Großwallstadt in alten Ansichten Band 2

Großwallstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Annemarie Markert
Gemeente
:   Großwallstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6645-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großwallstadt in alten Ansichten Band 2'

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Festwagen und Kaufhaus Scherer

11 Anläßlich der Fertigstellung der Großwallstädter Kanalisation wurde vom 3. bis 5. August 1957 ein Wasserfest, verbunden mit dem Volks- und Heimatfest, gefeiert. Die Firma Scherer beteiligte sich an diesem Festzug mit einem eigenen Festwagen, den man auf diesem Foto hier bewundern kann.

Umgebaut wurde im Hause Scherer ständig. 1957 wurde der Laden in der Hauptstraße durch Hinzunahme des Büros vergrößert und eine neue Außenfassade mit zeitgerechter Schaufenstergestaltung geschaffen.

Das nebenstehende Foto zeigt das sehr schöne neu gestaltete Geschäftshaus. Die Sattler- und Polsterwerkstatt wurde in der Hauptstraße nur noch bis 1961 betrieben und dann aufgelöst.

Am 1. Februar 1964 wurden das Haus Hauptstraße 63 und das zugekaufte Anwesen von Heini Giegerich, Engelgasse 64, abgerissen und wieder neu aufgebaut. Nach der Geschäftseröffnung im Oktober 1964 in der Hauptstraße (jetzt Nr. 21) wurde die Filiale in der Schmalzgasse geschlossen. Nun konnte das gesamte Sortiment in viel

Raum und Platz 'unter einem Dach' angeboten werden. 1960 übernahm Edi Scherer, Iosefs Sohn, das gutgehende Geschäft.

Leider wurde am 28. Februar 1982 das gesamte Geschäft geschlossen.

Die Poststelle

12 Im Gasthaus 'Zum Ochsen' war die erste Poststelle in der Gaststube untergebracht. Von dort wechselte sie 1899 als 'Postagentur' in die Wohnung des Oberlehrers Dûmler in die Hauptstraße 3, wo dessen Tochter Anna bis 1926 die Post-Kunden bediente.

Der Schreinermeister Karl Kunkel, verheiratet mit Elisabeth, wohnhaftAnkergasse 14, übernahm 1926 die Postagentur. Das Ehepaar hatte drei Kinder, deswegen konnte Elisabeth den Postdienst nicht ausüben. Doch als Karl Kunkel das zweite Mal heiratete, übernahm seine zweite Frau Antonia (Tonia) , die kinderlos geblieben war, die Postagentur und später Katharina, verheiratete Pfeuffer die Tochter von Elisabeth.

Das Haus Ankergasse 14 ist heute noch im Besitz der Familie Kunkel.

Dieses Bild hier zeigt von links nach rechts: Katharina Pfeuffer geb. Kunkel, geb. 1 911. Sie lebt heute noch alleine in diesem Haus.

Dann Karl Kunkel (1887 -1960). Er hatte bis 1949 zwischen Haus und Scheune eine Schreinerei.

Karl Weis-Schön, der spätere Ehemann von Kunkels TochterTheresia, übernahm die Schreinerei bis 1972.

Als nächstes ist Maria Hein geb. Kunkel zu sehen, die Mutter unseres Bürgermeisters Erich Hein. Sie wurde 1914 geboren und verstarb 1962.

Das Kind vorne in der Mitte ist Theresia Weis-Schön geb. Kunkel. (192 3 -19 71 ). Sie stellte während der Kriegsjahre bis 1949 die Post zu.

Das hier abgebildete Haus wurde 1911 erbaut, weil das alte Haus durch einen Großbrand sowie die Nachbarhäuser Brunn und Klement mitsamt den dazugehörigen Scheunen ein Opfer der Flammen wurde.

Über dem mittleren Fenster kann man gut das Hinweisschild der Post erkennen.

Katharina Pfeuffer führte bis 1971 die Postagentur und von 1971 bis 1976 Erich Hein in diesem Hause.

Da die Postsendungen,vor allem die Paketsendungen, allmählich so zahlreich und die Räumlichkeiten zu klein dafür wurden, bezog die Postagentur 1976 neue Räume im Erdgeschoss des Rathauses.

Schreinerei Faust

13 Dieses hier abgebildete sehr alte Haus existiert nicht mehr. Es stand früher in der Kirchgasse 1 7 und war das Geburtshaus von August Faust (1856 bis 1912). Er war von Beruf Schreiner und Kunsttischler und musizierte in seiner Freizeit. Er hatte dort auch eine Schreinerwerkstatt. August bekam von seiner Frau drei Kinder - Franz, Gertrud und Viktoria. Alle hier genannten Personen wurden in diesem Haus geboren:

SeineTochter Gertrud, später verheiratete Markert (1899 bis 1983), gebar in diesem Haus fünfKinder: 1928 Anneliese, 1930 Viktoria, 1 93 1 Karl, 1933 Gertrud und 1934 Leo.

