Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4602-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

49. In einem vom 10. Mai 1905 geschlossenen Vertrag erhielt GroB-Hansdorf vom Hamburger Staat das Recht zur Nutzung einer Kiesgrube an der Himmelshorst. Diesen Kiesabbau beaufsichtigte Carl Baréz d.Ä. Eine kleine Arbeitsbude schützte ihn vor Wind und Wetter. Den gröBten Teil des abgebauten Kieses benötigte Groß-Hansdorf zum Anlegen und Ausbessern der Wege und Straßen, der Rest ging an private Käufer. Im Geröll der Kiesgrube fanden sich sehr schöne, seltene Versteinerungen: Ammoniten, Graptolithen, auch einmal Brust- und Rippenteile eines Plesio-Saurus. Lange Zeit lag die ausgeschöpfte Kiesgrube brach, bis sie 1985 der Realschule zur An1age eines Biotop zur Verfügung gestellt wurde.

50. Frachtensegler brachten um die Jahrhundertwende den Chilesalpeter nach Hamburg, das Europas größter Umschlagplatz für diesen begehrten Dünger war. Auch der Hamburger Kaufmann Otto Siebert beteiligte sich an diesem sehr einträglichen Handel. Im Garten seines Sommerwohnsitzes am Wöhrendamm Nr. 93, 1910 entstanden, wurde diese Aufnahme von ihm, zusammen mit seinem Pferd 'Fanny' , gemacht.

51. Im Jahre 1913 erwarb Otto Siebert die 7 ha große Brinksitzerstelle am Birkenbusch, welche direkt an der Sieker Grenze lag, vor 1937 auch die Hamburg-Preußische Grenze. Siebert verstarb 1919; noch im gleichen Jahr verkaufte seine Witwe den Besitz. Ende der zwanziger Jahre erwarb die Landesversicherungsanstalt das Gelände 'Birkenbusch' , um dort ein Tageserholungsheim für weibliche Rekonvaleszenten einzurichten. In den dreißiger Jahren wurde es als Heilstätte III ganz in den Betrieb der LV A eingegliedert. Liegehallen und ein modernes Klinkerhaus standen jetzt auf dem Gelände. 1969 pachtete das Berufsförderungswerk Hamburg den Komplex für internatseigene Umschulungen. Das oben gezeigte alte Bauernhaus brannte 1945 nieder, als das Reetdach von Leuchtmunition einrückender Engländer getroffen wurde.

52. Bäuerliche Idylle am Rande des Dorfes. Auf der Hofstelle von Siebert am Birkenbusch füttert die Frau des Verwalters. im mit Obstbäumen bestandenen Garten, ihre Hühnerschar. Ein sornmerliches Bild voller Ruhe und Beschaulichkeit.

53. Auf dem Gelände von Jansen's Hotel und Pension 'Hamburger Wald' lag dieses kleine Stallgebäude, das Jansen schon vor 1914 nach Abbruch der zwei großen Pferdeställe bauen ließ, da er bei vorhersehbarer Inbetriebnahme der bis Groß-Hansdorf geplanten Bahn für die großen Ställe keine Nutzung mehr erkannte. Im Zweiten Weltkrieg kaufte Mehrer das Anwesen und baute den kleinen Stall zu seinem Wohnhaus um. Von 1951 bis zur Fertigstellung unseres Rathauses, 1961, war das Häuschen Amt der Gemeindeverwaltung.

54. Für diezahlreichen Sommergäste, welche in seinem Hotel und Pensionat 'Hamburger Wald' Urlaub machten, ließ Jansen am Schmalenbecker See eine Badekabine errichten, um den Besuchern ein erfrischendes Bad zu ermöglichen. Außerdem lagen einige Boote am Steg und luden zu einer Ruder- oder Segelpartie ein. Das hinter der Kabine sichtbare Haus, erbaut 1899, bewohnte Familie von Prehu-Dewitz bis 1927, anschließend der spätere Landrat Siegel mit Familie. Leider nahm die Verschmutzung des Sees durch Abwässer zu und im Sommer 1935 wurde von der Gesundheitsbehörde das Baden im Schmalenbecker Teich verboten. Dieses hielt die Jugend des Ortes aber nicht davon ab, bis in den Zweiten Weltkrieg hinein den See für ihren Badespaß zu benutzen.

55. Gräfin Eva von Tiele-Winckler empfing 1921 das ehemalige Meyersche Gutshaus an der Sieker Landstraße NI. 160 als Schenkung, für ein Waisenhaus. Ungefähr vierzig Häuser dieser Art leitete 'Mutter Eva', wie die Gräfin genannt wurde. Das Heim in Schmalenbeck hieß 'Kinder Heimat Sonnenschein'. Es bot etwa sechzig Kindern Platz, von mehreren Schwestern in zwei Gruppen, den 'Schneeglöckchen' und den 'Sternblumen', betreut. Die gestiekten Blumen trugen die Jungen auf ihren Hosenträgern, wie auch auf dem Bild erkennbar, bei den Mädchen befanden sich diese auf den Haarbändern. Als die Kinderheimat 'Sonnenschein' 1929 nach Mecklenburg verlegt wurde, wechselten einige Schwestern zur 'Gottesgabe' nach Hoisdorf.

56. Nach einer 'Corpsversammlung' am 1. März 1910 lösten sich die Schmalenbecker Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr Groß-Hansdorf - Schmalenbeck aus dem gemeinsamen Verbund und bildeten eine eigene Wehr, welche bis zum erneuten Zusammenschluß mit der Hansdorfer Wehr am 7. Februar 1957 bestand. Musikliebende Schmalenbecker Feuerwehrmänner gründeten am 1. September 1926 den Musikzug der Schmalenbecker Wehr. Vor dem an der Sieker Landstraße (heute Alte Landstraße) gelegenen Spritzenhaus von 1896 haben sich die Männer im Juni 1931 versammelt. Das Gerätehaus lag schräg gegenüber dem heutigen Kirchengrundstück. Nach 1945 schenkte Mehrer, der Besitzer des Hotels 'Hamburger Wald', im hinteren Raum Heißgetränke und Molkebier aus. 1957 baute die Gemeinde das Spritzenhaus zur Wohnung um, im Frühjahr 1980 wurde es abgerissen.

57. Das stimmungsvolle Bild zeigt uns den alten Westphal, lange Zeit auf dem Gut von Meyer beschäftigt, mit seinen Schafen am Rande des Schmalenbecker Sees. Der Fotograf stand ungefähr dort, wo sich heute das Grundstück der evangelischen Kirchengemeinde befindet. Längst ist das kleine Tannenwäldchen verschwunden; schmucke Einfamilienhäuser umrunden heute in lockerer Folge den Teich.

58. Bei den rauhen Bergen 16, nahe des Schmalenbecker Teiches, stand dieses Fachwerkhaus aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, um 1900 von der Familie des Straßenbauers Carl Dabeistein und der Mutter des Zimmermanns Adolph Dabelsrein bewohnt. 1918 kaufte der Lehrer Friedrich Gosau diese kleine Kate. Nach dem Einzug in sein neues, größeres Haus mietete die Familie Wiese die Kate und kaufte sie später. Zu der Zeit war das Fachwerk schon verputzt. Abriß im Jahre 1964.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek