Großostheim in alten Ansichten Band 1

Großostheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ewald Lang
Gemeente
:   Großostheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1055-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großostheim in alten Ansichten Band 1'

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9. Am Marktplatz stellten die Fuhrleute in früheren Jahrhunderten ihre Frachtwagen ab, wenn sie nach der beschwerlichen Fahrt in einem der Gasthäuser einkehrten. Wohl das älteste Haus im Ort ist das des Spenglers Egid Schohe. Die Eingangstüre aus der Zeit der Spätgotik hat ein gekehltes Gewände und schließt mit einem Kragsturz worauf die Jahreszahl 1533 eingemeiselt ist, Leider mußte dieses historisch wertvolle Türgewände beim Umbau des Ladens weichen. Durch den heute vermauerten Kellereingang unter der halbrunden Ausstellungsvitrine wurden früher die Weinfässer hinabgelassen. Heute ist das spätgotisch schlichte Fachwerk freigelegt. Das ehemalige Gasthaus 'zum goldenen Löwen' zeigt heute auch sein schmuckes Fachwerk. Das angrenzende 'Fais' ist noch das einzige Gasthaus am Marktplatz. Hier wurde bis nach dem Ersten Weltkrieg auch Bier gebraut.

10. Die Westseite des Marktplatzes um die Jahrhundertwende. Das Haus links im Bild heißt heute noch das Ritterhaus. Es war im 19. Jahrhundert im Gemeindebesitz und Rektorenwohnung, bis es 1891 der Buchbinder Jakob Ritter erwarb. Diesem Mann verdanken wir den größten Teil der historisch wertvollen Fotografien von Großostheim. Dies war das Stammhaus der jetzigen Firma Ritter und Vogt. Das benachbarte Anwesen war einst das Gasthans 'zurn Schwarzen Adler'. Auf der Treppe dieses Hauses verlas der Polizeidiener sonntags nach der Kirche die gemeindlichen Bekanntmachungen. Über der Haustüre ist das Schild des Zollinspektors, des sogenannten 'Malzaufschlägers' zu erkennen. Bei beiden Häusern liegt heute das Fachwerk frei.

11. Unsere Kreuzkapelle, 1513 erbaut und 1743 erweitert, hatte in früheren Jahrhunderten große Bedeutung als Wallfahrtsstätte. Sie diente auch als Kapelle für das Siechenhaus. Auf unserem Foto von 1905 steht Sankt Nepomuk, der Beschützer vor Wassergefahren, neben der Kapelle. Früher strömte bei Wolkenbrüchen das Wasser vom Oberwald durch die Hohlen, an der Kapelle vorbei und durch das 'Floss' zur 'Besch'. Die Figur wurde später auf die Dellbrücke und 1977 im Zuge der Flurbereinigung auf die Rehmsbrücke versetzt. Nach der Kapelle beginrit das freie Feld. Der Niedernbergerweg ist noch wenig befestigt. Das Haus vor der Kapelle ist die Gärtnerei Zahn. Josef Zalm war in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts ein geschätzter Orgelbauer.

12. Diese Aufnahme entstand um 1905 im jetzigen alten Friedhof. Der Blick geht vom Friedhofsinneren durch den Haupteingang auf das sogenannte Spital. Das Wohnhaus ist noch mit altertümlichen Hohl- oder Nonnenziegeln gedeckt, der Nebenbau mit den noch heute verbreiteten handgemachten Bieberschwänzen. Der junge Mann ist bis auf den Stehkragen fast nach der heutigen neuesten Mode gekleidet. Sogar die Billettasche unter dem Ellenbogen ist wieder modern. Er betrachtet das spatgotische Sandsteinrelief des heiligen Martinus, welches heute in die Westseite der 'alten Kirche' eingelassen ist. Hier ist es noch in die Mauer des ehemaligen Schießplatzes der Centkompanie eingemauert. Das Bildwerk war bis zur Auflösung des alten Kirchhofes (1820) um Sankt Peter und Paul vermutlich der Schlussstein des südlichen Kirchhoftorbogens.

13. Hier soll vier unvergessenen Großostheimern gedacht werden. Der Gutsbesitzer Franz Nötig (1875-1940) war der Letzte eines Geschlechtes, das die Geschicke Großostheims 160 Jahre hindurch führend mit beeinflusste. Franz Josef Petermann (1855-1942) war der Ernährer einer 12-köpfigen Familie. Er übte neben der Landwirtschaft den harten Beruf des Hauderers aus. Hauptlehrer Franz Kleespieß leitete unsere Großeltern auf dem Weg in eine neue Zeit. Er war ein Kulturträger in unserem Ort. Neben seinem Lehramt war er Kantor, Vorsitzender des Dahrlchenskassenvereins, Heimatforscher, Naturschützer und verfasste so manche Rede für Gemeinde- und Vereinsvorstände. Josef Waldeck (1844-1934) war von Beruf Schuhmacher sowie langjähriger und letzter Nachtwächter in unserer Gemeinde. Er war ein gewissenhafter und geachteter Mann und mit seinem Vollbart eine markante Erscheinung.

