Großostheim in alten Ansichten Band 2

Großostheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ewald Lang
Gemeente
:   Großostheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5488-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großostheim in alten Ansichten Band 2'

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19. Die Familie Schnabelließ sich im Jahre 1925 vor ihrem Wohnhaus, Schaafheimerstraße 14, fotografieren. Auf dem Foto sind zu sehen, von links: Katharina Höfling (1919-1941), ein Mädchen aus der Nachbarschaft. Aus den Fenstern schauen, von links: Anton Schnabel (1907-1970) und Johann Schnabel (1905-1982). Vor dem Haus stehen, von links: Kar! Schnabel (1910-1928), der Hausherr Josef Schnabel (1879-1951), Margareta Schnabel verh, Rollmann (1909-1992), Emma Schnabel geb. Klug (1882-1970), Anna Schnabel verh. Daus (1908-1980). Vor ihr steht Frieda Schnabel verh. DressIer und rechts neben ihr Nikolaus Schnabel (1914-1941, gefallen). Der jüngste Sohn der Familie, Otto Schnabel (1925-1945, gefallen), war zum Zeitpunkt der Fotoaufnahme noch nicht auf der Welt.

20. Auf dem 1927 enstandenen Foto ist die Schankwirtschaft 'Schwanenkeller' an der Pflaumheimerstraße zu sehen. Das Gasthaus und besonders die Hausfront zur Straße sind heute völlig verändert. Erhalten geblieben, wenn auch in modernisierter Form, sind die Kegelbahn (links im Bild) und der stattliche im Jahre 1877 aus Sandsteinquadern erbaute sogenannte SchwanenwirtsBierkeller im Hof des Anwesens. Unter dem Tor steht die Wirtin Anna Bayer geb. Koch (1897-1964) und vor ihr ihre Kinder. von links: Josef (1920-1941), Frieda verh. Reus (1923-1989) und Gabriel (1922-1944). Beide Söhne sind im Zweiten Weltkrieg gefallen. Das vierte Kind der Familie Bayer, die Tochter Meta, wurde erst später geboren. Vor dem Gasthaus stehen, von links:

Josef Strehl (1911-1985), der Wirt des 'Schwanenkeller' Johann Bayer (1895-1957), Adam Volk (1892-1961) und Katharina Volk (1923-1989).

21. Ein Bliek in die Gaststube des 'Schwanenkeller' . Anfangs stand nur ein Raum als Gastzimmer zur Verfügung. Außerdem sorgten noch eine Kegelbahn und eine Gartenwirtschaft für Umsatz. Johann Bayer und seine Frau Anna übernahmen den 'Schwanenkeller' im Jahre 1925 und führten ihn bis 1957. Am Neujahrstag 1941 trafen sich zu einer geselligen Runde, sitzend von links: Otto Zahn (1908-1966), Philipp Korn (1890-1966), Alois Ostheimer (1898-1965), Heinrich Kapraun (1874-1960), Josef Wagner (1903-1985), Anton Simon (1891-1964), Joharm Bayer (1895-1957), Anna Bayer (1897-1964), Georg Sommer (18711945). Stehend, von links: J osef Koch (1899-1969) und Josef Hoek (1892-1973).

22. Bis weit in das 20. Jahrhundert waren der Welzbach und die Brunnen die Wasserlieferanten für Mensch und Vieh. Wer heute die Annehmlichkeiten einer Wasserleitung genießt, macht sich kaum eine Vorstellung von den Schwierigkeiten, die früher tagtäglich mit dem Transport des Wassers zusammenhingen. Am 2. März 1927 vergab der Gemeinderat den Auftrag zum Bau einer Wasserleitung und anfangs Oktober 1927 waren alle Anschließer in den Genuß des t1ießenden Wassers gekommen. Das Foto, mit dem Bliek von der Bachstraße in die Kitzelgasse, zeigt nicht etwa die verheerenden Folgen eines der dort früher zahlreichen Hochwasser. Es ist vielmehr zu sehen, daß nach dem Verlegen der Wasserleitungsrohre die Straßenoberfläche noch nicht wiederhergerichtet ist. Den Passanten blieb nichts weiter übrig, als durch zähen 'Brabbs' zu waten. Das aus Sandsteinfindlingen bestehende Pflaster wurde dann mil Basalt- und Granitpflastersteinen ausgeflickt. Das große Hoftor und das sich anschließende Haus gehörten damals wie heute zur Metzgerei Roos. Das Mädchen ist Eleonore Kieser verh. Hoek.

