Großkrotzenburg in alten Ansichten

Großkrotzenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Hannelore Kreß
Gemeente
:   Großkrotzenburg
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6611-9
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großkrotzenburg in alten Ansichten'

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49 Beim 'Kaplosche' handelt es sich um Wilhelm Breidenbach, der 1866 im Iahr des preußisch-bayrischen Krieges in Großkrotzenburg geboren wurde. Er diente als junger Mann bei einem Ulanenregiment in Kassel und liebte seine schmucke Uniform auch nach seiner aktiven Wehrzeit über alles. Vielen älteren Großkrotzenburger Mitbürgern ist er noch als eines der 'letzten Originale' in guter Erinnerung. In seiner bunten Uniform, die er eigenhändig fantasievoll verzierte, war er in der Vorkriegszeit bei allen Festzügen und Kerbveranstaltungen dabei. Der Heimat- und Geschichtsverein läßt Wilhelm Breidenbach als historische Gestalt im Großkrotzenburger Museum weiterleben. Seinen Spitznamen 'Kaplosche' -

hochdeutsch Kaplan - erhielt er von seinen Spielkameraden, weil sein kindlicher Berufswunsch pfarrer war.

50 Heute kann man nur noch erahnen, daß in der Steingasse einmal dieses kleine Haus stand. Als dieses Bild in den fünfziger Iahren des 20. Iahrhunderts entstand, konnte man hier noch Wurst und Fleisch einkaufen. Das Anwesen gehörte der Familie Kremer. In den neunziger Iahren wurde das Haus abgerissen; in der kleinen Baulücke stehen heute zwei große Wohnhäuser. Auch die rechte Bildseite hat sich heute verändert. Die Scheune bzw. Stallung von Familie Breidenbach wurde abgerissen und ein schmuckes Fachwerkhaus errichtet. Das Eckhaus gehört zum Anwesen der

Metzgerei Euler und wird heute nicht mehr für Wohnzwecke verwandt. Zur Historie ist noch zu sagen, daß exakt an dieser

Einmündung die 'PORIA PRAEIORIA', das Haupttor des ehemaligen Römerkastells, stand.

5 1 Hier ist der Gesangverein 'Càcilia' (gegründet 1830) zu einem Gruppenfoto zusammengekommen. Die Aufnahme entstand etwa um 1875. Der Gesangverein ist der älteste bekannte Großkrotzenburger Verein. Aus diesem Verein ist später der Volkschor Großkrotzenburg entstanden. Folgende Namen sind dem Chronisten bekannt:

Friedolin Euler (Großvater van ]osef Krammig) , Karl Euler (Großvater von Willi Euler), Wilhelm Euler (Urgroßvater von Willi Euler) und Valentin Lindenfeld (Urgroßvater van Hubert Lindenfeld) .

52 Ein schönes Gruppenfoto vom Radfahrverein 'Cito' in einer Abbildung von 1 935. Dieses Bild entstand in der Mainstraße Richtung Hanauer Landstraße. Da alle Häuser mit Fahnen geschmückt sind, kann man annehmen, daß die Radfahrgruppe an einem Festzug teilgenommen hat. Die jungen Radfahrer sind: ütto Bergmann, ]osef Bergmann, Friedrich Ludwig, Philipp Zeiger, Karl Waller, ]osef Waller, ütto Albert, Alois Reisert und Wilhelm Ludwig. Der Verein wurde aufgelöst, die Vereinsfahne dem Museum überlassen.

53 Die Männer des Turnvereins haben sich hier bei einem Sonntagsausflug fotografieren lassen. Das Bild wurde im Steinbruch von Kahl aufgenommen und zeigt eine feuchtfröhliche Gesellschaft. Man sieht sowohl Jung als auch Alt in seinem besten Sonntagsstaat. Unter ihnen auch Bürgermeister Georg Noll.