14. Brunnenreparatur in der Pfarrgasse. Im Jahre 1927 wurde in Großostheim die Wasserleitung gelegt. Einige Brunnen blieben jedoch noch etliche Jahre in Benützung. Die hölzernen Pumpbrunnen ersetzten um 1820 die Ziehbrunnen, Durch den häufigen Gebrauch wurden die Kolben der Brunnen undicht. Eine solche Reparatur ist in diesem Bild festgehalten. Der bärtige Mann hinter dem Brunnen der diese Aktion leitet ist der Schmied Peter Kehrer. Links daneben Willi Weber, daneben Josef Petermann, genannt 'Schnouges', und außen Franz Hartig, davor der Ziegeleibesitzer Hannes Zahn. Die Frau mit der Wasserbutte vor dem Brunnen ist Kat'! Kapraun und rechts außen Elwine Kessler, geborene Geistler.

15. Um die Jahrhundertwende hatte Großostheim eine auffallend hohe Anzahl von Studenten die sich mit honengen Persönlichkeiten zu der Ferienverbindung 'Hedonia' zusammengeschlossen hatten. Hans Karch (Bildmitte mit Krug) berichtet uns in der Ortschronik von fröhlichem Umtrunk Musik, Tanz und Ständchen unterm Fenster der Großostheimer Schönen. Der junge Mann im Vordergrund mit Stock und 'Vatermörder' ist der Brauerssohn Friedrich Eder, geboren J 880. Rechts darüber, mit heller Weste, Dr. Keindorf, ein geachteter Arzt in unserem Ort, darunter sein ständiger vierbeiniger Begleiter. Rechts daneben sitzt der Landwirtssohn Gabriel Höfling, geboren 1882. Er war bis zu seinem Tod 1939 Forstmeister in Ruppertshütten, Der spätere DL Karl Funk steht hinter ihm.

16. Wie hier zu Fasching fanden sich die Studenten zu geselligen Treiben zusammen und (nach Karch) 'wenn manchmal ein nächtlicher Unfug unterlief, so nahmen das die Betroffenen nicht allzu übel.' Wir sehen Hans Karch, geboren 1874, rechts mit dem Jaucheschöpfer, in der Bildmitte auf die Mistgabel gestützt den Brauerssohn Oskar Eder, links daneben mit der Heugabel den Forststudenten Gabriel Höfling, daneben auf den Rechen gestützt steht der Gastwirtssohn Franz Camier. geboren 1872. Er war später Studienprofessor in Würzburg, neben ihm mit dem 'Reff' steht der Brauerssohn Friedrich Eder und auf der Kiste sitzt mit 'Käppi' und weißem Kittel der Gastwirtssohn DL Karl Carnier, geboren 1875. Er war Forschungsreisender und zuletzt Studienprofessor in Traunstein. Er ist der Verfasser des 'Napoleonschuster'.

17. Wanderungen und Spaziergänge führten die junge Schar in die abwechslungsreiche Umgebung Großostheims, wie hier vor das Frauenhauschen. Wir sehen Studenten und die höheren Tochter Großostheims um die Jahrhundertwende im Sonntagsstaat. Die Damen tragen fast wieder moderne lange Kleider und dazu entzückende Blumenhüte. Wir erkennen unter anderem rechts außen Friedrich Eder, der Vierte von rechts ist Franz Carnier, neben ihm seine spätere Frau Juliana, gebotene Eder, darüber ihr Bruder Oskar Eder, der sitzende Jüngling darunter ist der Schwanenwirtssohn und spätere Professor an der Bergakademie Clausthai Dr. Heinrich Hoek, geboren 1887. Vorne in der Mitte steht seine Schwester Amanda und oben rechts Berta Hoek. Links außen rnit Hut steht DI. Kar! Carnier.

18. Der sonntägliche Spaziergang einer Gruppe besserer Leute, wie man in Großostheim sagt, ist hier kurz nach der Jahrhundertwende von Gottfried Fahs vor der Annakapelle aufgenommen worden. Die Männer, meist Geschäftsleute, Handwerksmeister und Bauern, tragen ihren guten Sonntagsanzug mit 'Schlupp und Kragen'. Was wie ein weißes Hemd aussieht war meist eine 'Papierbrust'. Die dicke 'Sigga' ist mit ein Zeichen der Wohlhabenheit. Rechts im Bild sehen wir den Buchbinder Jakob Ritter als jungen Mann. Mit diesem Balgenfotoapparat schoss er den größten Teil der Fotos in diesem Buch. Von links nach rechts sind zu erkennen: Berg, T. Becker, G. Sornmer, Bickert, Fecher, Wein Seitz, J. Stock, Vater und Großvater von Foto Morhard, Klein, J. Rit ter, K. Höflich Spenglerei und G.J. Hoek. Sitzend: Morhard. P. Kohlenberger und G. Becker.

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