Großostheim in alten Ansichten Band 2

Großostheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ewald Lang
Gemeente
:   Großostheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5488-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großostheim in alten Ansichten Band 2'

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9. Die Familie Petermann betrieb bis November 1959 in der Breitestraße 27 ein Gemischtwarengeschäft. Anfangs der 1960er Jahre wurde das Haus an der Ecke Breitestraße/Turmstraße abgerissen, weil es dem Verkehr im Wege war. Betrachtet man sich diesen Platz heute, so wäre das Haus vom städtebaulichen Aspekt her wohl besser stehengeblieben. Auf unserem Foto, das um das Jahr 1913 entstanden sein dürfte , ist als Mittelpunkt das Kaufhaus Petermann zu sehen. Aus dem Fenster schaut Johann Petermann. Mitten auf der Breitestraße stehen - heute bei dem dort herrschenden Verkehr undenkbar - von links: unbekannt; Gertrud Schnatz (1890-1976) und Emma Klug geb. Schnatz (1889-1954). Die Kinder sind, von links: Eva Petermann verh. Kämmerer (1909-1987) und Hilde Petermann verh. Petermann. Auch am Brunnen herrscht reger Betrieb, Es sind zu sehen, von links: Maria Dill verh. Schwinger (1901-1990), Anna Kapraun (verh. Haas/1898-1978) und Rosa Kapraun (verh. Müller/1910-1990).

10. Das Fachwerk des aus dem 17. Jahrhundert stammenden Hauses Breitestraße 37 ist leider bis heute noch immer unter Putz verborgen. Der große Torbogen aus Sandstein ist noch erhalten, der Schlußstein trägt die Jahreszahl 1618. In Großostheim gibt es noch eine Anzahl verputzter Fachwerkhäuser. Doch nach und nach kommt so mancher 'Wilde Mann' und manches 'Andreaskreuz' zum Vorschein und verschönt mit seinem jahrhundertealten Fachwerk das Ortsbild. Seit einigen Jahren hat deshalb der Markt Großostheim seine Zuschüsse für Fachwerkfreilegungen beträchtlich erhöht. Auf unserem Foto schaut Therese Wagner geb. Kehrer (1890-1981) aus dem Fenster. Sie nannte das Foto 'Das Bild mit den vier Gänsen'. Vor dem Haus stehen, von links: Katharina Stegmann verh. Fischer (1900-1981), Juliana Kausch verh. Grimm (1899-1961) und Juliana Kehrer verh. Höfling (1893-1938).

11. Unser Foto zeigt das aus dem späten 18. Jahrhundert stammende Haus Breitestraße 41. Das früher verputzte Fachwerk wurde schon vor längerer Zeit freigelegt. Aus den Fenstern im Erdgeschoß schauen, von links:

Maria Carnier (1857-1916) und ihre Schwester Katharina Wagner geb. Carnier (18561927. Vom Obergeschoß aus blickt der Postbote Michael Wolf (1853-1920) auf seinen Postkarren. den er vor dem Haus abgestellt hat. Das Anwesen befindet sich heute im Besitz der Familie Schmitt. Die Vorfahren dieser Familie hatten früher das Amt des 'Hasenhegers' inne, eine ältere Bezeichnung für Jagdaufseher.

12. Das heute schon längst abgerissene Haus der Familie Straulino, Grabenstraße 15, stand an der ehemaligen Turmspforte, gegenüber dem Spitzen Turm. Der Hausherr Jakob Straulino (1886-1940) steht ungefähr an der Stelle, an der sich früher das Treppentürmchen befand, das den Aufstieg zum Wehrgang ermöglichte. Von dort gelangte man über das Tor zur Einstiegsöffnung des Spitzen Turmes. Die Turmspforte an der Pfiaumheimerstraße war eine mächtige Befestigungsanlage mit einem Doppeltor (eine sogenannte Zwingeranlage). Im Jahre 1874 brach man aus Gründen des wachsenden Verkehrs diese Toranlage ab; nur der 28 m hohe Spitze Turm blieb als wehrhaftes Wahrzeichen des Marktes Großostheim erhalten. Das Mädchen auf dem Foto ist Lisbeth Köhler, die 1940 den Fotografen Franz Morhart heiratete , von dem viele Fotografien in diesem Bildband stammen. Der kleine Junge ist Alfred Haas (1925-1989).

13. Der Birkenhain, auf dem Foto von der Bachstraße aus gesehen, erinnert mit seinem alten Namen an die erste Großostheimer Ortsbefestigung. Bevor im Jahre 1491 die Ortsmauer gebaut wurde, umgab ein Graben mit einem Erdwall den damals noch kleineren Ortskern. Auf dem Wall pflanzte man eine dichte Hecke, den 'Hain'. Dies bildete ein wirksames Hindernis gegen feindliches Fußvolk, Reiter und wilde Tiere. Auf unserem Foto steht die Familie des Tünchers Höfling vor ihrem Wohnhaus. Von links: Gabriel Höfling (1908-1954), er war langjähriger 1. Vorsitzender des VfR Großostheim; Johann Höfling (1889-1946), Josef Höfling (1914-1944), gefallen im Zweiten Weltkrieg; und Rosa Höfling, geborene Strehl (1888-1970). Die Familie Höfling scheint sich der damals weit verbreiteten Taubenzucht gewidmet zu haben. Dies beweisen der Taubenschlag auf dem Hausdach und die Taube in der Hand des Knaben Josef.

