Gronau in alten Ansichten

Gronau in alten Ansichten

Auteur
:   G. Koch
Gemeente
:   Gronau (Leine)
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2809-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gronau in alten Ansichten'

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29. Von der Burgstraße aus geht man am alten Wehrturm vorbei und stößt auf den Eingang zur Papierfabrik, Das alte Turbinenhaus mit dem Leinewehr steht etwa an der Stelle, wo seit Gründung der Stadt (1298) die ehemalige wasserbetriebene Kornmühle gestanden hat. Aus dieser Kommühle wurde durch Erweiterungen und Umbauten eine Öl- und Graupenmühle. 1860 legten die Gebrüder Woge, Fabrikanten aus Alfeld, durch Aufbau einer Holzschleif- und Sägernühle den Grundstock für eine Pappfabrik, die dann zur Papierfabrik weiter ausgebaut wurde und seit 1872 als Aktiengesellschaft 'Hannoversche Papierfabriken Alfeld-Gronau' bestand. Inzwischen ist das alte Turbinenhaus abgetragen und neu aufgebaut worden.

uruss aus uronau 1. rr,

30. Ein Bliek vom ehemaligen Amtsgarten. Auf dem linken Leineufer stehen die Gebäude der alten Papierfabrik um 1900. Rechts der Leine, unter Bäumen versteekt, wurde ein Leinewehr angelegt. Im Hintergrund sind noch zwei Wohnhäuser zu sehen mit dem enemaligen Konsum, einer Einkaufsquelle für die Angehörigen der Papierfabrik, die zum Teil auch in der näheren Umgebung der Fabrik wohnten. Über den Häusern erhebt sich der alte Wehrturm und der Turm der St-Matthäi-Kirche. Heute bietet sich dieser etwas romantisch anmutende Anblick nicht mehr. Die Häuser im Hintergrund wurden abgebrochen. Auch die Gebäude der Papierfabrik stehen nicht mehr. Sie mußten Neubauten weichen, denn auch die Papierherstellung muß mit der Entwicklung neuster Technik schritthalten,

31. Dicht zusammengedrängt bieten sich auch die Häuser in der Sûdstraße um 1910 dar. Oft vereinigten sie Wohn- und Geschäftsräume unter einem Dach. Demgegenüber waren die Werkstätten meistens in Nebengebäuden auf der Hofseite untergebracht, die dann auch durch Nebeneingänge oder Toreinfahrten erreicht werden konnten. Zwei typische Beispiele dafür sind die ehemalige 'Rauch-, Kauf- und Schnupftabak, Cigarren, Cigaretten Handlung von Wilhelm Zellrnann' und der damalige Gramarische 'Bier Verlag'. In den letzten Häusern dieser Aufnahme befand sich die Stellmacherei Paland, Der vom Schmidt geführte Ackergaul im Vordergrund weist auf die Oschmannsche Schmiede hin, die ebenfalls unter den letzten Häusern zu finden war.

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Gronau (Ha'k9,;). 7. 7. 7933 ..?.?... ~~~.

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32. Nachdem die ganze Stadt durch den Brand von 1703 in Schutt und Asche gelegt worden war, wurde der ehemalige Zehnthof des St-Michaelis-Klosters zu Hildesheim, auch 'Paterhof" genannt, in die Südstraße dicht an die Stadtmauer verlegt. Von den Gebäuden des neuen Paterhofes waren 1933 nur noch das hintere Haus rechts mit dem hohen Giebel und die Scheune mit dem halbgeöffneten Tor erhalten. Der Scheunenanbau mit den beiden Fenstern und der gesamte rechte langgestreckte Bau sind bereits Neubauten jüngeren Datums. Die vcrliegende Glückwunschkarte zum Jahreswechsel 1932/33 diente zugleich Werbezwecken für die in der Holzwarenfabrik produzierten und für die in der Holzhandlung zum Kauf angebotenen Waren.

GRONAU i. H.

Pfarrhaus mit Blick nach dem Sleinlor

33. Mit der Einführung der Reformation wurde auch in Gronau eine zweite oder Diakonatpfarre (Kaplanei) eingerichtet. Weil man aber die zur Besoldung eines zweiten Pfarrers notwendigen Ländereien den bisherigen Nutznießern nicht sofort nehmen konnte, wurde der damalige Stadtschreiber verpflichtet, dem Pfarrer zu helfen. Erst am 1. November 1573 wurde der erste Pastor diaconus in Gronau eingeführt. Der ausgestellte Lehnbrief gibt an, daß die Diakonatpfarre mit 55 Morgen Land ausgestattet war. Das dazugehörige Pfarrhaus stand in der Junkernstraße dicht an der Stadtmauer. Beim letztmaligen Wiederaufbau nach dem Brand von 1703 wurde ein Teil der Rückfront des Hauses unmittelbar auf die mittelalterliche Stadtmauer aufgebaut. Dadurch erhielt das Haus einen verhältnismäßig großen Vorgarten. Das alte Scheunengebäude neben dem Pfarrhaus (noch um 1910) wurde erhalten und später zum Jugendhaus umgebaut, Die Gebäude im Hintergrund liegen außerhalb der alten Stadt an der Steintorstraße. Der hohe rauchende Schornstein gehört zur Gronauer Zuckerfabrik.

