Großostheim in alten Ansichten Band 1

Großostheim in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Ewald Lang
Gemeente
:   Großostheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1055-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großostheim in alten Ansichten Band 1'

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59. Am 27. Mai 1915 schickten die sechs strammen Soldaten auf unserem Bild diese Feldpostkarte ihrer Freundin Gretchen Höflich. Damals zog man noch mit Begeisterung in den Kampf. Die Einstellung zum Krieg hat sich aber inzwischen glücklicherweise grundlegend geändert. Auf dem Bild sind von links nach rechts zu erkennen (oben): Natz Becker, Gabriel Reus, der Vater unseres Forstaufsehers in Ruhestand, sowie Josef Höfling. In der unteren Reihe sehen wir von links: Hannes Zahn, der Mitbegründer der Russenfabrik, Otto Hoek (Marktpeter) und Johann Schmidt. Solch ein Bild hat bestimmt manches Mädchenherz höher schlagen Jassen.

60. In den zwanziger Jahren, unter Burgermeister Eder, entschloss sich die 'Gemeinde' für den letzten Weg ihrer Bürger ein zeitgemäßes und würdevolles Fahrzeug zu erwerben. Vorher hatte man die Verstorbenen auf einer hölzernen Bahre zum Friedhof getragen, wobei die Träger ob des reichlich genossenen Trösterweines nicht immer ohne 'Zwischenfall' dort ankamen. Es wurde ein fast neuwertiger 'Leichenwagen' von einer Frankfurter Pietät um 1 200 Mark gekauft. Wie früher der Bahre, so folgten nach altem Brauch die Angehörigen des Verstorbenen dem Wagen, welcher bis 1967 im Gebrauch blieb. Er könnte heute ein Prunkstück im Bachgaumuseum sein, wäre er nicht demoliert worden. Unser Foto zeigt den Wagen bei seiner letzten Fahrt. Die schwarzverhangenen Pferde lenkt Josef Haas.

61. Während des Ersten Weltkrieges arbeiteten russische Kriegsgefangene in Großostheim, Die meisten arbeitsfähigen Männer waren 'eingerückt' und so halfen die Russen bei der Haus und Feldarbeit. Ihre Fertigkeit in der Herstellung von Kinderspielzeug. besonders von Tauben mit beweglichen Flügeln, wird noch heute gerühmt. Auch der Bäcker Klement, der Zwieback an Krankenhäuser bis nach Ungarn lieferte, hatte zwei Russen im Haus, die wie Familienmitglieder behandelt wurden und auch nach dem Kriege noch Kontakt mit der Familie pflegten. Im Türbogen seiner Gartenlaube steht der Bäcker Klement. rechts und links von ihm mit Schirmmütze die Russen, links davor seine Kinder Babette und Georg. Rechts stehen Lina und Theo Neumann, die Kinder des jüdischen Metzgers Hermann Neumann.

62. Die Freiwillige Feuerwehr wurde 1868 gegründet. Vorher war es die Pflicht jedes männlichen Ortsbürgers von 25 bis 55 Jahren, bei der Brandbekämpfung mitzuwirken und einen ledernen Feuereimer zu stellen. Im Brandfalle bildete man eine Eimerkette vom Bach zum Brandherd, wo dann die Feuerspritzen gestillt wurden. Die neueren Handspritzen von der Jahrhundertwende, wie auf unserem Bild, konnten das Wasser dann schon ansaugen. Unser Bild zeigt die Feuerwehr bei einer Übung in der Bahnhofstraße. Josef Eichelsbacher, der von 1926 bis 1942 Feuerwehrkommandant war, gibt seine Anweisungen. Neben ihm steht sein Nachfolger Herbig und der dritte von links ist der spätere Kommandant Georg Flügel. Im Hintergrund ist eine der alten Handspritzen zu erkennen, welche heute im Bachgaumuseum ausgestellt sind.

63. Früher ging es 'hoch her' bei der Großostheimer 'Fasenacht'. Der Großostheimer Karnevalsverein mit seinen rührigen Mitgliedern und seinem Präsidenten Willi Fuchs veranstalteten Faschingssitzungen mit gepfefferten Büttenreden, ein Prinzenpaar wurde gekürt und ein großer Faschingszug aufgestellt. Eine Blütezeit erlebte der Verein nochmals nach dem Zweiten Weltkriege als er der Bevölkerung nach einer senweren Zeit Unterhaltung und Frohsinn brachte. Als mit dem Wirtschaftswunder das 'Schlappenkino' seinen Siegeszug antrat, bedeutete es das Ende für diesen unvergessenen Verein. Auf unserem Bild sind unter anderem zu erkennen: Das Prinzenpaar Friedel Ewald und Trudel Hoek, Gustel Englert, Anton Schnabel, Willi Fuchs, Philipp Höfling, Gärtner Strötz, Schmied Kapraun, der Maler Goldmann, Hessier Adam, Margrit Karn, Else Birner, Greta Höflich und Albert Reus.

