Groß Machnow und Rangsdorf in alten Ansichten

Groß Machnow und Rangsdorf in alten Ansichten

Auteur
:   Dr. sc. Siegfried Wietstruk
Gemeente
:   Groß Machnow und Rangsdorf
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6325-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Groß Machnow und Rangsdorf in alten Ansichten'

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Einleitung

Bisher erschienen in dieser Reihe zwei Bände mit Rangsdorfer alten Ansichten. Dieser dritte Band bezieht den Nachbarort Groß Machnow und den bisher nicht dargestellten Rangsdorfer Ortsteil Klein Kienitz mit ein. Die Darstellung erfolgt in alphabetischer Reihenfolge:

Groß Machnow

Mit 80 Hufen und 32 Kossäten war das 1375 im Landbuch Kaiser

Karls IV erstmalig urkundlich erwähnte 'Machenow magna' im Mittelalter das größte Dorf des Teltow. Es besaß zu dieser Zeit bereits eine Kirche, zwei Windmühlen und zwei Krüge. Die Abgaben erhielten vor allem Bürger in Berlin und Cöln sowie die Kirchen in Cöln und Mittenwalde. Die Herrschaftsverhältnisse wechselten wiederholt.

Im 16. Jahrhundert begann in dem ursprünglich reinen Bauerndorf die Herausbildung eines Rittergutes, das Ende des 17.]ahrhunderts Otto Freiherr von Schlabrendorff erwarb und 1725 vom preußischen König Friedrich Wilhelm 1. für die Herrschaft Wusterhausen gekauft wurde. Die Gemarkung von Groß Machnow gehörte für einige Zeit zumJagdgebiet des Königs. Im Iahre 1807, als zum Gut bereits 43 Hufen gehörten, erhielt es der ArmeelieferantJean Sim eon Coste, dem der preußische Staat 170 000 Taler schuldete, als Tilgung der Schulden. Nach weiterem Besitzwechsel erwarb Rittmeister von Winterfeld 1876 das Gut. Ab 1905 folgte seine Tochter, die Frau von Schierstädt, und danach bis 1945 die Erben im Besitz. 1930 war einTeil des Gutslandes neben der Gemarkung Rangsdorf verkauft und parzelliert worden. Hier entstand die Siedlung Groß Machnow. Die auf dem Gebiet liegende Ziegelei stellte dieTätigkeit ein, dieTongrube füllte sich mitWasser und wurde der Nymphensee. Am 1. April 1939 wurde die Siedlung Groß Machnow nach Rangsdorf eingemeindet.

Zum Gut Groß Machnow gehörten zwei Vorwerke: Prarnsdorf im Westen des Dorfes, als 'Prodensdunk' ebenfalls 1375 erstmalig schrifilich als selbständiger Ort mit elfHufen erwähnt, war nach dem Dreißigjährigen Krieg 'wûst', wurde jedoch wieder besiedelt und erreichte mit 47 Einwohnern im Jahre 1858 die bisher größte Einwohnerzahl. Das Vorwerk Theresenhof nördlich vom Dorf wurde erst 1841 angelegt und nach einerTochter des damaligen Gutsbesitzers Berend benannt. Zur DDR-Zeit prägte die Landwirtschaft mit einer Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft (LPG) und einem Volkseigenen Gut (VEG) das Gesicht des Dorfes. In den letzten Jahren entstanden auf der Gemarkung mehrere Gewerbegebiete und ein großes Einkaufszentrum. Damit und mit einem beachtlichen Wohnungsbau entwickelt sich Groß Machnow mit seinen gegenwärtig etwa 850 Einwohnern als eine aufstrebende Gemeinde.

