Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2

Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ingrid Espert
Gemeente
:   Groß-Hansdorf
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4602-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß-Hansdorf in alten Ansichten Band 2'

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59. Im Jahre 1911 pachtete Friedrich Wischnewski von Wilhelm Senger diese reetgedeckte Kate aus dem Jahre 1854. Sie lag in Schrnalenbeck an der Sieker Landstraße 129, heute Alte Landstraße Nr. 28. Es war die einzige Räucherkate auf Schmalenbecker Grund. Nach der Schlachtenszeit hing sie voller Schinken, Würste und Speckseiten. Auf dem zugehörigen, bis zum heutigen Friedhofsgelände reichenden Land baute die Familie Gemüse an. Jeden Sonntagmorgen, oft schon um 3 Uhr, fuhr Wischnewski mit einem kleinen Pferdewagen mit Gemüse und Geflügel zum Hamburger Fischrnarkt, um dort seine Waren zu verkaufen. Anfang der zwanziger Jahre erwarben Wischnewski's die alte Kate von Senger; 1961 folgte der Abriß.

60. Außer dem Gutshof von Meyer befanden sich in Schmalenbeck zwei Halbhufeu, die von Singelmann und Dabelsrein. 1870 kaufte der Besitzer des Schmalenbecker Hofes, Martin Meyer, die Singelmannschen Ländereien auf. Die Halbhufe von Dabelstein bestand bis 1885, als sie dann nach und nach verkauft wurde. Adolph Dabeistein bewohnte schon um die Jahrhundertwende an der Sieker Landstraße Nr. 128, heute Alte Landstraße Nr. 29, dieses reich mit Fachwerk versehene Haus. Hier läßt er sich mit seiner Frau Johanna um 1910 an der Gartenpforte ablichten.

61. Schäfermeister Bernhard Stoltze war der letzte Berufsschäfer in Groß-Hansdorf - Schmalenbeck und lebt seit fünfzig Jahren im Obergeschoß des Fachwerkhauses an der heutigen Alten Landstraße Nr. 29. Anfangs eingestellt beim Schmalenbecker Schäfer Seehase, hatte er seit 1932 eine eigene Herde mit bis zu 380 Tieren. Manch altem Eingesessenen steht bestimmt noch das vertraute Bild vor Augen, wenn er seine blökenden Schafe mit dem Hütehund 'Greif' über die Dorfstraße trieb. Aus Altersgründen gab der letzte Hansdorfer Hirte um 1975 seine Schäferei auf; die verbliebenen 150 Schafe wurden zum Schlachthof geführt.

62. Anstrengende Tage sind die jährliche Schur. Dritter von links der junge Stoltze im Jahre 1910. Seine Ausbildung zum Hirten endet mit der Meisterprüfung, die das Wissen über Geburtshilfe, Aufzucht, Krankheit und Seuchen einschließt. Geschoren wird bei beständig warmer Witterung, da eine Abkühlung den wollkleidlosen Tieren erheblich schaden kann.

63. Beschattet von großen Bäumen stand dieses kleine Häuschen in Schmalenbeck am Ihlendieksweg Nr. 2. Sein Gartengelände erstreckte sich bis an das Gewässer des Ihlendiek; die heutige Asphaltstraße war damals noch ein schmaler Sandweg. Von den Bäumen steht nur noch die große Eiche, rechts, an der Ecke zu den 'Rauhen Bergen'; das verbliebene Häuschen erhielt inzwischen ein neues Gesicht.

64. Am früheren Dorfplatz von Schmalenbeck, gegenüber der Kirche, steht das älteste Schmalenbecker Haus. Im Jahre 1845 wurden für eine Anbauerstelle von der Dabelsteinschen Halbhufe ungefähr 2 Hektar Land abgetrennt, auf welchem bald diese Strohdachkate errichtet wurde. Am Balken über der Grotdör ist die Jahreszahl1852 angegeben. Das Haus Sieker Landstraße, heute Alte Landstraße Nr. 22, wechselte seit 1900 oft den Besitzer; der ursprünglich bis zur Dörpstede reichende Grundbesitz wurde nach und nach verkauft.

65. Zu einem Erinnerungsfoto stellen sich 1908 die Maurer der Firma Westphal aus Ahrensburg mit Arbeitern von Reeder Lütgens vor dem Rohbau des Landhauses "Tannenhöft' an der Sieker Landstraße Nr. 2. Der Bauherr, Georg Henry Lütgens, Inhaber der Firma Lütgens und Reimers, dem unter anderem auch die AIsterschiffahrt gehörte, ließ es 1908-1910 auf seinem 12 ha großen Gelände banen.

66. Henry Lütgens macht einen Spaziergang in seinem Park. Der Hamburger Reeder Henry Lütgens erwarb 1908 für 98 000 Mark die 6,3 ha große 'Manhagenkoppel' . Mit einem kurz vorher entstandenem Grundstück besaß er nun einen Grundbesitz von 12 ha. Lütgens ließ unter Mitarbeit des Hamburger Gartenarchitekten R. Jürgens einen heute noch bedeutenden Park anlegen, das Arboretum, in welchem er Nadel- und Laubbäume des In- und Auslandes anpflanzen ließ. Seinen an der Sieker Landstraße Nr. 2 gelegenen Besitz mit dem 1910 erbauten Herrenhaus, den umfangreichen Wirtschaftsgebäuden, den Pferdeställen sowie dem großen Treibhaus nannte er 'Tannenhöft' .

67. Der Reeder Lütgens im Kreise der Familie beim Krocket-Spiel. 1925 vergrößerte Lütgens sein Areal nochmals um 10 ha, als er die östlich von seinem Park gelegenen Vier-Berge erwarb, um deren Kies abzubauen. Nach Lütgen's Tod 1928 übernahm ein Neffe diese Aufgabe. Die 'Vierberge' oder 'Heidberge' genannt, einstmals mit einer Höhe von 71·72 m die höchste Erhebung von Groß-Hansdorf - Schmalenbeck, waren nach Beendigung des Abbaues nur noch ebene Flächen. 1941 verkauften Lütgens Erben den Besitz an die Stadt Hamburg, welche hier ein Universitäts-Institut für Bodenkunde und zwei Jahre später eines für Chemie einrichtete. Heute beheimatet Tannenhöft ein Institut für Forstgenetik und Forstpflanzenzüchtung der BFH, seit 1948 von Prof. Langner aufgebaut. Das von Henry Lütgens mit über 1 000 Bäumen angelegte Arboretum bot sich für diese Forschungsstätte in idealer Weise an.

68. Kutschmann Franz Drummer ging Anfang der zwanziger Jahre in den Dienst des Hamburger Kaufmanns Huwald Vagt, welcher den Herrensitz Manhagen gekauft hatte. Aus jener Zeit stammt auch diese schöne Aufnahme VOD Drummer in einer 'Mylady' vor dem Landhaus Manhagen, bereit zu einer Ausfahrt.

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