Großostheim in alten Ansichten Band 2

Großostheim in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Ewald Lang
Gemeente
:   Großostheim
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5488-8
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großostheim in alten Ansichten Band 2'

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29. Am Sonntag, dem 10. Oktober 1937, schlossen Heiner Edelmann und Else GeistIer den Bund fürs Leben. Die Hochzeitsgesellschaft zog vom Elternhaus der Braut in der Pfarrgasse über den Marktplatz zur Pfarrkirche St. Peter und Pau!. Die Herren trugen traditionsgernäß einen Zylinder. Auf der Fotografie sind zu sehen, von links: der Trauzeuge Nikolaus Edelmann (1904-1968), die Braut Else Geistler (1911-1980), der Bräutigam Heinrich Edelmann (1905-1982) und der Trauzeuge Willi Kessler, der bis 1963 am Marktplatz ein Friseurgeschäft betrieb. Hinter den beiden Mädchen ist links die Mutter des Bräutigams, Katharina Edelmann geb. Kapraun (1879-1958) zu sehen, neben ihr die Eltern der Braut, Josef Geistier (1878-1959) und Margareta Geistler geb. Waldeck (1882-1953). Im Hintergrund stehen Zaungäste vor dem noch verputzten Fachwerkhaus der Familie Zieger.

30. Kurz vor dem Ersten Weltkrieg ließ sich die Familie Strehl irn Hof ihres Anwesens in der Pflaumheimerstraße 14 von einem reisenden Fotografen ablichten. Zur Dekoration wurde an das Hoftor eine Tischdecke gehängt und aus der Wohnstube ein Tisch herbeigeholt. An ihrn sitzen der Schneidermeister Franz Strehl (1860-1932) und seine Frau Elisabeth geb. Hartmann (1863-1932). Hinter dem Ehepaar stehen die Kinder. von links: Severin Strehl(1898-1918, gefallen), Franz Strehl (1890-1943), Gabnel Strehl (1884-1953), RosaStrehl verh. Höfling (1888-1970) und Margareta Strehl verh.Korn (1887-1969).

31. Heinrich Höfling organisierte im Jahre 1919 in Großostheirn einige Fototermine für den Asehaffenburger 'Foto-Fuchs', Als Geschenk erhielt er dieses Familienbild. Die Familie Höfling gruppierte sich damals irn Garten und an einem Baum wurde als Hintergrund eine gemalte Kulisse aufgehängt, hier täuscht sie einen vornehmen Rokoko-Salon vor. Die Illusion wäre perfekt, wenn der Gartenboden und die lehmigen Schuhe des Knaben Heinrich nicht wären. Auf dem Foto sind zu sehen, von links: Heinrich Höfling (1904-1952), Margareta Höfling geb. Englert (1881-1959), Philipp Höfling (1879-1956) und Juliana Höfling verh. Sommer (geb. 1906).

32. Am 15. November 1954 feierte Lorenz Fey in der Bahnhofstraße 3 seinen 92. Geburtstag. Auf dem Foto sind zu sehen, von links: der Schmied Peter Kehrer aus Schaafheim, allgemein bekannt unter dern Hausnamen 'Scheffrne Honniggel'. In der Mitte sitzt das 'Geburtstagskind' Lorenz Fey (1862-1958), genannt '(s) Fey's Loesche'. Er erlernte den Beruf des 'Russenbrenners'. 'Russen' waren feldgebrannte Backsteine, die im Freien hergestellt wurden. Er war auch als Arbeiter beim Bau der Bahnlinie Aschaffenburg-Höchst dabei und zwanzig Jahre Friedhofswärter in Großostheim, Neben ihm sitzt sein Freund, der Schmiedemeister Peter Kehrer (1876-1963), genannt 'Schmidd-Päire', der in der Pfarrgasse 11 eine Schmiede hatte. Er war auch Ehrenrnitglied der Kolpingsfamilie und des Reit- und Fahrvereins. 1954 wurde ihm das Deutsche Pferdepflegerabzeichen in Gold verliehen.

33. Die Gemeinde Großostheim erwarb im Jahre 1929 das Nöthigsgut am Marktplatz. In dem Gebäude , das auf dem Foto im Hintergrund zu sehen ist, wurde 1932 ein Altersheim, das sogenannte Pfründnerheim, eingerichtet. Als jedoch die Pflegeschwestern vom Orden der 'Töchter des Allerheiligsten Erlösers' vom Mutterhaus zurückgezogen wurden, mußte das Altersheim 1955 aufgelöst werden. Anläßlich eines Erntedankfestzuges Ende der dreißiger Jahre entstand die oben zu sehende Fotografie. Für die Nachwelt im Bild festgehalten wurden drei Altersheiminsassen, die zudem noch Großostheimer Originale waren. Von links: Balthasar Reising (1866-1942), genannt 'Bärn-Balthes'; Andreas Ziegler (1866-1949), genannt 'Schnoons': und Ignaz Kehrer (1860-1945), genannt 'Essig-Naaz'. Ein 'Original' war früher häufig eine Persen, die in beschränkten wirtschaftlichen Verhältnissen lebte und für ein paar Biere und eine Vesper für Unterhaltung sorgte.