64. Der Turnverein wurde erstmals 1895 gegründet und 1900 kam es zur Neugründung des T.V. Großostheim. Dieses Foto dürfte aus diesem Anlass entstanden sein. Es könnte ebenso gut heute aufgenommen sein, so klar und bekannt erscheint so manches Gesicht. Viele der Turner erkennt man an der 'Art'. So manschet wird seinen Groß- oder Urgroßvater hier zum ersten Mal als jungen Mann sehen. Christian Gutjahr, rechts unten mit der Trommel, ist mit neunundneunzig Jahren der letzte noch Lebende auf diesem Foto. Weiter sind zu erkennen von links, obere Reihe: Dahlem, Böffinger, A. Wagner und L. Schilling. Mitte stehend: Bickert, J. Geistler, G. Gutjalu, G. Volk, A. Kapraun, Ph. Höfling, J. Becker und J. Reising, Mirte sitzend: G. Kaprann, J. Vonder, Heyd, Reinhard, G. Höfling, K. Fäth und N. Kapraun. Untere Sitzreihe: vierter von links G. Sommer, liegend O. Kapraun und Chr. Gutjahr.

65. Der 'Sportclub Frankonia' schaut auf eine erfolgreiche Vereinsgeschichte zurück, Stolz blicken uns die jungen Athleten auf dieser Foto, das kurz nach der Gründung 1900 entstanden ist, entgegen. Allen voran 'Kaprauns Dick' (Jakob Kapraun) in der Mitte hinter dem Vereinsschild. Die Aufnahme entstand im Hof des ehemaligen Gasthauses 'zum Turm', Zu erkennen sind von links, obere Reihe: K. Zang, J. Höfling und A. Höfling. Zweite Reihe, fünfter von links: V. Höfling, Göbel, P. Kehrer-Schmied (siehe Bild 14) mit Schnurrbart und W. Keimig. Dritte Reihe: R. Haas, J. Eichelsbacher, J. Hotz, E. Johe, 1. Hessier und K. Englert. Vierte Reihe, stehend: A. Strehl (dreiundachtzig Jahre alt), sitzend C. Becker, F. Wagner, 1. Kom, J. Kapraun, W. Flügel, J. Höfling, stehend Kapellrneister J. Hefbig und G. Zang mit Schürze.

66. Der Verein für Rasensport wurde 1918 als 'Fußballclub' gegründet. Rasensport war es damals noch nicht, denn es wurde anfangs meist auf Kleeäckern gespielt. 1924 stellte die Gemeinde einen Sportplatz am Unterwald zur Verfügung ('hoch der Sportplatz Lauerseich') und 1930 ein Sportgelände auf der Südseite der Pflaumheimerstraße, gegenüber der späteren Bachgauhalle. Hier entstand auch unser Foto mit der grün-schwarzbedreßten Fußballmannschaft und ihrem Torwart Ferdinand Spahn in der Mitte. Damals üblich waren die recht langen Kniehesen. Rechts außen sind unter anderem Willi Fuchs und Philipp Höfling zu erkennen. Im Jahre 1951 konnte dann auf dem neuerstel1ten Bachgaustadion gespielt werden und gegenwärtig entsteht ein neuer Sportplatz in unmittelbarer Nachbarschaft.

67. Die Bachstraße an der 'Wet'. Der Welzbach, der bis 1933 offen durch unseren Ort floss, war eine wichtige Lebensader. Er diente als Viehtränke, Waschplatz und als Tummelplatz für Enten und Ganse. Sein Wasser speiste die 'Wet', den ehemaligen Dorfweiher, der die Fläche des Gartens links im Vordergrund einnahm und unter anderem eine Reserve für Brandfälle bildete. Eine andere Art von 'Brand' löschte er durch die Entnahme von Brauwasser. Der Polizeidiener soll dann bekannt gegeben haben: 'Heit werd nit in die Besch gekackt, moasche werd gebraut!' Rechts außen steht stramm der Gendarm Schwarz vor seiner Dienststelle. Die Damenmode war alltags langer Rock mit Bluse und weiße Schürze mit oft rüschchenverzierten Trägem. Ältere Frauen waren dunkel gekleidet. Das zweite Haus links ist die Gastwirtschaft des 'Mattsommers Konraädchen'. Dahinter der hohe Bau gehört zur Schwanenbräu,

68. Die Haarstraße, hier um die Jahrhundertwende von der Bachstraße aus aufgenommen, hat ihr Gesicht gewandelt. Das große Gebäude rechts ist das ehemalige Gasthans 'zur Linde'. Heute befindet sich hier die Buchhandlung Ritter und Vogt. Über den Kindern an der Haustüre erkennt man ein 'Spionfensterchen'. durch welches Besucher erst einmal in Augenschein genommen wurden. Gegenüber, in der ehemaligen jüdischen Metzgerei von Max Neumann, ist heute ein Friseursalon eingerichtet. Der Schuppen und die hohe Scheune dahinter sind heute zu Wohnhäusern umgebaut. Die Scharen der Ganse, die sich hier tummelten, haben sich wohl vor dem ungewohnten Fotoapparat in den Hintergrund get1üchtet. Die beiden Frauen in der Mitte der Straße mit dem Wäschekorb kommen vom Bach; hier wurde früher allgemein die Wäsche gewaschen,

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