Großostheim in alten Ansichten Band 1

Großostheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ewald Lang
Gemeente
:   Großostheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1055-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großostheim in alten Ansichten Band 1'

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39. Die Schlosserei, Eisen und Haushaltswarenhandlung Reinhardt (später Kehrer, heute Coudantin) ist noch heute im Familienbesitz. Das große aus feldgebrannten Backsteinen erbaute Haus steht zum Teil noch heute und ist um den Neubau der Haushaltswarenhandlung Coudantin erweitert. Das Foto entstand um 1910. Auf der 'Bratgasse' steht links die Geschäftsfrau Anna Reinhardt mit ihren Töchtern Emma und Gertrud, daneben Heinrich Höfling, dahinter mit dem Rad Johann Haas und Eduard Reinhardt. Links im Erdgeschoßfenster erkennen wir Kilian Dahlheimer, im ersten Stock links den Schneider Phillip Höfling und dessen Frau Margarete, daneben Ferdinand Dreßler mit Familie. Das große Schild rechts verrät uns was man hier kaufen konnte: Eisen, Eisenwaren, Kessel, Jauchepumpen, Rohre, Futtermaschinen, Öfen und Herde.

40. Im Jahre 1919 kauften die Gebrüder Wissler das Sägewerk des Otto Müller an der Wem, zwischen Gärtnerei Strötz und Lebensmittelgeschäft Müller, und gründeten nach Angliederung einer Zündholzabteilung ihren Holzverarbeitungsbetrieb. Unser Foto von 1920 zeigt die erste Belegschaft und in der Mitte links, nach der damaligen Mode mit Krawatte und Vatermörder bekleidet, Herrn Anton Wissler, rechts daneben sein Bruder Heinrich und über Diesem ihr Bruder Franz, der Besitzer des Pflaumheimer Betriebes. Im Jahre 1921 wurde das neue Werk am Bahnhof in Betrieb genommen und konnte dank des guten Absatzes der Produkte immer wieder vergrößert werden, so dass im Jahre 1932 über 400 Arbeitnehmer beschäftigt werden konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg erlangte der Betneb größere Bedeutung durch die Herstellung von Spanplatten und wasserfestem Sperrholz.

41. Vielen ist noch gut im Gedächtnis, wie in der Ziegelei Klug und Zahn, später Helberg, 'Russen' gebrannt wurden. Vor der Gründung dieses Betriebes 1924 wurden die Backsteine in Lehmgruben auf dem Feld (Feldbrand) oder einfach am Bauplatz im Handstichverfahren oft vom Bauherrn selbst hergestellt. Die feuchten Rohlinge setzte man zum Trocknen auf und brannte sie an Ort und Stelle. Oft machte aber der Regen einen Strich durch die Rechnung. In der 'Russenfabrik ' war man wetterunabhängig. Als Kinder war es für uns jedes Mal wieder interessant wenn sich die großen Kettenbagger quietschend und rasselnd in die hohen Lehmwände einfraßen. Begehrt waren auch die absonderlich geformten Löspuppen, die man dort finden konnte. Seit einigen Jahren ist der Betrieb eingestellt.

42. Unser Bild zeigt die Turmstraße zur Jahrhundertwende und links im Vordergrund die Gastwirtschaft und Brauerei Schnatz. Dieses Haus besaß schon im 17. Jahrhundert eine Braugerechtigkeit. Im Jahre 1880 übernahm Franz Schnatz die Brauerei, welcher ein von Kennern noch heute gelobtes Bier herstellte. Der Braubetrieb wurde 1931 eingestellt. Das Haus ist heute umgebaut und beherbergt unter anderem das Farbengeschäft Seifert. Auf der Straße, der Mann mit der Lederschürze, ist der Schmied Heinrich Kapraun, dessen Enkel das Handwerk noch heute ausübt. Der Mann mit dem weißen Sack auf der Schulter ist der Jude und Stoffhändler Gottfried Borg. Rechts die Kolonial- und Eisenwarenhandlung B. Volk, das spätere Kaufhaus Petermann, musste wie alle Häuser dieser Seite der Turmstraßenverbreiterung weichen.

43. Die Breite Straße um die Jahrhundertwende. Der Blick geht von der Kreuzung der Bachstraße aufwärts zur Einmündung der Münzgasse. Links im Vordergrund erkennt man noch ein Stück des Schusterhäuschens der ledigen Gebrüder Ziegler. In den zwanziger Jahren bauten hier die Gebrüder Fuld ein Kaufhaus, worin nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1978 die Post untergebracht war. In dem hohen Backsteinbau befand sich früher die jüdische Metzgerei Neumann, später ein Tabakladen. In dem anschließenden Brau- und Gasthaus 'zum Ochsen' wird 1737 als erster Ochsenwirt der Centhauptmann Hans Peter Hoek erwähnt. 1872 kaufte der Brauer Johann Friedrich Eder die Brauerei der sie, dank seines Fleißes, bald gegen die Bachgasse erweitern konnte. Aus diesen bescheidenen Anfängen wuchs der heute bedeudenste Industriebetneb unseres Ortes,