14. Diese Fotografie wird wehmütige Erinnerungen an eine längst vergangene Dorfidylle hervorrufen. Das schmucke Anwesen der Brot- und Feinbäckerei Klement stand einst an der Ecke Haarstraße/Spessartstraße (heute Pestalozzistraße). Im weißen Arbeitskittel steht Bäckermeister G. Karl Klement (1872-1933) vor seinem Haus. Im Jahre 1907 erhielt er in Budapest für seinen Zwieback eine goldene Medaille. Das Anwesen wurde 1976 abgerissen und heute steht dort das Flachdachgebäude der Post. Der Brunnen vor dem Haus war einer der 14 öffentlichen Brunnen, die es zuletzt in Großostheim gab. Das verputzte Fachwerkhaus mit Walmdach gehörte Gabriel Wolf (heute Friedbert Schaad). Auch dieses Anwesen hat heute ein anderes Aussehen; es wurde aufgestockt und die Giebelseite mit Backsteinen aufgemauert. Die gemächlich über die Haarstraße watschelnden Gänse kehren von einem erfrischenden Bad im Wildgraben zurück.

15. In dem 1909 erbauten Anwesen Pfarrgasse 6 betrieb die Familie GeistIer von 1909 bis 1959 ein Kolonialwarengeschäft. Auf dem Schild über dem Ladeneingang ist zu lesen: 'Colonial- und Kurzwaren von Josef Geistier.' Im rechten Schaufenster ist irdenes Geschirr ausgestellt. Im selben Haus befand sich auch eine Rasierstube, in der der Hausherr Josef Geistier als Herrenfriseur tätig war. Früher machten die Rasierer auch viele Hausbesuche. Es war damals üblich, daB sich die meisten Männer nur alle paar Tage rasieren lieBen. Ein Dreitagebart war früher eine ganz normale Folge der Sparsamkeit. Vor dem Haus stehen, von links: Margareta Geistler geb. Waldeck (1882-1953); auf dem Arm hält sie ihre Tochter Antonia (geb. 1920); unter der Türe steht Josef Geistler (1878-1959), neben ihm die Töchter Johanna verh. Sollmann, Else verh. Edelmann (1911-1980) und Elwine verh. Kessler (1913-1988). Die beiden Töchter Hermine und Hiltrud sind nicht mit auf der Fotografie.

16. Mitte der zwanziger Jahre ließen sich Adam Schmitt (1858-1943) und seine Ehefrau Katharina geb. Kopp (1857-1932) vor ihrem Anwesen Breitestraße 6 fotografieren. Der genüßlich an seiner Pfeife ziehende Adam Schmitt war von Beruf Landwirt und Hausmetzger . Das zweigeschossige Wohnhaus wurde Anfang des 18. Jahrhunderts erbaut. Das Fachwerk im Erd- und Obergeschoß entfernte man jedoch im Laufe der Jahre. Original bis heute erhalten geblieben ist die doppelte Torbogenanlage mit einem Neidkopf. Das FuBgängerpförtchen trägt die Jahreszahl 1716. Die in der Denkmalliste eingetragene Toranlage befindet sich rechts neben dem Haus und ist auf unserem Bild nicht sichtbar. Das Erdgeschoß des Hauses erfuhr 1968 eine weitgehende Veränderung, als die 'Apotheke am Markt' eingerichtet wurde. Gegenüber dem Haus auf der anderen Straßenseite stand einst ein alter Brunnen mit hölzernem Pumpstock und einer eisengeschmiedeten Schwengelstange mit großem Endknopf.

17. Schon längst abgerissen ist das Wohnhaus der Familie Höfling, Grabenstraße 53 (heute Getränke-Schnabel). Die Fachwerkkonstruktion des Hauses war mit feldgebrannten Backsteinen ('Russen') ausgemauert. Die Petroleumlampe an der Hausfassade diente zur Straßenbeleuchtung. Auf unserem Foto, das zu Beginn des Ersten Weltkrieges aufgenommen wurde, stehen vor dem Haus, von links: Gertrudis Höfling geb. Straulino (1856-1924) und ihr Ehemann Johann Höfling (1846-1920), er war im Krieg von 1866 (Österreich gegen Preußen) in der bayerischen Armee, die auf Seiten Österreichs kämpfte, Korporal (= Unteroffizier) gewesen. Im 11. Kaiserreich wurde er in Großostheim Polizeidiener. Da früher jeder einen Spitznamen hatte wurde er 'Kabrool' genannt. Neben ihm stehen die beiden Söhne, links Jakob Höfling (1882-1927), genannt 'Dick-Kabrool', und in Soldatenuniform Peter Höfling (1895-1965). Aus den unteren Fenstern schauen, von links: Elisabeth Löffler geb. Kehrer und Elise GeistIer geb. Höfling mit ihrer Tochter Therese verh. Schnabel.

18. Das gegenüber dem spätmittelalterlichen Rathaus gelegene Anwesen Bachstraße 28 war vermutlich schon vor 1800 mit einer Brauerei verbunden. Adalbert Hock erwarb 1880 die Wirtschaft samt Brauerei und modernisierte den Betrieb. Nach seinem Tod im Jahre 1914 führte zunächst seine Witwe den Betrieb weiter. bis 1919 das Anwesen durch Verkauf an die Schwanenbrauerei überging. Die Brauerei selbst wurde stillgelegt. Die Gastwirtschaft erwarb dann Jakob Daus und er führte sie in Erinnerung an das früher benachbarte Rathaus unter dem Namen 'Ratskeller' weiter. Auf unserem Foto, das um 1910 aufgenommen wurde, ist die Gastwirtschaft der Brauerei Adalbert Hoek zu sehen. Unter dem Tor steht Dora Becker geb, Becker (1893-1963), die im Haushalt der Brauerei Hoek beschäftigt war. Die beiden Männer sind unbekannt.

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