23.Der Welzbach durchfloß seit urdenklichen Zeiten Großostheim. Die 'Besch' wurde nach dem Bau der Wasserleitung überflüssig und 1932133 innerhalb des Ortsbereichs kanalisiert. Auf unserem Foto, das vor 1932 von dem Asehaffenburger Kunstmaler Adalbert Hoek aufgenommen wurde und einen Teil der Bachstraße zeigt, ist der Lauf des Welzbaches zu erkennen. Das Haus auf der linken Bildseite wurde nach dem Krieg abgerissen. In ihm wohnte die Jüdin Sophie Dornheimer, die wie die meisten Großostheirner Juden in einem Konzentrationslager ums Leben kam. Neben dem Haus befand sich einst die 'Wet', ein Dorfweiher und Viehtränke, der auch eine Wasserreserve für Brandfälle bildete. Im ersten Anwesen auf der rechten Bildseite war bis 1931 die Gendarmeriestation untergebracht und anschließend stand die Gastwirtschaft vom 'Mattsurnrners Kunnräddsche'. Der hohe Kamin im Hintergrund gehörte zur Schwanenbrauerei.

24. Zu besonderen Anlässen wurden auch früher die lieben Kleinen von ihren Eltern fein herausgeputzt. So an Sonn- und Feiertagen, zu Familienfesten oder wenn ein reisender Fotograf nach Großostheim kam. Im Jahre 1907 knipste der Wanderfotograf August Braendlein aus Schweinfurt das Geschwisterpaar Elisabeth Petermann (1904-1992) und Joharm Petermann (1902-1981). Elisabeth heiratete 1926 den Kaufmann Otto Hoek, genannt 'Markt-Peter'. Sie bekam deshalb den Hausnamen 'Markt-Lieschen'. Das zweite Kinderfoto zeigt Gabriel Jäger (1890-1979), der später in der Kanzleistraße als Sattlermeister ein Geschäft betrieb. Ein Großteil seiner ehemaligen Sattlerwerkstatt und ein ähnlicher Kindersportwagen sind im Bachgau-Museum ausgestellt.

25. Früher gingen die Kinder mit elf Jahren zur Erstkommunion. Auf unserem Foto aus dem Jahre 1921 sind die Mädchen des Jahrganges 1909-1910 zu sehen. Untere Reihe, von links: Else Kehrer (vh.Jakob), Herrn. Geistler (vh.ZeIler), Sofie Müller (vh.Wiemer), Gertr. Hoek (vh.Kapraun), Jul. Seitz (vh.Frey). Zweite Reihe: Johanna Happel (vh.Schlett), Maria Straulino (vh.Posekardt), Joh. Seibert (vh.Müller), Pfarrer Dr. Eder, Elise Reising (vh.Ott), Rosa Ballmann (vh.Kehrer), Maria Koch (vh.Sommer). Dritte Reihe: Marg. Kapraun (vh.Schuler), Hermine Becker (vh.Steigerwald), Kath. Carnier (vh.Damrich), Marg. Schnabel (vh. Rollmann), Frieda Petermann (vh.Loffel), Marg. Höfling (vh.Endres), Maria Junker (vh.Stegmann), Jul. Dahlem (vh.Höflich), Eva Petermann (vh.Kämmerer), Ther. Vonderheid (vh. Götze). Vierte Reihe: Maria Kapraun (vh.Gutjahr), Hermine Kirchner, Gertr. Bickert (vh.Hörner), Luzia Eichelsbacher (vh.Kärnmerer), Rosa Kapraun (vh.Müller), Barb. Löffler (vh.Ehmann), Maria Wagner (vh. Winke), Olga Knecht, Anna Bal! (vh.Köhler). Fünfte Reihe:

Kath. Höfling (vh.Ganzenmüller), Barb. Carnier (vh.Wenzel), Thekla Hoek, Marg. Gutjahr, Rosa Klug (vh.Berlenbach), JohannaJohe (vh.Reus), Barb. Bickert (vh.Kehrer), Anna Hartlaub (vh.Höflich), Joh. Hör, Kath. Haas.

