Großkrotzenburg in alten Ansichten

Großkrotzenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Hannelore Kreß
Gemeente
:   Großkrotzenburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6611-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großkrotzenburg in alten Ansichten'

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9 Im oberen Bild rechts das Schwesternhaus der St.- Vinzenz-Schwestern in der Bahnhofstraße, links oben das ehemalige Rathaus Ecke Lindenstraße / Bahnhofstraße (heute Sparkasse) , links unten ein Blick in den Oberhaag, rechts das Gasthaus 'Zur Stadt Hanau' . Die untere Bildhälfte rechts gewährt uns einen Blick in ländliche Idylle, die man heute so nicht mehr antrifft. Das damalige landwirtschaftliche Anwesen der Familie Lindenfeld (Urgroßvater von Gertrude N oll), heute Dörr, in der Hanauer Landstraße, hatte seinerzeit noch einen freien Blick auf den Main und die Mainau-

en. In unserer Zeit hat sich das Straßenbild durch Bebauung und den Rückgang der Landwirtschaft sehr verändert.

10 Diese hübsche Postkarte mit einem Gruß aus Großkrotzenburg wurde am 30. Juni 1906 an ein Fräulein in Fulda versandt. Leider kann man das Geschriebene nicht mehr entziffern; es gefiel die originelle Postkarte, die sich die Gastwirtschaft und Metzgerei 'Zur Stadt Hanau', Inhaber JosefMaikler, entwerfen ließ. Der Hinweis, daß Großkrotzenburg einen Bahnhof hat, läßt einen geschäftstüchtigen Inhaber ahnen. Das Gasthaus, baulich leicht verändert, gibt es noch heute, nur der Name als auch die Besitzer wechseln des öfteren. Das Anwesen steht im Oberhaag / Ecke Steingasse gegenüber der heutigen Metzgerei Euler.

11 Die Metzgerei und das Gasthaus 'Zum Adler', Besitzer Karl Grammig (die Ehefrau nannte man im Volksmund das 'SchnippelFinche'), befand sich in der Nebengasse hinter der Tränkgasse (heute Privathaus) . Häufig waren Metzgereien und Gaststätten miteinander verbunden. Nach getaner Arbeit trafen sich Bauern und Handwerker allabendlich zum gemütlichen Dämmerschoppen. Man ließ sich gemächlich am großen runden Tisch nieder und verzehrte zum Bier, oder auch zum Viertelchen Kartoffelschnaps, ein mitgebrachtes Stück trockenes Bauernbrot, das sogenannte 'Säckelbrot' .

12 Die Breite Straße ('Braad-Gasse') als auch die Fachwerkhäuser gehören wohl mit zu den ältesten Baulichkeiten der Gemeinde. Die heutige Breite Straße war der Westausgang des einstigen Römerkastells, das um 100 n. Chr. hier errichtet wurde; die Straße nannte man damals VIA DECUMANA. Die Breite Straße endet hier in einer Sackgasse, die im hiesigen Volksmund 'Bettelmanns-Umkehr' genannt wird. Die Seitenstraße, die von der Breiten Straße zu dem an der Schnittstelle Nebenstraße / Hanauer Landstraße liegenden Römerbrunnen führt, ist die Borngasse.

13 Das älteste Gasthaus in Großkrotzenburg ist wohl 'Der Schlüssel' in der Kirchstraße, schräg gegenüber der Kirche, erbaut um 1650, Einweihung der Schenke um 1870. Wie bei den anderen Gasthäusern war auch hier eine Metzgerei dabei. Es gehörte der Familie JosefHuth und war bis vor einigen Iahren im Besitz der Familie Aloys Huth; die Gaststätte war aber seit Jahrzehnten verpachtet. Der Schlüsselauch Teil des Gemeindewappens - ziert noch heute das am Haus hängende 'Gasthausschild' . Hier wurden in der' guten alten Zeit' immer ausgiebig Fastnacht und Kerb gefeiert.

