Gronau in alten Ansichten

Gronau in alten Ansichten

Auteur
:   G. Koch
Gemeente
:   Gronau (Leine)
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2809-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Gronau in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Gl'::J:"au i. ri , . - .~

~;.

--

~Leintor

19. Das ist die Steintorbrücke um 1910. Das reehtsseitig zu sehende Mauerstück, das bis unmittelbar an die Leine reicht, ist die Abgrenzung zum ehemaligen Dominikanerkloster. Ob es zur alten Stadtmauer gehörte, läßt sich nur noch schwer sagen, denn das Manerwerk ist erneuert worden. Dahinter erhebt sich das Haus, dessen Vorderfront von der Bahnhofstraße aus zu sehen war. Im Hintergrund ragt der Schornstein der ehemaligen Gronauer Molkereigenossenschaft empor. Kutschwagen und Fahrrad als darnalige Verkehrsmittel dürfen auch nicht fehlen, Kinder fanden und finden sich immer ein, wenn es Interessantes zu sehen gab, und Fotografieren in der Öffentlichkeit war in der damallgen Zeit schon etwas, das die Aufrnerksamkeit besenders von Jungen weckte.

20. Über einen Teil der Steintorbrücke wird der Bliek auf die ehernalige Gronauer Molkerel mit ihrem hohen Schornstein gelenkt. Ihr gegenüber, durch das Geäst der Bäume noch erkennbar, das Gebäude der Kaiserlichen Post. Unmittelbar an der Leine steht das an der Vorderseite mit Fachwerk versehene Haus gegenüber der Einmündung der Bahnhofstraße, Die beiden Häuser links und rechts hinter der Brücke wurden um 1900 erbaut. Auch auf diesem Foto sind Kinder dabei, etwas schüchtern und verschämt die drei Madehen mit ihren frisch gestärkten Schürzen.

21. Die Gronauer Genossenschaftsmolkerei an der Steintorstraße wurde 1892 erbaut, Mit Pferdefuhrwerken wurde die Milch in Kannen aus dem ehemaligen Kreisgebiet angeliefert. Aber darüber hinaus waren die Milchwagen die beste Verbindung zwischen den Dörfern und der Stadt. Wer etwas in Gronau zu tun hatte, wurde vom Kutscher für manchmal schon eine Zigarre mitgenommen. Unterwegs wurde ein bißchen 'geklönt' und die Zeit verfing rascher. Auch die Geschäftsleute bedienten sich der Milchwagen, um außerhalb der Stadt wohnende Kunden schnell zu beliefern. 1964 wurde der Molkereibetrieb eingestellt und die weitere Milchverarbeitung zunächst von Eime, später von Alfeld, übernommen.

22. Das Steintor, früher Teilstück der Langen Straße, dann zur Hauptstraße gehörend, war um 1900 schon ein Einkaufscenter auf kleinem Raum. Beim Kaufmann Hermann Mensing ging man gern einkaufen, denn neben 'Colonialwaren' hatte er eine breite Angebotspalette von Kurzwaren aller Art bis hin zu Gartengeräten und Kastenwagen. Um 1910 verlegte er sein Geschäft in die gegenüberliegenden Ladenräume Ecke Junkernstraße-Steintor, Den bishengen Laden übernahm dann der Schuhmachermeister Wöckener. Nebenan waren gleich noch eine Schlachterei, der Gasthof 'Zur Krone' und Ecke Junkernstraße-Hauptstraße eine Drogerie. Auch heute noch gehört das Steintor mit zur Hauptgeschäftsstraße der Stadt.

23. Diese Aufnahme zeigt den Kreuzungsbereich Junkernstraße, Steintor-, Burg- und Hauptstraße um 1910. Von der Junkernstraße aus geht der Bliek an der Drogerie vorbei über die Kreuzung und macht zunächst beim Gasthof 'Zur Krone' halt. An der Außenfront des oberen Stockwerks tritt noch schwach das Fachwerk unter dem Verputz hervor, An den Gasthof schließt sich die katholische Kirche St. Joseph in der Burgstraße an. Der Straßenname ist der einzige Hinweis darauf, daß am Ende der Straße die alte Burg stand. Von der St-Joseph-Kirche sind die Straßenfront und die Turmspitze zu sehen, Im Hintergrund ragt der Schornstein der Papierfabrik empor. Die Grundstücke auf der rechten Seite der Burgsträße waren durchweg Anbauerstellen, die meist von Handwerkern wie Bäcker, Schmied und andere bebaut und bewohnt waren.

24. Eine Haus- und Straßenecke, die kaum noch wiederzuerkennen ist, würde nicht der Name über dem Ladeneingang zu sehen sein. Um die Ecke war dann unter dem gleichen Namen Hermann E. Mensing die breite Angebotspalette in Großformat zu lesen. Da war von 'Colonialwaren', Tabak, Zigarren, Zigaretten über Porzellan, Glas und Tonwaren, Haushaltsgegenständen, Kurzwaren aller Art, Einkochgläsern bis hin zu Gartengeräten, Kastenwagen und Bürstenwaren alles zu haben. Es war eine bekannte und beliebte Einkaufsstätte, ein Supermarkt im Kleinen unter den damaligen Verhältnissen, wenn man so will. Heute ist nach urnfassenden Renovierungsarbeiten das Erdgeschoß vollkommen neu gestaltet und gegenwärtig Geschäftsstelle der Deutschen Bank.