26. Bliek in ein Klassenzimmer im Schuljahr 1934/35. An der Landkarte steht Oberlehrer Franz Kleespies (1870-1954), der jeweils die 6. und 7. Klassen zusammen unterrichtete. Neugierig wenden sich die Knaben der Jahrgänge 1921/22 und 1922/23 dem Fotografen zu. Zu erkennen sind, vordere Bankreihe , von links: Alfred Zang, Erich Kehrer, Gabriel Bayer, Georg Zobel, Gabriel Bohn, Friedbert Reinhard. Zweite Reihe: Peter Müller, Alfred Seitz, Heinz Höfling, Hermann Höflich, Alfred Dill, Hermann Metzger, Robert Reinhart. Gabriel Volk. Dritte Reihe: Willi Dill, Alfons Klein, Friedel Klug, Karl Höfling, Friedel Sommer, Robert Demuth, Gabriel Reising, Friedel Seibert, Hans Bergmann, Alfons Rollmann, Walter Zang. Vierte Reihe: Kar! Link, Kar! Bickert, Edgar Bickert, Joharm Becker, Alfred Becker, Erhard Somrner, Adam Kehrer, Joharm Fäth, Richard Zang, AIfons Roth. Fünfte Reihe: Richard Volk, Josef Müller, Ludwig Trapp, Leo Strehl, Franz Ewald. Stehend: Julius Frankenberger, Georg Koch, Otto Krenz, Karl Dressler und Rudi Hoek.

27. Nach sieben Jahren Volksschule kamen früher die Jungen und Mädchen in die Lehre. In jedem Ort gab es eine 'SonntagsschuIe', die von den Lehrlingen drei Jahre lang besucht werden mußte. Dort wurde jedoch kein berufsbezogener Unterricht erteilt, sondern nur Allgemeinwissen vermittelt. Auf unserem Foto, das um 1925 aufgenommen wurde, sind die 'Sonntagsschüler' des Jahrganges 1910/11 zu sehen. Liegend, von links: Johann Vonderheid und Konrad Fäth. Erste Reihe: Konrad Petermann, Artur Daus, Peter Kratz, Josef Volk, Josef Fäth, Lehrer Leiblein. Rachor, Franz Sommer, unbekannt, Heinrich Mühlon. Zweite Reihe, von links: Richard Keirnig, Karl Schnabel, Richard Herbig, Josef Höfling, Karl Hasenkopf, Johann Schaad, Joharm Klein, Georg Sommer, Georg Morhard. Obere Reihe: Karl Englert, Duo Petermann, Artur Kehrer, Jakob Korn, Strecker, Josef Strehl.

28. Mitten im Ersten Weltkrieg, am 24. November 1916, schlossen Johann Hoek (1883-1964) und Maria Petermann (1890-1939) den Bund fürs Leben. Das Ehepaar wohnte in der Grabenstraße 8 und betrieb eine Landwirtschaft. Die Eheleute hatten neun Kinder. Drei von ihnen starben bereits im Kindesalter und ein Sohn fiel im Zweiten Weltkrieg. Bemerkenswert ist, in welcher Kleidung Braut und Bräutigam früher vor den Traualtar traten. Damals trugen die Frauen lange schwarze Kleider aus Satin (ein solches Brautkleid ist im BachgauMuseum ausgestellt). Später wurde dann das Brautkleid meist in ein Sonntagskleid umgeändert. Die Männer waren mit einem Gehrock bekleidet und auch der Zylinder durfte nicht fehlen. Der Hochzeitsanzug war meist das einzig bessere Kleidungsstück das ein Mann früher auf dem Land besaß. Er wurde nur zu besonderen Anlässen, wie Hochzeit, Taufe oder einem Leichengang, angezogen. Am Ende des Lebens angekommen wurde sein Besitzer damit zur letzten Ruhe gebettet.

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