Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3358-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1'

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Gruss aus Schmalc!nb~~

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59. Seit 1807 gehörte der große Schmalenbecker Teich zum Besitz der Familie Meyer, welche dort eine urntangreiche Fischzucht betrieb. An einem warmen Sommertag, um die Jahrhundertwende, unternimmt der vorletzte Besitzer des Schmalenbecker Hofes, Martin Meyer, mit seiner Familie eine Kahnfahrt und beobachtet seine Hilfskräfte beim Abschwemmen der Pferde und Tränken der Kühe.

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60. Am Vormittag des 6. Oktober 1901 brach in einem Holzstall des Schmalenbecker Hofes ein Brand aus; beim Puten absengen hatte sich Stroh entzündet. Ein heftiger Sturm entfachte das Feuer. Schnell sprang es auf eine Scheune und das Wohnhaus über und erfaßte auch noch zwei am Groten Diek stehende Kornscheunen. Alle Gebäude versanken in Schutt und Asche. Die Wehrleute konnten nur das Altenteilerhaus und die große Scheune schützen. Zum Glück konnte sämtliches Vieh sowie das Mobiliar aus den Flammen gerettet werden. Die großen Erntevorräte wurden vollständig vernichtet. Vor der leeren Fassade seines abgebrannten Herrenhauses sehen wir in der Mitte Martin Meyer, links seine beiden Söhne Martin und Maximilian.

61. In einer alten Verordnung von 1874 heißt es: Sämtliche Vol!- und Halbhufner des Dorfes sind bei einem Feuer verpflichtet, mit einem zweispännigen Wagen, auf welchen mit Wasser gefüllte Tonnen und Kübel zu setzen sind, sofort zur Brandstel!e zu eilen. Im Ernstfall zeigten sich große Schwächen bei der Bekämpfung des Feuers und so gründete man am 28. Oktober 1896 die 'Groß-Hansdorf-Schmalenbecker' Feuerwehr. Ihre Feuerprobe hat sie wahrscheinlich beim großen Brand des Schmalenbecker Hofes 1901 gehabt. Wegen besonderer Verdienste wurden der Spritzenmeister.Heinrich Steenbock und ein weiterer Kamerad der Wehr, der damals 25jährige Friedrich Steenbock, von der Hamburger Feuerkasse mit der höchsten Auszeichnung, einer goldenen Medaille, geehrt.

62. Nachdem der verheerende Brand von 1901 die große Scheune des Schmalenbecker Hofes verschont hatte, schlug sieben Jahre später am 4. Juni 1908 auch in dieses Gebäude der Blitz ein, und sie ging in Flammen auf. Wie Augenzeugen berichteten, wehte das brennende Storehennest wie ein großer Feuerball auf die Erde.

63. Der letzte Besitzer des Schmalenbecker Hofes war allem Neuen aufgeschlossen. So kaufte er das erste Automobil in dieser Gegend, und im Mai 1911 mußte sich sein Kutscher Claus in der Behandlung und Führung eines Kraftwagens ausbilden lassen. Auf dem Bild sehen wir Maximilian Meyer mit seiner Tochter Margarethe, den Söhnen Max-Ludwig, Ernst-Martin und seiner Frau Erna geborene Helmers.

64. Das neue Gutshaus der Familie Meyer entstand 1902 an der Sieker Landstraße. Von dort aus ging der Bliek weit über Wiesen und Rübenfelder bis hin nach Siek. Hinter dem Wohnhaus lagen das Backhaus, der Pferde-, und der später durch Blitzschlag zerstörte Kuhstall. Um 1910 wurde ein Großteil des Landbesitzes verkauft, im Juni 1911 ging auch das Wohnhaus, der Schmalenbecker Hof, in fremde Hände über. Später baute man es zu einem Mehrfamilienhaus mit Ladengeschäft um.

65. Nachdem er sein Gutshaus veräußert hatte, ließ sich Maximilian Meyer an der Dörpstede Nr. 1, dem Gebiet, wo einst das mittelalterliche, erste Schmalenbeck stand, ein großes, eindruckvolles Landhaus errichten, 1923 wurde der Besitz an Jarke verkauft. Dieser beauftragte den Groß-Hansdorfer Gartenarchitekten Alfred Reimann, das Gelände neu zu gestalten, so wie wir es auf dem Luftbild erkennen. Heute gibt es den großen Teich nicht mehr. Nach dem Austrocknen wurde das Gelände aufgefüllt und zu einem Villengebiet neu gestaltet.

66. Die kleine Kate der Familie Dabeistein von 1864 hieß in der Umgegend das 'Rote Haus', da sein Dach als erstes in Schmalenbeck nicht mit Reet, sondern mit roten Ziegeln gedeckt war. Heinrich Dabeistein, rechts, und seine Frau Dora, mit weißer Schürze, betrieben ab 1901 an der Sieker Landstraße eine kleine Kolonialwarenhandlung. Man nannte Dabelstein den 'Zigarrenmoker'. Er verstand die Kunst des Zigarrenfertigens. Seine handgedrehten Erzeugnisse waren bei der männlichen Kundschaft sehr beliebt. An der Hauswand lehnen die dieken Säcke mit Futtermitteln. Der Holzvorrat für den Winter liegt schon geschlagen und aufgestapelt am Zaun. Das Haus befindet sich heute noch in Familienbesitz.

67. Am 15. April 1902 kaufte sich der ehemalige Blankeneser Schiffskoch Hans Heinrich lansen das an der Sieker Landstraße gelegene Gewese 'Hamburger Wald'. Unter der Leitung von Jansen und seiner Frau Martha erlangte das Hotel bald große Beliebtheit als Ausflugsziel für Familien, Gesellschaften und Vereine. 1910 spielen die Töchter des Besitzers Lisa und Lotte auf der Wiese vor dem Hotel.

68. Im Hotel 'Hamburger Wald' feierten Hamburger Vereine mit bis zu fünfhundert Personen ihre Feste. Da es damals noch keine Bahnverbindung nach Groß-Hansdorf gab, kamen die Besucher aus der Stadt mit vierspännigen Breaks. Seine mit der Bahn anreisenden Gäste holte Jansen mit eigenen Pferdekutschen vom Bahnhof in Ahrensburg ab. Das Hotel hatte damals schon einen Ausspann für 32 Pferde. Bis 1943 blieb es in Familienbesitz. Heute steht auf dem Gelände die evangelische Auferstehungskirche.

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