Klein Kienitz

Wie Groß Machnow und Rangsdorfwurde auch Klein Kienitz erstmalig 1375 schriftlich erwähnt, damals 'Kinitz parva' bezeichnet. Das Dorf hatte dreißig Hufen und sieben Kossäten, besaß eine Kirche und einen Krug. Auch hier wechselten die Herrschaftsverhältnisse und bildete sich aufKosten der Bauern ein Rittergut mit zunächst elf Hufen heraus. Vom 17. Jahrhundert an war eine Familie Köppen im Besitz des Gutes, von 1752 bis 182 1 die Familie von Tauentzien. Weitere Besitzer folgten bis zur Enteignung von 362 ha im Jahre 1945. Das Gutsland wurde aufgeteilt und an Neubauern übergeben. Später gab es auch hier eine LPG. Klein Kienitz, seit dem 1. April 1974 ein Ortsteil von Rangsdorf, blieb ein Dorf mit relativ geringer Bevölkerung. Im Jahre 1800 hatte der Ort 85 Einwohner, um 1 900 waren es 145 und im Jahre 1 9 7 1 zählte man 1 76.

Rangsdorf

Einen ortsgeschichtlichen Abriß enthält 'Rangsdorf in alten Ansichten Band l' (1.Auflage 1994, 2.Auflage 1996). Deshalbkannan dieser Stelle darauf verzichtet werden. Hier sei nur darauf verwiesen, daß dieser Ort sich vor allem dank seiner Lage am 3 15 ha großen Rangsdorfer See nach dem Verkauf des Gutes 192 7/28 und der folgenden Parzellierung und Bebauung ehemaliger Gutsflächen zu einer Siedlungsgemeinde entwickelte. Rangsdorf, als 'Lido im Süden Berlins' gepriesen, verzehnfachte seine Einwohnerzahl und wurde zugleich zu einem wichtigen Ausflugsziel der Berliner. Der Ort wurde aber auch national und international durch den Sportflughafen, die Ausbildung deutscher und ausländischer Flugschüler, durch Flugsportveranstaltungen und nicht zuletzt durch die hervorragenden Schul- und Sportflugzeuge bekannt, die ab 1935 in der Bücker-Flugzeugbau GmbH Rangsdorfmit den Doppeldeckern Bü 131 '[ungmann' und Bü 133 'Jungmeister' hergestellt und weltweit exportiert wurden. Insofern nahm diese Gemeinde, die im Zweiten Weltkrieg einen Fliegerhorst der deutschen Luftwaffe erhielt und von 1945 bis 1994 Garnisonsort von Einheiten der sowjetischen bzw. GUS-Luftwaffe war, eine etwas andere Entwicklung als die Nachbarorte. Rangsdorfzählt gegenwärtig etwa 5 300 Einwohner und wird mit dem Wohnungsneubau ebenfalls wachsen.

Dieser Band beginnt mit einer Karte des Gebietes (Nr. 1), der sich alte Ansichten aus Groß Machnow (Nr. 2 bis 21) und danach aus Klein Kienitz (Nr. 22 bis 35) anschließen. Den Abschluß bilden historische Aufnahmen aus Rangsdorf (Nr. 36 bis 76), die jene in den ersten beiden Bildbänden für diesen Ort ergänzen.

Bei der Auswahl der Ansichtskarten und weiteren Fotos konnte der Autor auf seine vor vielen Jahren begonnene heimatgeschichtliche Bild- und

Textsammlung zurückgreifen. Zum anderen ermöglichten es erneut Leihgaben und Spenden, diesen Bildband vorzubereiten. Für diese Hilfe bezüglich Groß Machnow seien Hans-Joachim Fried und Gertrud Rocher in Groß Machnow und hinsichtlich Klein Kienitz Herta Sauerwald in Klein Kienitz gedankt. Für den Rangsdorfer Abschnitt gilt dieser Dank Detlev Eichhorst, Thomas Hennig, Helmut Maltz und Stefan Rothen (alle Rangsdorf) sowie Jörg Ahlfeld (Pinneberg) , Brigitte Beiser (Bendestorf) , Bernd Dittmer (Wünsdorf), Helga Gensert (Großbeeren) , Heinz Gohl (Leverkusen) , Christian Kirsch (Berlin) , Hans Kliem (Diedersdorf) und Ada Spiekermann (Hamburg). In erneut bewährter Weise unterstützte Dr. Otto Ross (Berlin) die Arbeit wieder mit Reproduktionen.