54 Den 'Inflationsjahrgang' 1922123, der teuerste und wertvollste Iahrgang (ein Kinderwagen kostete 92 000 Mark), beschreibt Frau Therese Weih, hier vor der Kirche abgelichtet. 1. Reihe: Heinz Bergmann, Amanda Hofmann, Therese Grün, Maria Hain, Lioba Bergmann, Elvira Fischer, Klara Hamburger, Hildegard Levi und Alois Banewitz. 2. Reihe:

Mali Schaack, Irmgard Bergmann, Gerda Röll, Brunhilde Neumann, Augusta Bergmann, Antonia Zeller und Iulchen Heinz. 3. Reihe: Burkhard Löw, Annemarie Bergmann, Erna Klassert, Mechthild Bergmann, Frieda Fischer, Marieehen Eisert, Anni Klassert, Oswald Zeller und Heini Vogt. 4. Reihe: Os-

wald Stephan, Marieehen Zeller, Elisabeth Daus, Elli Schmitt, Amalie Klassert, Paula Kurzschenkel, Karoline Schaack, Emmi Klassert, Hans Vogt und Hans Weil. 5. obere Reihe: Ernst Noll,

Theo Klab, Ludwig Müller, Elli Blumör, Josef Zeion, Fräulein Hoff (Lehrerin), Fridolin Fischer, Lehrer Oestreich, Willibald Bergmann, Josef Gutwerk und Heinz Dörr.

55 'Gegrüßet seist Du Maria' steht über der Marienfigur in dem 'Kapellche' (einstiger Standort: Kahler Straße 13). Ein kleines Denkmal, daß 1 968 ohne Denkmalswert wegen Baufälligkeit entfernt wurde. Leider gab es in den siebziger Iahren von Seiten der Gemeinde keine denkmalschützenden Auflagen, die den Abriß hätten verhindern können. Für die Nachkommen kann diese kleine Kapelle - im Volksmund 'Kapellche' - nur noch in Erzählungen und Abbildungen lebendig gehalten werden. Frau Maria Bergmann aus der Spessartstraße hat seinerzeit dreißig Iahre lang dieses 'Kapellche' sauber gehalten und mit Blumen geschmückt.

56 Mit großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde die Grundsteinlegung des Missionshauses der Weißen Väter am 15. August 192 8 gefeiert. An diesem Tag konnte man zum ersten Mal in Großkrotzenburg eine Gruppe von Missionaren mit ihrer weißen Gandura und dem Burnus sehen. Morgens war ein Hochamt in der pfarrkirche, das ein Weißer Vater hielt. Danach bewegte sich eine Prozession hinaus in den Niederwald. pfarrer Erb hielt die Begrüßungsansprache. Anschließend verlas P. Provinzial Steinhage den Willkommensgruß des Bischofs der Diözese. Es folgten die Weihe des

Grundsteins durch pfarrer Erb und die Einmauerung der Urkunde nebst den üblichen drei Hammerschlägen.

57 Das Brautpaar, Otto Trageser und Mathilde Trageser geborene Schatz, das sich am 24. Mai 1924 in Großkrotzenburg das 'JaWort' gegeben hat, tat an ihrem Jubeltag etwas besonderes. Die Braut nämlich war die Erste, die in Großkrotzenburg zu ihrer Hochzeit ein weißes Brautkleid trug. Alle Bräute vor ihr heirateten in 'schwarz' . Wahrscheinlich der Mode folgend, war sie selbstbewußt genug, einmal anders zu erscheinen. Für die damalige Zeit eine Frau mit Courage. Das wahrscheinlich selbst genähte hochgeschlossene Brautkleid und der lange weiße Brautschleier entsprachen dem

damaligen Zeitgeschmack. Der Bräutigam ist gekleidet im eleganten schwarzen Gehrock mit Stehkragen und Zylinder.

58 Früher wie heute werden die Altäre zur Bittprozession mit großer Sorgfalt erstellt und geschmückt. Dies ist ein uralter kirchlicher Brauch, der sich bis in unsere Zeit erhalten hat. Der eigentliche große Flurgang wird am Tag des Festes Christi Himmelfahrt gehalten. Es geht 'ums Kom' und nimmt daher entsprechend seinen Weg in die Felder. Der abgebildete Altar steht in der Hanauer Landstraße und wurde von Emilie Eisert geborene Lindenfeld erstellt und geschmückt.

Das Foto entstand in den dreißiger Iahren.

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