war Ernst Eggers der Pächter. Auf dem Bild von 1914 sehen wir ihn, in der Mitte, seine Frau Auguste mit den beiden Kindern, dem Dienstmädchen und den Knechten vor dem Strohdachhaus. Die Familie Eggers war fast fünfzig Jahre auf dem Hof. 1963 wurde das Bauernhaus abgerissen.

51. Wenn es darum ging, auf dem Pferdefuhrwerk mitfahren zu dürfen, waren die Kinder immer dabei. Hier sehen wir, im Sommer 1916, Bauer Eggers vom 'Bradenhoff' mit seinen Kindern Willi und Elly bei der Holzabfuhr im Fuchsgrund in den Rauhen Bergen. Vorn auf dem Wagen sitzt 'Ratka', ein kriegsgefangener Russe. Frau Eggers war oft ungehalten, wenn sie auf ihre Fragen von der kleinen Elly die Antwort bekam: 'Nix ponemaju!'

52. An dem Kirchweg nach Siek, dem heutigen Wöhrendamm, lag ein altes Bauernhaus mit Schuppen. Die ärmliche Kate gehörte der Familie Witten. Da die kleine Anbauerstelle am Rande der Himmelshorst knapp zum Leben reichte, betrieben die Wittens in ihrem Haus einen bescheidenen Ausschank, einen 'Buddelkraug', so genannt, weil man hier das Bier nur in Flaschen bekam. Man erzählt sich, daß für den Korn nur ein einziges Glas vorhanden gewesen sein soll. Sehr rege war der Gastverkehr wohl nicht, damm sah man des öfteren den Wirt oder seine Frau nach Gästen Ausschau halten. Schnell hatte der Volksmund für den Kmg den Namen 'Kiekutkat' erfunden. Die nähere Umgebung erhielt den Namen 'Kiekut' , wie auch später eine Station der Walddörferbahn 'Kiekut' benannt wurde.

53. Liese Witten guckt aus dem Fenster der alten Kiekut-Kate und hofft, ein paar Dorfbewohner zu erspähen, welche zwischen Groß-Hansdorf und Schmalenbeck hin und her wechseln, oder mit ihnen ein bischen zu schnacken, um ein paar dörfliche Neuigkeiten zu erfahren. In den zwanziger Jahren wurde die Kiekut-Kate mit dem zugehörigen Land von der Familie Witten verkauft und später abgerissen. Heute steht dort eine moderne Villensiedlung.

54. Für das kleine Häuschen aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, welches sich schräg gegenüber der KiekutKate am Waldrand hinduckt, hatte der plattdeutsche Volkshumor schnell eine Bezeichnung gefunden: 'De Hütt.' Dort lebte der Forstarbeiter Siemers. Als sich die Familie vergrößerte, veränderte er das Haus durch Urn- und Anbauten. Nach dern Abbruch 1972 zeigen uns heute noch die beiden alten Linden am Wöhrendamm, wo sich früher der Eingang befand.

55. Im Auftrag der Hamburger Kämmerei baute der Zimmermeister I1se aus Siek in den Jahren 1906/07 für 2 600 Mark einen hölzernen Aussichtsturm. Der dreistöckige Turm stand auf dem höchsten Punkt der Rauhen Berge. Nach dem Besteigen bot sich dem Betrachter ein überwältigendes Bild holsteinischer Landschaftsschönbeit. Bei klarer Sicht konnte man die Hamburger Türme, den Segeberger Kalkberg und die Segeberger Kirche erkennen. Im Sommer hatte Heinrich Jansen zu Füßen des Aussichtsturms eine kleine Verkaufsbude für Getränke aufgestellt. Der Turm wurde 1932 abgerissen.

SCHMRLENBECK b, Rhrensburg

Weg zur Majestätischen Russicht

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56. Bei bester Fernsicht machte ein junger Sehmalenbecker Mitte der zwanziger Jahre dieses Bild vom KiekutAussichtsturm. Im Vordergrund erblicken wir die Straße Rauhe Berge und den Kiekut-Bahnhof. Weit geht der Bliek über die Wiesen und Felder mit den gebundenen Garben bis hin zum Sieker Kirchturm. Wer hätte sieh damals wohl vorstellen können, daß dort fünfzig Jahre später Haus bei Haus steht und sich heute in der rechten Hälfte des Bildes das große Großhansdorfer Schulzentrum befindet.

57. So sah die Gegend 1925 um den Bahnhof 'Kiekut' aus. Rechts am Waldessaum liegt das Haus von KüchenSchüler. Mancher aus Hamburg gekommene Ausflügler wird froh gewesen sein, wenn er nach einer ausgedehnten Wanderung und Turmbesteigung in den Rauhen Bergen sich bei Zernikow im 'Café Kiekut' , erfrischen konnte. Wir sehen das Haus im Vordergrund. Auf der Wiese rechts neben dem Café befinden sich heute das Rathaus und der Waldreitersaal.

.Bliek auf xteyers Hof

Herrenhans

58. Im Jahre 1849 baute sich der Besitzer des 'Schmalenbecker Hofes', Martin Meyer, ein neues, stattliches Herrenhaus. Es wurde vom Papendorfer Zimmermann Reimers, der damaligen Zeit entsprechend, noch weichbedacht errichtet. Das Gesinde war im rückwärtigen Teil des Gebäudes untergebracht. In der Hochblüte des Schmalenbecker Hofes, etwa um 1880, hatte der Besitz mit 203 Hektar die Größe eines mittleren Landgutes.

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