34. Ein Teil der Junkernstraße überrascht zwischen der Diakonatpfarre (rechts) und der ehemaligen Turnhalle (links) gegenüber der anderen Stadtbebauung durch seine Weiträumigkeit. Neben dem Pfarrhaus wurde 1896 ein neues, großcs und damals zeitgemäßes Volksschulgebäude errichtet, zu dem auf der linken Seite 1911 die städtische Turnhalle hinzu kam. Diese wurde 1968 zum Feuerwehrgerätehaus umgebaut, während das Schulgebäude 1976, nach 80 Jahren also, abgerissen wurde. Sie mußte einem Supermarkt weienen. Zwischen Schule und Turnhalle ist irn Hintergrund der ehemalige Bockhof II zu sehen, der bis 1870 dem seit Stadtgründung hier ansässig gewesenen Adelsgeschlecht Bock von Wülfingen gehörte. Dieses Haus war 1853 als Privatschule, 'Felsbergsches Institut', eingerichtet und mit einem Schülerheim verbunden. Lange Jahre hat diese Aastalt erfolgreich gearbeitet, ging dann aber wegen Schülermangels ein. Da die Bürgerrneister Lohde (1899-1922) und Keunecke (1922-1933) in diesem Haus gewohnt hatten, wird es auch das 'alte Bürgerrneisterhaus' genannt.

35. Im Jahre 1895 wurde vom ehemaligen Kreis Gronau eine Landwirtschaftsschule gegründet, um der vorwiegend landwirtschaftlichen Bevölkerung des Kreises Gelegenheit zu einer erweiterten Berufsausbildung zu gcben. Der Unterricht fand hauptsächlich während der Wintermonate statt; ein jeder Lehrgang umfaßte zwei Winterhalbjahre. Die Schulräume befanden sich bis 1939 im Erdgesehoß des an der Junkernstraße gelegenen und bis 1870 der Familie Bock von Wülfingen gehörenden Herrenhauses, Hier war schon 1853 die Felsbergsche Privatschule untergebracht gewesen. Von den Lehrkräften sind die Namen der Lehrer Marhenke und Piep, des Wegerneisters Karmeyer und des Pastors Siegemann vielen Gronauern noch in guter Erinnerung. Pastor Siegernann war auch einer der Autoren, von denen eine neue 'Geschichte der Stadt Gronau' geschrieben wurde, die 1931 herausgegeben werden konnte.

36. Seit Stadtgründung (1298) war die Familie Bock von Northolt hier ansassig. Nach einem Brand wurde das ehemalige Herrenhaus 1590 rnit der Rückseite auf der Stadtmauer aufgelehnt wieder aufgebaut. 1628 starb das Geschlecht aus, und 1632 erhielt der damalige Kanzler und Geheime Rat Arnold Engelbrechten den Northolt'schen Besitz als Lehen. Das alte Herrenhaus ist das älteste Bauwerk der Stadt. Darüber hinaus gehört es zu den ältesten und wenigen noch erhaltenen adligen Herrensitzen in Süd-Niedersachsen, das, im Renaissancestil erbaut, ein bauhistorisches Juwel ist, Von 1974, als die Stadt das Gebäude erwarb, bis 1982 wurde das Gebäude umfassend restauriert und ist heute Museum und Archiv der Stadt.

37. In früheren Jahrhunderten war das einzige Mittel zur Bekämpfung von Schadenfeuern der Feuereimer. Deshalb mußte jeder Hausbesitzer im Besitz eines oder mehrerer lederner Feuereimer sein, um bei Brandgefahr Hilfe leisten zu können. Schon 1798 erhielt die Stadt die erste 'Feuer-Spritze", deren Aufsicht der Spritzenmeister auszuüben hatte. Als 1861 der Gronauer Männerturnverein gegründet wurde, kam zum erstenma1 Freiwilligkeit in das Feuerlöschwesen der Stadt, denn schon in den ersten Jahren nach Gründung des Turnvereins bildete sich eine Rettungsschar, aus der eine Turnerfeuerwehr wurde. Als 1880 die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde, beschloß die Turnerfeuerwehr, sich aufzulösen und in die neu gegründete Wehr überzugehen, deren Stamm sie dann bildete. Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Gronau stellten sich um 1910 den Fotografen vor ihrem, wenige Jahre zuvor neuerbauten Spritzenhans.

38. Die hölzerne Brücke am Nordwall wurde erst 1908 für den Fußgänger- und Kleinwagenverkehr erbaut. Dadurch wurde zusätzlich zu den beiden bisherigen Zufahrten in die Stadt (Steintor und Leintor) eine Verbindung vom Stadtinneren zum Bahnhof und zu den jenseits der Bahn gelegenen Häusern geschaffen. Das vor der Brücke stehende Spritzenhaus wurde 1906 noch auf dem Leinewerder erbaut. Es stand zwischen der Stadtmauer, die unmittelbar hinter dem niedrigen Anbau verlief, und dem Wall, der dicht vor der Brücke an der Hecke entlangführte, Dieses Spritzenhaus war gegenüber dem bisher genutzten ehemaligen 'Brauhaus' Ecke Am Markt und Blankestraße geräumiger und moderner. Außerdem besaïs es einen Schlauchtrockenturm, der 1929 als Steigerturm umgebaut wurde und somit auch der Ausbildung der Wehr dienen konnte. Nach 1968 wurde das Spritzenhaus zu der viel und gern besuchten Jugendbegegnungsstätte ausgebaut.

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