Großkrotzenburg in alten Ansichten

Großkrotzenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Hannelore Kreß
Gemeente
:   Großkrotzenburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6611-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großkrotzenburg in alten Ansichten'

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19 Die Hexeneiche aus Kahler Sicht - ein Naturdenkmal, das auf einer alten Fotografie dargestellt ist. Im Vordergrund die Straße zwischen Kahl und Großkrotzenburg. Bis im Iahre 1686 diente dieser Platz als Hinrichtungsstätte der Gemeinde, etwa 70 Einwohner von Großkrotzenburg wurden der Hexerei angeklagt und teils bei lebendigem Leibe verbrannt. Der mächtige Baum fiel im Iahre 1970 einem Blitzschlag zum Opfer und wurde 1 97 1 endgültig gefällt. Von dem Standort der Hexeneiche ein Gedenkstein kennzeichnet die Stelle rechts der Landstraße - verlief die östliche Begrenzungslinie des Oberwaldes auf das heutige Kahler Waldstadion zu. Auf dem Fahrradweg in Richtung Großkrotzenburg

verlief die südliche Begrenzung des Oberwaldes bis zum Eingangstor der Sportangler immer dicht an der Landstraße entlang. In den Iahren 1924-1927 fiel dieser Laubmischwald der Axt zum Opfer, um das Gelände so zur Ausbeutung durch den Tagebau der Zeche Gustav vorzubereiten.

20 In früheren Iahrhunderten waren die Juden zum Teil gezwungen, ihren Friedhof innerhalb des Gettos zu errichten, um auf diese Weise vor Schändungen des heiligen Ortes sicher zu sein. Erst in den Zeiten größerer Freiheit der Juden in Deutschland hat man die Friedhöfe außerhalb des Gettos errichten können und sich dabei bemüht, die Friedhöfe außerhalb der Dörfer und Städte so anzulegen, daß sie in absehbarer Zeit nicht von der Ausdehnung der Dörfer erreicht wurden.

So erklärt es sich, daß der Friedhof der jüdischen Gemeinde in Großkrotzenburg heute noch weit au-

ßerhalb des Dorfes gelegen ist; er liegt idyllisch am Waldrand in nördlicher Richtung nahe der bayrischen Grenze im Niederwald.

21 Die Häuser rund um die Kirche stehen eng beieinander. Die alte mittelalterliche Bebauung ist aus der Vogelperspektive noch gut zu sehen. Die Breite Straße (Braad -Gasse) mit der alten Schule (heute Museum) sowie die St.Laurentius-Kirche heben sich deutlich vom Bild ab. Die Nebenstraße und die Hanauer Landstraße (ehemalige Hauptdurchgangsstraße) kann man im unteren Bild gut erkennen. Ein schmaler 'Trampelpfad 'führte damals entlang des Mains. Folgen wir dem ersten gut erkennbaren pfad in Richtung Ort, befindet sich linker Hand, nach dem ersten Gebäude, der Römerbrunnen.

22 Diese Aufnahme aus der Vogelperspektive stammt aus dem Iahre 1937. Man sieht ganz deutlich die lichte Bauweise im neuen Teil des Ortes. Die Lindenstraße (heute Hauptdurchgangsstraße ), ganz rechts im Bild, endet im Feld. In der Bahnhofstraße, Kreuzung Bahnhofstraße / Lindenstraße / Taunusstraße, gab es noch einen großen freien Platz. Die Wilhelmstraße (Bildmitte oben) ist nur einseitig bebaut, auf der rechten Straßenseite stehen drei Häuser im angrenzenden Feld. Parkprobleme kannte man damals noch nicht.

23 Das Haus der Barmherzigen Schwestern wurde am l.Juni 1930 eingeweiht und für Kinder, Frauenjugend, Kranke, Hilfsbedürftige und besonders für alte Menschen geöffnet. Die Vinzentinerinnen setzten ihre selbstlose Arbeit bis ins Iahr 1997 unermüdlich fort und waren bei der Bevölkerung geachtete und verehrte Persönlichkeiten. Nach über siebzig Iahren segensreichen Wirkens in Großkrotzenburg kehrten die Schwestern ins Mutterhaus nach Fulda zurück. Heute ist das Schwesternhaus Eigentum der Gemeinde.

