Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3358-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 1'

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Schrnalenbe cker See

69. Der große parkartige Garten des Hotels 'Hamburger Wald' mit seinen Schieß- und Spielplätzen reichte bis an den Schmalenbecker See. Für die Gäste hatte man am Ufer eine Anlegestelle für Ruderboote gebaut. Sogar ein kleines Segelschiff aus Eichenholz lag am Steg. Der See hatte damals ein bedeutend größeres Ausmaß. Durch den Hochbahnbau wurden die natürlichen Wasserläufe durchschnitten, und er hat keinen Zulauf mehr.

70. Um ihren Kindern eine höhere Schulbildung zu ermöglichen, schickten einige Hansdorfer und Schmalenbecker ihre Söhne und Töchter auf die Privatschule zu Fräulein Mehlis nach Ahrensburg. Anläßlich der Eröffnungsfeier dieser Schule im Jahre 1911 spielen die festlich gekleideten Kinder im Schulgarten. Fröhlich mit dabei Werner Rodde, der Sohn des Försters, und Hans Jansen, Sohn des Hotelbesitzers vorn 'Hamburger Wald'. Die Knaben konnten bis zur Reife für die Untertertia auf der höheren Mädchenschule verbleiben. danach mußten sie nach Hamburg aufs Gymnasium überwechseln.

71. 'Jäckbomshorst' heißt das etwa zehn Hektar große Areal zwischen den Waldgebieten Eilshorst und Mühlendarnmskamp, welches der Hamburger Exportkaufmann AdolfWentzler 1908 für 56 000 Goldmark von Max Meyer erwarb, um dort ein Herrschaftshaus zu errichten, das 1909 bezogen wurde. Die umfangreichen Erdarbeiten und Anpflanzungen erstreekten sich über fast zehn Jahre, in welcher Zeit aus dem ursprünglich sumpfigen Gelände ein schöner Naturpark mit zwei großen Teichen geworden ist. Nach dem Tode Adolf Wetzlers wurde der Besitz nach und nach verkauft. Die auf einem Teil des Geländes am Pinnberg stehenden Reihenhäuser entstanden 1960. Die Teiche sind infolge Wasserrnangels ausgetrocknet.

72. Im Jahre 1883 kaufte der Hamburger Kaufmann Joharm Dietrich Theodor Tietz den Manhagenwald. Durch Erwerb angrenzender Landstücke vergrößerte er seinen Besitz auf etwa sechzig Hektar und begarm mit großem Eifer einen Landschaftspark anzulegen. Der Waldsee mit 34 000 Quadratmetern war einst eine einfache Waldwiese. Am Rande des Sees baute Tietz seinen Landsitz. Tietz galt als sehr großzügig. Viele Tagelöhner arbeiteten gern bei ihm, da er einen halben Groschen mehr zahlte als üblich. Zum traditionellen Vogelschießen brachten ihm ältere Schüler ein Ständchen; danach ging ein Diener mit einem Tablett herum und bot Wein an. Ganz Mutige durften ihre erste Zigarre rauchen. Nur kurze Zeit konnte Tietz sich an seinem Besitz erfreuen. Er starb 1898, seine Erben verkauften den großen Grundbesitz.

73. Nachdem der Park mit dem Herrenhaus von der Familie Tietz veräußert war, wechselte er mehrfach den Besitzer. 1929 kaufte die Stadt Hamburg das jetzt nur noch dreißig Hektar große Gelände zurück und verpachtete es an den früheren Besitzer des 'Parkhotels an der Elbchaussee", A.J.A. Möller, der in der Villa das weitbekannte 'Hotel Manhagen' einrichtete. 1978 wurde das Hotel abgerissen. Der Park ist heute Landschaftsschutzgebiet.

74. Dr. Max Albrecht erstand im September 1900 von den Tietz-Erben das etwa zwölf Hektar große Gelände zwischen der Eilshorst und Sieker Landstraße. Unter der Leitung des Gartenarchitekten Reimann wandelte sich das unebene, mit Sumpflöchern und bewaldeten Hügeln durchzogene Gebiet in einen schönen Park mit einem ungefähr einen Hektar großen Teich. Das prächtige Landhaus im neuromantischen Stil der Jahrhundertwende errichtete Albrecht 1902. Nach der alten Flurbezeichnung 'Wulfrie' für sumpfiges Gelände, nannte er seinen Besitz 'Wulfriede' .

W u I tr ie d e bei fhrensburg,

75. Nach dem Tode seines Vaters übernahm Dr. Ernst Albrecht 'Wulfriede'. 1927ließ er das Landhaus umbauen und vereinfachen. Auf dem Bild sehen wir es unverändert. Das kleine Gartenhäuschen steht heute noch am Parkeingang; der hohe, wuchtige Wasser- und Elektrizitätsturm wurde nach der Stillegung abgerissen. Der im Vordergrund sichtbare Teich ist durch das Absinken des Grundwasserspiegels um ein Drittel kleiner geworden. 'Wulfriede' ist der einzige Park in Großhansdorf, der von seiner Gründung bis heute in Familienbesitz geblieben ist.

76. Viele naturliebende Hamburger ließen sich nach dem Ersten Weltkrieg in Groß- Hansdorf nieder. Auf den Feldern des sich auflösenden Schmalenbecker Hofes wuchs in Richtung Siek die Siedlung 'Babenkoppel' mit der gleichnamigen Straße. Fast alle Häuser entstanden Ende der zwanziger Jahre und sind durchweg in Klinkerbauweise errichtet. Auf dem Bild sehen wir eines der ersten Häuser an der Babenkoppel.

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