44. Neubau der Brauerei Eder vor dem Ersten Weltkrieg. Raumnot zwang im Jahre 1901 den Gründer der Brauerei, Johann Friedrich Eder aus Brühl in Baden, auf das Gelände des Lagerkellers (rechts) am Stadtweg vor dem Ort eine neue Brauerei zu bauen. Hier bot sich genügend Raum für einen modernen maschinell eingerichteten Braubetrieb. Heute steht links im Vordergrund die Villa der Gebrüder Eder. Das hohe Sudhaus wurde im Jahre 1955 neu gebaut und mit repräsentativen Kupferkesseln ausgestattet, jedoch bereits 1977 stillgelegt und das neue große Sudhaus in Betrieb genommen. Ein Teil des niedrigeren Backsteinbauers blieb erhalten. An der Stelle des Lagerkellers stehen heute Bürogebäude. Der Bierausstoß betrug: 1901-5700 Hektoliter, 1938/1939 34000 Hektoliter, 1954-48721 Hektoliter, 1969-200 000 Hektoliter und gegenwärtig um 800000 Hektoliter.

45. Diese alte Postkarte aus der Zeit vor 1914 zeigt links oben den spitzen Turm mit dem angebauten Gasthaus 'zum Turm'. Der große Sandsteinbau der 'Neuen Welt' war Lagerkeller der Schwanenbrauerei. Das Bild darunter zeigt das mühsame tägliche Wasserholen am Brunnen vor dem Anwesen des Felix Hoek, einem bedeutenden Renaissancebau aus der Zeit um 1600. Rechts daneben geht der Blick von der Eichbrücke mit dem Sankt Nepomuk aufwärts in Richtung Rathaus. Im dritten Haus auf der linken Seite befand sich die jüdische Synagoge. Rechts ist am Haus des 'Beigeordneten' E. Hoek das Bürgermeisterschild zu erkennen. Im Bild darüber sehen wir die Bachstraße aufwärts vom Anwesen Klug vorne rechts, zum 'Storkskrär' (Koch). Das offene Bachbett ist mit Bruchsteinen eingefasst und Holzbrücken führen zu den Höfen. Auf der linken Seite sehen wir die Brauerei Adalbert Hoek (Daus) und die Ochsenbrauerei (Eder).

46. Kurz nach der Erbauung des damals neuen Schulhauses 1907 entstand diese Karte. Wo heute Häuser stehen, breitete sich damals noch gutes Ackerland. Rechts geht der Blick von der Eichbrücke vorbei am 'Storskrämer' (heute Eisvenezia) und dem schwach erkermbaren Brunnen vor der Bachgauapotheke die Breite Straße aufwärts zur Münzgasse. Links unten sehen wir die Bachstraße aufwärts. Am offenen Bachlauf steht rechts das ehemalige Gasthaus 'zur Linde' (heute Ritter und Vogt). Die beiden Lindenbäume wurden bei der Welzbachregulierung 1932 beseitigt, In der Oberen Bildreihe sehen wir links einen Teil des Marktplatzes, im Bild daneben die Breite Straße mit dem Rathaus, Das hellverputzte einstöckige Giebelhans rechts, mit dem Rundbogentor, ist dem Neubau der Familie Adelmann gewichen. Rechts oben sehen wir nochmals die ehemalige Turmpforte. Im Vordergrund rechts steht heute das Sportstudio Klein.

47. Diese Ansichtskarte entstand um 1908. Links oben geht der Blick von der ehemaligen Bäckerei Klement, welche auf dem Bild rechts daneben zu sehen ist, die Haarstraße abwärts zur 'Besch', Auf der rechten Straßenseite wird gerade die Gemischtwarenhandlung Fehn umgebaut. Sie besteht als modernes Geschäft noch heute. Links steht noch der alte Brunnen. Interessant ist die Abwalmung der heute vielfach veränderten Hausgiebel. Unten links steht die heutige alte Schule als Stolzer Neubau vor freiem Feld. Rechts unten in der Breiten Straße hat sich auch manches geändert. Das hohe Haus rechts ist heute Teil der Tankstelle Reinhardt. Der Eisenzaun am Rathaus wurde durch eine Bruchsteinmauer ersetzt.

48. Das Anwesen Ewald, nach der alten durchgehenden Nummerierung war es das Haus Nr. 1 in Großostheim stand an der Ecke Bachstraße und Pfarrgasse. Dieses Haus ist typisch für die Bauweise im engen alten Ortskern. Die Häuser waren selten unterkellert. Der Keller befand sich meist unter der Scheune, Auf dem nicht sehr tief reichenden Grundmauerwerk aus Sandstein liegen die Schwellenbalken (unser Bild) aus Eichenholz. War der Stamm recht krumm gewachsen, richtete man die Mauer danach. Den oberen Geschossabschluß bildet der durchgehende Rähmbalken über den Fenstern, in welchen die senkrechten Stander und die schrägen Streben eingezapft sind, Diese sind in halber Geschoßhöhe durch eingezapte Querriegel verstellt. Über dem Buben mit Rad ist das im Ort verbreitete Spionfensterchen zu erkennen. Der Hoftorpfosten ist aus Resten eines einst repräsentativen Torbogens aufgemauert.

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