Möge auch dieser Bildband bei Einwohnern und Gästen der Orte Anklang und Freunde finden und etwas dazu beitragen, die Erinnerung an eine wechselvolle Geschichte zu bewahren.

Dr.sc. phi!. Siegfried Wietstruk, Rangsdorf, im Juli 1996

Diese Karte vom Ende des Ersten Weltkrieges zeigt die Lage der Orte, aus denen alte Ansichten vorgestellt werden:

Groß Machnow als Straßendorf an der Berlin-Dresdener Chaussee, der heutigen B 96, und die Vorwerke Pramsdorf im Westen sowie Theresenhof im Nordosten, Klein Kienitz als ursprüngliches Angerdorf an der Straße von Rangsdorf nach Brusendorf und schließlich Rangsdorf als Angerdorf zwischen dem Rangsdorfer See und der Berlin-Dresdener Eisenbahn. Zu dieser Zeit besaß Rangsdorfmit dem Militärbahnhofnoch einen zweiten Bahnhof.

2 Dem Teltower Kreiskalender 1926 wurde diese Skizze von Groß Machnow entnommen. Sie läßt den Charakter als Straßendorf und zugleich die zentrale Lage des Gutes und der Kirche sichtbar werden. Der Zülowgraben, der urspünglich einen anderen Verlauf vom Machnower See zum Zülowkanal hatte, fließt noch heute durch den Ort.

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3 Auf dem vorhergehenden Kartenausschnitt ist der Standort für diesen Blick markiert, den der Heimatforscher Wilhelm Reichner seinerzeit zeichnerisch festhielt. Rechts befindet sich der heute noch existierende Gasthof'Zum grünen Baum', im Hintergrund die Kirche und halblinks die damalige Schmiede auf dem Nordteil des Dorfangers, später als Waage genutzt.

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4 Die Kirche nördlich des Dorfangers steht auf dem alten Friedhof, der von einer Feldsteinmauer umgeben ist. Es ist ein unverputzter Feldsteinbau mit einem quergelagerten Westturm. Diese Aufnahme zeigt die Kirche vom Nordwesten.

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5 Der Blick vom Nordosten auf die aus dem 13. [ahrhundert stammende Kirche mit späteren Um- und Anbauten. Auch aus dieser Sicht sind die SchaUfenster des Turmes zu erkennen. Das quergestellte Satteldach des Turmes mit der aufgesetzten achteckigen offenen Laterne mit Schweifdach fiel im Iahre 1985 einem Brand nach einem Blitzschlag zum Opfer.

6 In den dreißiger [ahren entstand dieses Foto vom Innern der Kirche von Groß Machnow. Die Kanzel und der Altar wurden 1699 errichtet. Der Altar trägt geschnitzte Wappen derer von Schlabrendorffund van Arnim, ehemaliger Gutsbesitzer des Ortes.

7 Neben der Kanzel an der Nordseite des Chores befindet sich dieses Wandgrabmal des OUo Freiherren von Schlabrendorff. Er war vom Ende des 17. Iahrhunderts an Besitzer des Gutes Groß Machnow und verstarb 1 721 als General.

8 Bis in die sechziger [ahre unseres Iahrhunderts war diese Gaststätte Müller in der Hauptstraße in Betrieb. Der Saal wird heute als Lagerraum genutzt. Auf dem Hof des Grundstückes vor der Kirche befand sich über viele [ahre die Schmiede von Georg und später Paul Hoffmann. Vor dem Haus stand, ebenso wie vor Bäcker Henning, bis zum Zweiten Weltkrieg eine Tanksäule.

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