14 Im südöstlichen Teil von Großkrotzenburg, der Kahler Straße, stand die 'Feuerbaurns Mûhle', seit Generationen im Besitz der Familien Feuerbaum, eine frühere Ölmühle, bei der sich bis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg noch das Mühlrad drehte, um den Kraftantrieb für die Schreinerei zu liefern. Der offene Lauf des Mühlbachs - damals ein herrlicher Spielplatz für die Kinder trieb das Rad der Mühle an, um anschließend in den Main zu münden. Der alte Fachwerkbau mußte 1999 wegen Baufälligkeit abgetragen werden.

15 Wir sehen hier die katholische pfarrkirche St. Laurentius im Mittelpunkt des Ortes.

Der vierte und bis heute letzte Bau dieses Gotteshauses fiel in die Zeit von 1825 bis 1829 und ragte

in die aufstrebende Gemeinde hinein: Groß geplant und angelegt mit 36,5 m Länge und 13 m Breite, für die Zukunft gebaut. Der Kirchturm erhielt 1857 die Höhe von 40 m. Der Bauherr war pfarrer Kreisler. Zur Einweihung baute der Orgelbauer Östreich aus Oberbimbach bei Fulda die neue Orgel. Sie wurde im Iahr 1896 durch den Orgelbauer Müller aus Karlstadt auf

vierzehn klingende Register erweitert. Die Kirchenglocke schlägt heute noch wie damals, alle viertel Stunde 1, 2, 3 Schläge, 4 Schläge zur vollen Stunde.

16 Hier ein Blick in den Altarraum der St.-Laurentius-Kirche van Großkrotzen burg vor der Renovierung. Das Protokollbuch des Kirchenvorstandes hält das jahrelange Bemühen um die Renovierung der pfarrkirche fest. Am 19. März 1963 trat der Kirchenvorstand mit dem einzigen Punkt derTagesordnung 'Beschlußfassung über die Renovierung der pfarrkirche' zu seiner wohl wichtigsten Sitzung zusammen. Einem Frankfurter Baumeister, Johannes Krahn, wurde die Renovierung übertragen. Das äußere Bild der Kirche blieb erhalten, das Innere dagegen wurde von Grund auf erneuert. Ob man heute auch noch so entscheiden würde?

1 7 Die Einweihung der neuen Schule konnte am 16. Oktober 1894 gefeiert werden. Nach vorangegangenem Hochamt zogen die Schüler in Begleitung des königlichen Lokalschulinspektors H. pfarrer Kaufholz unter Führung ihrer Lehrer auf. Die Chronik schreibt:

Vor dem neuen Gebäude angelangt, erteilte der Pfarrer die kirchliche Weihe. Unterdessen kam als hoher Gast der königliche Landrat, Herr von Oertzen. Die Schüler der Oberklassen brachten dabei das Lied 'Lobt froh den Herrn' zum Vortrag.

Erwähnenswert ist noch, daß die Steine der beiden Zehntscheuern, die im Iahre 172 2 erbaut und bei ihrem Abbruch also 172 Iahre alt waren, beim Neubau der Schule Verwendung fanden. Es war Sorge

dafür getragen worden, daß zwei 'Schlüsselsteine' , einer mit der Jahreszahl

1 722, an der Rückseite des Hauses mit eingemauert

wurden. Seit November 1966 beherbergt die alte Schule das Heimatmuseum, das vom örtlichen Heimat- und Geschichts-

verein eingerichtet und bis zum heutigen Tag ehrenamtlich betreut und gepflegt wird.

18 Ein wertvolles Relikt aus römischer Besatzungszeit sind die heute noch sichtbaren Reste der Kastellturmruine, erbaut um etwa 100 n. Chr. Es handelt sich um den südwestlichen Eekturm des römischen Limeskastells. Das Kastell hatte eine Ausdehnung von etwa 21 000 m' und beherbergte eine fünfhundert Mann starke Besatzungstruppe, die 'Cohors IIII Vindelicorum' . Der Turm diente noch bis 1803 als Gefängnis. Die Überreste des Römerkastells findet man zwischen Museum und Theodor-Pörtner-Haus in der Breiten Straße.

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