34. Bis heute gleich geblieben ist die Begeisterung vieler junger Männer für 'heiße Öfen'. Auf unserem Foto, das an Kerb 1929 vor dem Gasthans 'Ratskeller' aufgenommen wurde, sind einige Motorradfreunde aus der damaligen Zeit zu sehen. Stolz präsentieren sie ihre 'Feuerstühle' Von links: Josef Petermann, Oskar Daus, Joharm Bickert (1902-1930), Josef Hoek (1909-1991) und Heinrich Becker. Bei so manchem Zeitgenossen waren jedoch die knatternden Motorräder nicht so gerne gesehen. So ist der Ausspruch eines Großostheimers überliefert, der einstens wutentbrannt zum Fenster hinausschrie: 'Wonn se na all vrecke deen, die Stinkkerm ! Wouse na all hie wolle? Wonn se hie kumme, iss doch nix, äwwe jeder will de erseht soi!'

35. Im Januar 1922 fand bei den Englischen Fräulein in der alten Schule (heute Volksbücherei) ein Kochkurs statt. Der Kurs wurde von Fräulein Waltrudis von Dreikaiserhof, Bad Homburg, abgehalten. Stolz präsentieren die Teilnehmerinnen in ihren rüschenverzierten Schürzen die gelungenen Backwerke. Auf dem Foto sind zu seben, vordere Reihe von links: Eva Petermann verh.Nöth, Marie Hotz, Veronika Kohlenberger, Elise Zieger, Gret Damrich. Mittlere Reihe: Gertrud Reinhard verh.Kehrer, Rosa Hoek verh.Zieger, Elise Schnatz verh.Ackermann, Berta Zieger verh.Seitz, Lenchen Petermann. Hintere Reihe: Gertrud Schnatz verh.Kehrer, Anna Becker verh.Koch, Anna Zieger verh.Eichelsbacher, Gretchen Hartlaub verh.Wolf und Käthchen Höfling verh.Sommer.

36. Auf dieser und der folgenden Seite sind sechs Persönlichkeiten abgebildet, die sich in vorbildlicher Weise um die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Links: Jakob Ritter (1862-1932). Er kaufte im Jahre 1891 das Fachwerkhaus Breitestraße 2 (am Marktplatz) und eröffnete dort eine Buchbinderwerkstatt. Er war auch ein eifriger Hobbyfotografund 'schoß' mit seinem Balgenfotoapparat um die Jahrhundertwende in Großostheim zahlreiche Fotos, die heute einen großen historischen Wert besitzen. Mitte: Dr. med. Otto Keindorf (1864-1927). Er kam 1895 nach Großostheim und hatte seine Praxis in der 'Alten Post', Breitestraße 32. In Notzeiten, vor allem während des Ersten Weltkrieges und in der Inflationszeit, half er oftmals unentgeltlich. Rechts: Oberlandesgerichtsrat Hans Karch (1874-1954). Er schrieb die Ortschronik von Großostheim und wurde wegen seiner Verdienste um die Heimatgeschichte zum Ehrenbürger von Großostheim ernannt.

37. Links: der in Großostheim geborene Prof.Dr. Georg Hoek (1875-1936) war Professor für Prähistorie an der Universität Würzburg und Hauptkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege. Er war der Begründer der wissenschaftlichen Vor- und Frühgeschichtsforschung in Unterfranken. Mitte: Maria Lechner, geborene Dahlem (1885-1976). Im Laufe ihrer langjährigen und verantwortungsvollen Tätigkeit als Hebamme, hat sie über 2 000 Großostheimern ins Leben verholfen. Rechts: Franz Heim (1890-1971) war bis 1956 als Rektor an der Großostheimer Volksschule tätig. Ihm oblag die Meisterung der äußerst schwierigen Nachkriegsverhältnisse, wo total überfüllte Klassen (sechzig Schüler waren keine Seltenheit) an der Tagesordnung waren.

38. Im Herbst 1924 ließen sich der Landwirt Wilhelm Morhard und seine Familie vor ihrem Anwesen Grabenstraße 71 fotografieren. Zu sehen sind, von rechts: Wilhelm Morhard (1877-1953), der die damals bei Landwirten übliche blaue Arbeitsschürze trägt: neben ihm seine Frau Eva geb. Seitz (1883-1963), die den im Zweiten Weltkrieg gefallenen Sohn Anton (1924-1943) auf dem Arm hält; anschließend die Tochter Katharina (1908-1928) und die Zwillinge Georg (1910-1971) und Anna verh.Sommer (19101976). Im Jahre 1954 wurde am Haus das Fachwerk entfernt und die Fassade mit Steinen aufgemauert. Auch der stattliche Haustraubenstock wurde damals entfernt. Das Hoftor mit Überdachung ist heute noch erhalten.

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