25. Ein Bliek in die Burgstraße, wie sie nach der großen Feuersbrunst von 1703 wieder aufgebaut wurde. Die Mauer auf der rechten Seite grenzte den Klostergarten zur Straße hin ab, gehörte aber nicht zur mittelalterlichen Stadtmauer, die verlief hinter dem Garten näher an der Leine. Die katholische Kirche St. Joseph wurde 1685 bis 1690 als festes Gebäude erbaut und gehörte zur Anlage des Dominikanerklosters, das durch den Brand 1703 fast völlig vernichtet wurde. Der Wiederaufbau des Klosters und der Kirche wurde zwischen 1710 und 1720 beendet, Auf der linken Straßenseite standen verwiegend die Wohuhäuser und Werkstätten von Handwerkern. Fr. Wegener hatte hier einen Kaufrnannsladen eingerichtet, und weiter zur Hauptstraße hin gab es noch eine Sehuhmacherei und eine Bäckerei,

26. Die Bäckerei Koch in der Burgstraße um 1910. Von dieser Bäckerei erzählt man sich folgende Schnurre: Zur Zeit als die Imkerei noch viel mehr als heute betrieben wurde, hatten die 'Bienen' eines Nachbarn den Weg in den Laden gefunden, schwärmten auf den ausgelegten Kuchensorten herum und schlürften von den Zuckergüssen. Verärgert lief die Bäckersfrau zum Nachbarn, zog ihn in den Laden und zeigte ihm mit erbosten Worten die Bescherung. Doch der Nachbar betrachtete die 'Bienen' und meinte dann: 'Das sind nicht meine, die gehören dem Herrn Pfarrer.' Der Pfarrer wohnte schräg gegenüber, und der pfiffige Nachbar wußte, daß er auch Bienen hielt. Nun wurde der Pfarrer geholt, aber auch er schüttelte den Kopf und erklärte, daß das nicht seine 'Bienen' wären. Aufgeregt fragte die Bäckersfrau: 'Ja, aber wem gehören sie dann? ' Der Pfarrer überlegte eine Weile und sagte dann ganz ruhig nach oben zeigend: 'Die 'Bienen', liebe Frau, die gehören dem Herrn,' und ging. Der aufmerksame Naturbeobachter weiß, daß nicht Bienen, sondern Wespen heim Bäcker naschen. Auch der Pfarrer wußte das, und so fand er mit den Wespen als 'Bienen des Herrn' einen 'herrlichen' Ausweg.

27. Das Dominikanerkloster in der Burgstraße um 1910. Im Vordergrund präsentiert sich der von einer etwa mannshohen Mauer urngebene Klostergarten. Dahinter liegen die Gebäude des ehemaligen Klosters mit der katholischen Kirche (links), dem nördlichen Konventflügel (Mitte) für Wohnung und Schule und der östliche Konventflügel (rechts), auch als Amtsflügel bezeichnet. Denn dieser Teil der Klostergebäude wurde nach der Säkularisation auf Grund eines Rescripts der Königlichen Regierung Hannover aus dem Jahre 1815 beschlagnahmt und zu staatlichen Zwecken verwender. Zunächst zog hier die Amtsregistratur und das Gefängnis ein, zu diesen Zwecken erfolgte 1815-1817 ein Umbau. 1824 wurden die Räume vom Amt Gronau-Poppenburg genutzt, und von 1885-1932 war es Landratsamt des Kreises Gronau. Anschließend wurde dieser Gebäudeteil von der katholischen Kirche zurückerworben und als Savignystift, Kindergarten und Nähschule eingerichtet.

28. An der Südostecke der Stadt lag der Platz der alten Bischofsburg. Hier hatte der vom Bischof eingesetzte Beamte, Vogt oder Amtrnann genannt, der im Auftrage der bischöflichen Regierung die Verwaltungsaufgaben in der Stadt wahrnahm, seinen Wohnund Amtssitz, Daher stammt auch die Bezeichnung Amtshof. Der zweistöckige Fachwerkbau starnmt aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts, während die massiven Fundamente zumindest teilweise aus älterer Zeit stammen. Der nach Norden gerichtete gleichhohe moderne Flügel weist nur im oberen Stockwerk Fachwerk auf und ruht auch nicht auf solch massiven Fundamenten wie der ältere Flügel, Bis 1932 wohnte hier der Drost, später Landrat, beziehungsweise hatte hier seine Amtsräume. Auch Teilressorts des damaligen Landratsamtes waren in diesern Gebäude untergebracht. Heute gehört es zu dem DRK-Altenheim, für das 1976 weiter nach Norden hin ein neuer moderner Trakt errichtet warde,

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2022 Uitgeverij Europese Bibliotheek