Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4602-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2'

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9. Vor ihrem Häuschen an der Hoisdorfer Landstraße sehen wir das Ehepaar Martin und Maria Steffen mit einer Hausbewohnerin. Bei den Großeltern zu Besuch sind die vier Enkelsöhne Alfred, Walter , Erwin und Arnold. Alle vier erlernten später ein Handwerk.

10. Von Paape's Gasthof schweift unser Bliek zu den alten Höfen an der Hoisdorfer Landstraße. Links die Fuchskate, zu Richter gehörend, im Mittelfeld, etwas zurückliegend, das Bauernhaus von Griem, vormals Cropp, mit dem vorgelagerten Stall, rechts die 1925 von Carl Hosien erworbene Scheune, 1947 umgebaut, und seither von der Familie Reusch als Werkhalle zur Reparatur landwirtschaftlicher Maschinen genutzt. Der schmale Sandweg, zu Richters Hof führend, heißt heute Rümeland. Wie ich erfuhr, war die Sommerzeit nie ohne Wiederkehr der Störche, welche ihr Nest auf der Hosien-Scheune, hoch über dem Fuchsteich, vorfanden.

11. Zu damaliger Zeit trieben Kuhhirten die Kühe auf die Weiden. Das waren ältere Schuljungs; sie blieben auch tagsüber bei den Tieren, da die Weiden noch nicht eingezäunt waren. Ihr Lohn war Essen und Trinken und zu Weihnachten ein Paar neue Stiefel vom Sieker Markt. Eltern mit vielen Kindern freuten sich, wenn ein Esser weniger am Tisch war. Als es aber immer schwieriger wurde, die Jungens für das Kühehüten vom Schulunterricht zu befreien, umzäunte man die Weiden, und die Tiere blieben auch nachts draußen. Die alte Aufnahme vom Bauern Heinrich Steenbock bei seinen schwarzbunten Kühen entstand am Deefkamp, wo heute moderne Bungalows stehen.

12. Um die Jahrhundertwende bestand die Hauptarbeit der Hofbesitzer in Hansdorf in der Aufzucht und Haltung von Rindern und Milchkühen. Die täglich gemolkene Milch, so um 2 000 Liter, wurde mit der Lübeck-Büchener Bahn ab Ahrensburg nach Hamburg geliefert. 1924 begann Arthur, einer der fünf Söhne von Friedricb Möller, einen kleinen Milcbbandel in Groß-Hansdorf. Am Anfang fuhr man mit dem Milchkarren durch das Dorf. Wir sehen zwei Brüder Möller, links, mit dem Gehilfen Pahl und ihrem Ziehhund 'Tetje'. Etwas später kam ein fester Verkauf im Hause Hoisdorfer Landstraße Nr. 49 hinzu. Das Geschäft bestand bis 1965.

13. Nach dem Tod seines Sohnes Arthur übernahm Friedrich Möller sen. den Milchhandel. Inzwischen war ein Pferdewagen angeschafft, der täglich durch Hansdorf rumpelte. Auf dem Kutschbock sitzen rechts 'Buer' Herhert Gerken, links Hans Möller, auf dem Weg zu ihren Kunden. Große Abnehmer waren die Heime der Landesversicherungsanstalt.

14. Im Jahre 1927 machte sich Friedrich Möller jr. mit einem Kfz-Betrieb in Groß-Hansdorf selbständig. Ein großer Werkschuppen an der Hoisdorfer Landstraße Nr. 49 war für die Reparatur von Kraftfahrzeugen und Landmaschinen gebaut worden. Zudem fuhr Friedrich Möller das erste Taxi des Dorfes. Auf diesem alten Bild von 1928 sehen wir ihn mit seinem Wagen Marke 'Brennabor', der damals 8,250 Mark kostere. Über fünfzig Jahre stand Friedrich Möller seinem Betrieb vor, welcher 1958 nach Ahrensburg verlegt wurde.

15. 1818 erwarb der Schuster Hans Eggert Stahl im hamburgisohen Beimoor hinter der Aubrücke eine Instenkate, im Dorf später mit 'GeeIe Heen' (gelbe Henne) bezeichnet. Die letzten in der alten Beimoorkate, Kar! Stahl und seine Frau Linda, betrieben neben der Landwirtschaft eine kleine Gaststätte in einem Anbau des Fachwerkhauses, welche den Namen Gasthaus 'Am Waldesrand' trug. Der einladende Kaffeegarten am Rand des Beimoorwaldes erfreute sich bei den Ausflüglern großer Beliebtheit. Das alte Niedersachsenhaus ging 1964 an die Hamburger Wasserwerke; nach zweimaligem Brand war 1969 nur noch der Abbruch möglich.

16. Die Dorfmitte von Groß-Hansdorf bildeten die sieben Vollhufen, der Dorfgasthof und die alte Schule. Vier dieser bäuerlichen Besitzungen lagen wie ein Ring um den Dorfteich. Auf dem Bild von 1910 sehen wir von rechts nach links die Höfe von Paape, Wiese (später Eckmann) und das Altenteilerhaus von Wiese. Die Schule und das Gewese von Bankes lagen auf der gegenüberliegenden Seite des Teiches. Durch die Freiräume des Zaunes am Teichrand fuhren die Bauern ihre Leiterwagen in das Wasser, wenn das Holz der Räder ausgetrocknet war und der Radreifen zu locker saß, Das Wasser war so klar, daß sich an heißen Tagen die jungen Landgehilfen darin abkühlten.

17. Achtundsechzig Jahre, von 1845 bis 1913, lag das Schulhaus am alten Dorfplatz, dem Brink, unmittelbar am Teich. Die Schulordnung von 1838 verpflichtete alle Hansdorfer Kinder vom sechsten Lebensjahr, die Schmalenbecker vom siebenten Lebensjahr an zum Schulbesuch bis zur Konfirmation. Mit dieser Verordnung wollte man das häufige Zurückhalten der Kinder wegen der Sommerarbeiten unterbinden. In den Wintermonaten wurde auch nachmittags unterrichtet. Die beiden Gebäude rechts neben der Schule gehörten zur Hofstelle von Bankes.

Lanahaus .Benkes"

18. Die anfängliche Kätnerstelle, spätere Halbhufe und seit 1806 Vollhufe VII an der Hoisdorfer Landstraße Nr. 28 wechselte zwischen 1867 und 1893 zehnmal den Besitzer, bis sie 1893 Heinrich Theodor Bankes erwarb. Auf dem Bild sehen wir das Landhaus und den PferdestalI. Bankes war der 1. Commandeur der Freiwilligen Feuerwehr von Groß- Hansdorf - Schmalenbeck, außerdem ab 1897 Gemeindevorsitzender . Er setzte sich sehr für die Entstehung des Schmalenbecker Friedhofs ein. Nach langen Verhandlungen bewilligte ihm die Landesversicherung 10 000 Mark Darlehen zum Ankauf der Felder bei den Rauhen Bergen für einen Friedhof. Bankes wurde als erster 1928 auf dem neuerrichteten Friedhof beigesetzt. In dem Haus an der Hoisdorfer Landstraße befindet sich seit 1967 ein Alten- und Pflegeheim.

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