Gronau in alten Ansichten

Gronau in alten Ansichten

Auteur
:   G. Koch
Gemeente
:   Gronau (Leine)
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2809-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Gronau in alten Ansichten'

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59. Das ist noch einmal eine Teilansicht der Hauptstraße vom Leintor aus in Richtung Marktplatz. Diese Aufnahme entstand um 1910 und zeigt noch die alten vor die Häuser gebauten Treppenaufgänge zu den erhöht liegenden Haustüren. Auch diese Häuser wurden 1758 ein Raub der Flammen und wurden erst danach wieder neu aufgebaut, Durch die inzwischen vorgenommene Straßenverbreiterung verschwanden die Stufen auf der rechten Straßenseite völlig, während sie auf der linken Seite teilweise noch vorhanden sind. Auch Umbauten zu moderneren Geschäften in den Erdgeschoßbereichen veranderten das Antlitz dieses Straßenabschnittes.

60. Oben: Vom Leintor aus fällt der Bliek auf die Straßengabelung Hauptstraße (rechts) und Blankestraße (links). Interessant ist das Eckhaus dazwischen, das ursprünglich ein Doppelhaus mit zwei Eingängen war. Der eine Eingang lag an der Hauptstraße mit einem separaten Eingang zum Geschäft, während der andere Eingang von der Blankestraße her in das Haus führte. Ebenso geteilt war um 1910 auch der Besitz. Die Seite zur Hauptstraße gehörte dem Kaufmann David Wolfes, während der Buchbinder Heinemann Wolfes die andere Hälfte sein Eigen nannte. Vor dem Hause steht noch eine alte Schwengelpumpe, die mit den anderen etwa 15 in den Straßen der Stadt verteilten Pumpen zur allgemeinen Wasserversorgung diente.

Unten: Dies ist die gleiche Straßengabelung Hauptstraße und Blankestraße, nur etwa 20 Jahre später (um 1930). Das Doppelhaus, liber den kurzzeitigen Eigentümer Stadtrat Johannes Millies an den Kaufmann Fahlbusch verkauft (1927), wurde inzwischen urngebaut. Der Eingang zum Geschäft wurde direkt in die Gebäudeecke verlegt und nach der Hauptstraße hin noch ein großes Schaufenster eingesetzt, Neben dem alten verbliebenen Schaufenster wurde ein Leitungsmast für die Stromversorgung gesetzt. In verhältnismäßig wenigen Jahren veränderte sich das Aussehen dieses Teils der Stadt so, daß es wert erschien, beide Aufnahmen gegenüberzustellen,

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61. Zwischen der Leintorbrücke und der Straßengabelung in die Hauptstraße und in die Blankestraße gelegen, gehörte dieser Straßenabschnitt ursprünglich zur Langen Straße (1758), spater zur Hauptstraße und wird jetzt als Leintor benannt. Diese Ansicht eines Teils der Stadt spiegelt noch etwas vom Charakter der ehemaligen Ackerbürgerstadt wider. Hervorgerufen wird dieser Eindruck durch die alten Fachwerkhäuser, erbaut nach dem Brand von 1758 beziehungsweise 1795, aber auch durch die Personen vor allem den in der Sonne sirzenden Opa und die Frau mit dem Handwagen, aber auch durch die abgestellte landwirtschaftliche Maschine. Heute ist es eine vom Stadt- und Durchgangsverkehr recht uuruhige und belebte Straße.

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62. Oben: Über die Leinebrücke hinweg geht der Bliek zum Johanniter-Krankenhaus im Hintergrund. Dieses Bild stammt aus der Zeit zwischen 1908 und 1928. Damals stand das alte Brückenwärterhäuschen noch am Ende der Brücke außerhalb der alten Stadtmauer. Als 1928/29 die damalige Kreismittelschule gebaut wurde, mußte das Haus abgebrochen werden. Es wurde aber etwas weiter stadtauswärts auf der anderen Straßenseite im hinteren Teil eines Gartens wieder aufgebaut. Der untere Brückenbereich läßt verrnuten, daß hier früher, noch ehe die Stadt erbaut wurde, die alte Leinefurt gewesen ist.

Unten: Noch einmal wird die Leinebrücke gezeigt, aufgenommen aus dem Blickwinkel wie auf dem vorausgehenden Foto, aber einige Jahre später, etwa um 1930. Zu diesom Zeitpunkt war die Kreismittelschule bereits fertiggestellt, und der Schulbetrieb war in dem geräumigen und vorzüglich ausgestatteten Gebäude aufgenommen. Durch den ausgedehnten Schulhausbau ging die Ansicht auf das dahinterliegende JohanniterKrankenhaus verloren.