Katholisches Schwesternhaus

24 Die folgende Luftbildaufnahme zeigt uns das Franziskaner-Gymnasium Kreuzburg.

Wie in den Archiven zu lesen ist, erfolgte am 15. August 1928 die Grundsteinlegung. Die Studienanstalt der Weißen Väter soll sich auf dem historischen Kulturbaden in unmittelbarer Nähe des römischen Grenzwalls erheben. In Anlehnung daran wird sie den Namen 'ara Crucis' Kreuzburg - tragen. Gebaut wurde das Missionshaus von dem bekanntenArchitekten Martin Weber. Der Bau wurde ausgeführt von der Firma Franz Zeller & Sohn in Großkrotzenburg. In den sechziger Iahren ging die Zahl der Missions-

schüler merklich zurück und führte zur Schließung der Schule. 1967 erwarben die Franziskaner von Fulda die Kreuzburg und setzten das Begonnene fort. Seit dem 12. Februar 1968 ist

das Franziskaner-Gymnasium-Kreuzburg eine anerkannte Privatschule. Nach Umbau und Erweiterung können heute etwa 1 300 Schüler unterrichtet werden.

251mjahre 1935 erwarb die Gemeinde das an der Ecke Bahnhofstraße / Lindenstraße gelegene zweistöckige Haus Lindenstraße 1, in das die Gemeindeverwaltung einzog. Bürgermeister zu dieser Zeit war der Jurist Dr. Karl Hofmann. Zuvor befanden sich die Amtsräume der Gemeindeverwaltung im Anwesen des Bürgermeisters Georg N oll, der sein Amt seit Mai 1901 ununterbrochen innen hatte und aus politischen Gründen - am 22. Oktober 1933 räumen mußte.

Auf der alten Ansicht fällt immer wieder auf, wie wenig Fahrzeuge auf den Straßen zu sehen sind. Be-

achtet man den Schatten des schönen Lindenbaums, so muß die Aufnahme am Nachmittag entstanden sein, das bedeutet heute die Zeit des Hauptverkehrs.

26 Die Bahnhofstraße, aufgenommen im Iahr 1932. Im Vordergrund das Haus Mechler, ehemals Bäckerei und Lebensmittel (bei 'Mechler's '). dahinter die ehemaligen Amtsräume der Gemeindeverwaltung (von Mai 1901 bis Oktober 1933) und gleichzeitig Wohnsitz des Bürgermeisters Georg N oll (heute noch im Besitz der Familie N oll) . Auf der rechten Seite die Metzgerei Eisert, gegenüber befindet sich der alte Friedhof. Die schönen Lindenbäume gibt es heute nicht mehr (in den neunziger Iahren wurden im Zuge der Umgestaltung der Bahnhof- und Kirchstraße neue Bäume angepflanzt). Spielende Kinder tummeln sich auf der Kreuzung - heute undenkbar.

Bahnhotstrr ße

27 Blick auf die 'Flaniermeile' von Großkrotzenburg, die Bahnhofstraße. Ganz rechts das jetzige Rathaus, Bahnhofstraße 4, Ecke Friedrichstraße, das als ehemals jüdisches Anwesen, 1937 von der Gemeinde erworben und ab Mitte August 1955 als Rathaus genutzt wurde. Das frühere Rathaus wurde abgerissen und auf dem Grundstück 1 967 die Filiaie der Sparkasse errichtet. Neben dem Rathaus ist das Haus und Schaufenster vom Haushaltswarengeschäft ]osef Grün zu sehen, das heute noch in Familienbesitz geführt wird.

28 Das katholische Pfarrhaus von Großkrotzenburg, ein Zeuge aus vergangenen Jahrhunderten, erbaut um 1765, ist eines der wenigen Häuser, die trotz der überstürzten Bautätigkeit nach 1945 unverändert bestehen blieben. Vom Pfarrhaus links die pfarrscheune mit Stallungen und Vorratsräumen. Aus dem alten Bauwerk, das lange für die Bewirtschaftung des Pfarrgutes gedient hatte und in den letzten Jahrzehnten von hiesigen Landwirten als Vorratsscheune benutzt wurde, entstand ein neues Bauwerk als Gemeindezentrum. Der Eingang des katholischen Gemeindezentrums befindet sich in der Tränkgasse.

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