Seine Tochter Viktoria, verheiratete Gunther (1901-1987) blieb kinderlos.

Der Sohn Franz (1903-1967) bekam die fünfKinder: 1930 Helmut, 1934 Gustl, 1938 Hedwig, 1939 Karola und 1948 Monika.

Auf diesem Bild sind zu erkennen von links nach rechts:

Am vorderen Fenster Viktoria Faust verh. Gunther, auf der Treppe vor der Türe steht Franz Faust mit Kindern aus der Nachbarschaft, am rechten Fenster sieht man die später mit Maurer JosefMarkert verheiratete Gertrud Faust. Der Name des Mannes oben am Fenster ist nicht bekannt.

Die im Hintergrund stehende Scheune wurde vom Maurer Iosef Markert im Iahre 1936 abgerissen und ein Wohnhaus für seine Familie dorthin gebaut.

1950 wurde das abgebildete Haus abgerissen und ein Wohnhaus erstellt. Die angrenzende Torhalle und Scheune wurden zu einer Schreinerei umgebaut.

Die Schreinerei, die auf dem Platz der Torhalle und der Scheune stand, wurde später abgerissen und ist bis heute noch eine freie Fläche. Auf der gegenüberliegenden Seite (früher gehörte der Besitz der Familie Haun) wurde eine neue Schreinerei gebaut. Der Sohn von Franz, Helmut Faust, führt sie heute noch.

Bäckerei Eppig

14 Der 'Eppig-Bàcker' besteht bereits seit vierhundert Jahren! Aus jeder Generation ging wieder ein Bäcker hervor, der die Tradition fortführte und das Bäckerhandwerk aufrecht erhielt.

Es ist überliefert, dass Iohann Eppig der erste 'EppigBäcker' war, der seine Bäckerei in der Hauptstraße / Ecke Ankergasse führte.

Sein Sohn Michael übernahm das Geschäft, dann dessen Sohn Georg und wiederum dessen Sohn Otto.

Ottos Sohn Engelbert, der 1997 verstarb, ist noch allen Großwallstädtern wohlbekannt und sein Sohn Fredi und dessen Frau Edeltraud sind heute noch im Geschäft, obwohl wiederum deren Sohn Karl-Heinz als Bäckermeister die Leitung in der Backstube übernommen hat.

Auf diesem Foto ist die alte Bäckerei zu sehen. Der Eingang war damals noch in der Ankergasse. Auf der Treppe stehen Otto und Maria Eppig mit ihrem Kind Engelbert auf dem Arm.

Die Treppe zur Bäckerei wurde von den Amerikanern nach dem Krieg abgerissen, jedoch später wieder neu gebaut. Außer der Fenstererneuerung wurde an diesem Haus nichts verändert.

Das Haus, das auf dem Bild links noch als kleines Stück zu erkennen ist, gehörte ebenfalls der Familie Eppig und wurde 1963 zu einer ganz modernen Bäckerei umgebaut.

Die Backstube hinter der Bäckerei wurde im Iahre 1998 vergrößert und ganz neu eingerichtet.

Eugenie Eppig, von den Großwallstädtern 'Eischenschao' genannt, hilft heute noch, 87 -jährig, aus, wo immer ihre Hilfe benötigt wird.

Karl-Heinz Eppig ist der einzige Bäckermeister im Ort, der seine Ware noch selbst herstellt. Tradition ist sehr wertvoll, wie man am Beispiel der Eppigs sehen kann.

Die Kätha

15 In diesem schönen alten, mit Blendsteinen gebauten Haus, führte Emma Ludwig ein Kolonialwarengeschäft, das sie dann an ihre Tochter Kätha weitergab, die teils die Kunden bediente und das Geschäft führte und auch ihrem Mann Karl Schnabel bei der Heimschneiderei half. Kätha und Karl Schnabel sind auf dem Bild zu sehen.

Alois Sam, der Käthas Tochter Lisbeth geheiratet hatte, baute 1952 das Geschäft um, wobei ein großes Schaufenster zur Straße hin gebaut wurde. Die schönen Gauben auf dem Dach wurden dabei leider abgerissen. Bis 1967

wurde das Geschäft nun von Lisbeth weitergeführt.

Alois Sam war Polsterer und Tapezierer und betrieb eine Bettfedernreinigung und eine Raumausstattung. 1984 übernahm Alexander, der Sohn von Alois, das Geschäft. Er und seine Frau Aloisia betreiben heute noch das Geschäft.

In den zwanziger und dreißiger Iahren wurde Großwallstadt von einer wahren Landplage heimgesucht, nämlich von Hausierern, die mit viel Zungenfertigkeit ihre Waren feilboten und somit geschäftsschädigend für die hiesigen Geschäftsleute waren.

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