63. Vorgestellt wird hier der westliche Zugang zur Stadt am Leintor, wie er sich noch um 1910 bot. Die Leintorbrücke besaß noch die alte Metallkonstruktion. Vor allem die Jungen warden durch die sich über die Leine spannenden Bogen verleitet, auf ihnen den Fluß zu überqueren, statt den bequemeren Fußweg zu benutzen. Eine solche Kletterpartie war nicht nur abenteuerlicher, sondern bedeutete zumindest beim ersten Mal auch eine gewisse Mutprobe. Daß das ein leichtsinniges Unterfangen war, wen störte das schon von den Jungen.

Ciasthoi zur grünen Aue, Carl Rehme

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64. Zu den ersten Gastwirtschaften gehörte neben dem ehemaligen Ratskeller im Zentrum der Stadt noch der 'Büchenkrug' vor dem Leintor, Dieser Krug war hart an der Grenze der früheren Ämter Gronau und Lauenstein erbaut und wurde daher auch 'Grenzkrug' genannt. Erst später erhielt er die Bezeichnung Gasthof 'Zur grünen Aue'. Das Gebäude wurde als Fachwerkbau errichtet. Die Felder zwischen dem Fachwerkgebälk wurden mit roten Backsteinen ausgefüllt und blieben unverputzt, Hinter dem Wirtschaftsgebäude war noch eine Freifläche vorhanden, die an sornmerlichen Tagen als Gartenlokal genutzt und gern besucht wurde.

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65. Außerhalb der Stadt führt der wunderschöne Bantelner Weg von Gronau nach Banteln, Die Bantelner bezeichnen ihn als Gronauer Weg. Von Richtung Banteln kommend, erhebt sich links das Johanniter-Krankenhaus, das 1908 in Gegenwart des Prinzen Eitel Friedrich von Preußen eingeweiht wurde, Nach der anderen Seite hin gleitet der Bliek frei über das Leinetal, zu den Siebenbergen und auf einige Ortschaften der näheren Umgebung der Stadt. Diese Aufnahme stammt vermutlich aus dem Jahre 1910.

66. Auf Anregung des damaligen Landrats von Rheden wurde 1906 im Kreistag des ehemaligen Kreises Gronau einstimmig die Errichtung dieses Hauses beselilossen. Aus Mitteln und Sammlungen des 'Vaterländischen Frauenvereins vom Roten Kreuz' und aus Kreismitteln wurde der Bau finanziert und konnte mit 30 Betten eingeweiht werden. Die Pflege der Patienten übernahmen damals zwei Schwestern. Schon kurz vor dem Ersten Weltkrieg erfolgte eine Krankenhauserweiterung um 20 Betten. Auch in den nachfolgenden Jahren wurden bis heute weitere größere Um- und Erweiterungsbauten notwendig, um den Anforderungen der fortschreitenden medizinischen Entwicklung gerecht werden zu können.

67. Am Bantelner Weg standen noch 1910 tausendjährige Eichen, von denen eine über der Erde einen Stammumfang von sieben Metern hatte. Besenders an heißen Tagen spendeten die riesigen Kronen den Spaziergängern angenehmen Schatten und wohltuende Kühle. Stellenweise führt der Weg dicht am Leinelauf entlang, und das rauschende Wasserwehr ist lange Zeit zu hören, Zwischen Gronau und Banteln fûhrt der Weg am Bantelner Friedhof mit einer alten Kapelle, der ehemaligen Kirene des untergegangenen Dorfes Feldbergen, vorbei, Der Hohlweg am Friedhof führt den Namen "Tillyschlucht'. In dieser Schlucht soll der große Gegner des Schwedenkönigs Gustav Adolf während des Dreißigjährigen Krieges gelagort haben.

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68. Vom Leinewasserfall bot sich um 1920 dieser Bliek auf den Bantelner Weg; im Hintergrund ist der Kirchturm von Gronau zu erkennen. Der große Fischreichtum der Leine lieferte der Bevölkerung ein willkommenes Nahrungsmittel. Unterhalb des Wasserfalls wurden Forellen und Hechte gefangen, Im Leinekies wurden aber auch Lachsschuppen und Muscheln gefunden. Die Leinefischerei gehörte zu den besonderen städtischen Rechten. Auf Grund der doppeigleisigen Verwaltung der Stadt durch den bischöflichen Amtsvogt einerseits und dem von der Bürgerschaft gewählten Rat andererseits war auch das Fischereirecht urnstritten. Im Jahre 1519 wurde zwischen den Burgmannen, dem Rat und der Gemeinde bestimmt, daß Bürger und Gemeinde die Fischerei in der Leine ausüben sollten. 1597 wurde das Fischereirecht von Herzog Erich d.J. eigens bestatigt. Infolge der Industriealisierung und der damit verbundenen Wasserverschmutzung durch Fabnkabwässer ist der Fischreichtum gegenüber früheren Zeiten ganz erheblich zurückgegangen. Heute sind die Leine-Fische ungenießbar.

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