Großwallstadt in alten Ansichten Band 2

Großwallstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Annemarie Markert
Gemeente
:   Großwallstadt
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6645-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Großwallstadt in alten Ansichten Band 2'

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Metzgerei Sam und Männer im Gesprach

21 Auf diesem Bild sehen wir ein Stück der Metzgerei Sam in der Hauptstraße. So sah die Metzgerei früher aus, bevor sie nach dem Zweiten Weltkrieg von Karl Sam umgebaut wurde. Er vergrößerte zunächst nur das Fenster vom Laden, nämlich das Fenster zwischen Tür und Tor. Die zwei Fenster links gehörten zum Wohnzimmer der Familie Sam. Als Kar! Sam 1963 die Metzgerei umbaute, versetzte er den Eingang ganz an die Ecke des Hauses. Dort ist er heute noch. Auch das Wohnzimmer wurde so umgebaut, dass es noch Ladenfläche ergab.

Seit 125 Iahren besteht diese Metzgerei. Die Inhaber waren: Georg, Otto, Kar! und Albert Sam. Letzterer baute 1983 noch einmal um. Heute ist er der Inhaber.

Auf diesem Foto sehen wir auch Männer, die in ein Gespräch vertieft sind. Früher war es üblich, dass die Män-

ner sonntags nach dem Hauptgottesdienst und auch nach dem Mittagessen grüppchenweise an den Straßenecken (zum Beispiel Weichgasse/Hauptstraße, Hauptstraße/ Ankergasse oder auch am 'Roten-Eek') standen, um sich die neuesten Dorfereignisse zu erzählen und über Gott und die Welt zu reden. Solch eine Gesprächsrunde ist hier vor demAnwesen der Metzgers-Familie Sam Hauptstraße/Ecke Ankergasse zu sehen. Von links nach rechts sind hier in 'Männergespräche' vertieft: ]osefBüchler (18951970), JosefHirsch (1908-1983), wahrscheinlich Karl Markert aus der Ankergasse (1906-2000), Schmiedemeister Franz Klement aus der Ankergasse (1867 -1944) sowie Karl Schnabel aus der Obernburger Straße (18961963).

Bäckerei Hartlaub und Dorfbrunnen

22 Auf diesem 1938 aufgenommenen Foto ist die Bäckerei Hartlaub zu sehen mit dem Dorfbrunnen davor. Es handelt sich hier um die Kreuzung Hauptstraße, Turmgasse, Kirchgasse und Frühlingsstraße.

Am Brunnen haben sich für das Foto postiert, von links nach rechts. in der oberen Reihe: Alois Sam und Ludwig Kroth.

Untere Reihe: Maria Schnabel, Eugen Hirsch, ein Herr Stürmer, dessen Vorname nicht ermittelt werden konnte, Josef Schadt, Iosef Englert und Karl Kroth aus der Kirchgasse, ferner Karl Kroth aus derTurmgasse, Emil Schnabel, Valtin Kroth, Elisabeth Geis, Maria Geis, Richard Odenwald, Otto Markert, Eugen Odenwald (Hirschbauer), Karl Hartlaub, Marianne Kroth, Leo Hohm (mit Hut), Iulius Suffel (mit Fahrrad) und Franz Fischer.

Um 1900 wurde die Bäckerei Hartlaub von dem Ehepaar Georg (1873 -1 951) und Katharina Hartlaub geborene Giegerich (1883-1960) gegründet. Sie hatten drei Kinder: Karl (1905-1972), Alfons (1910-1991) und Elise (1913-1975), die auf dem Foto oben aus dem Fenster schaut.

Am 2. jannar 1941 übernahm Sohn Karl die elterliche Bäckerei zusammen mit seiner FrauAnna geborene Fischer und am 22. Februar 1971 übergaben sie das Geschäft an den gemeinsamen Sohn Richard und dessen Frau Alma, die die Bäckerei bis 1999 führten.

Ab den fünfziger [ahren wurde die Bäckerei immer mal wieder renoviert und umgebaut.

Heute ist der Verkauf von Backwaren verpachtet.

Die Geschwister Haun

23 DerVater Haun, dessen Vorname nicht mehr zu ermitteln war, von dessen Nachkommen hier die Rede sein soll, kam ursprünglich aus Waldaschaff und war in Großwallstadt zum Bürgermeister gewählt. Dieses Amt bekleidete er von Dezember 1850 bis September 1860.

Sein Sohn Nikolaus, Großwallstädter Bauunternehmer und finanziell gut gestellt, verheiratet mit Barbara, geborene Trier, hatte mit ihr sieben Kinder: Anna Haun, Margarethe Haun, in Kleinwallstadt verheiratete Rittger; Franz Haun, nach Kronach verzogen; Barbara, in Kleinwallstadt ebenfalls verheiratet mit einem Mann namens Rittger; Georg, der in Großwallstadt blieb und dort Anna Sam heiratete. Dort wohnte er mit seiner Familie, nämlich Frau und sechs Kindern, in der Kirchgasse 22 neben dem Pfarrgarten. Er übte den Beruf des Landwirts aus. Sein Haus hat er dem Schreiner Faust verkauft, der es abriss, um eine Werkstatt zu bauen, die heute noch besteht. Nikolaus hatte noch zwei Töchter: Karola, verheiratete Schönhofer (1867 in Großwallstadt geboren, 194-0 in Wien verstorben); und Maria, verheiratete Hacher (1868 in Großwallstadt geboren, sechs Iahre nach ihrer Schwester in Wien verstorben). Beide waren Lehrerinnen in Wien und sind hier auf diesen Fotos abgebildet.

Der Bauunternehmer Nikolaus Haun war schon ein fort-

schrittlicher Mensch, der unüblicherweise seinen beiden Töchtern ein Lehrerstudium ermöglichte. Beide Töchter verschlug es durch Heirat nach Wien, wo sie kinderlos blieben und auch dort verstarben.

Der in Großwallstadt gebliebene Sohn Georg hatte mit seiner Frau Anna sechs Kinder, nämlich Franz (Schneider, Neubaugasse 125 1/7, Großwallstadt) , Karl (wohnhaft in Wörth, 194-1 in Russland gefallen), johann (Schlosser, Ankergasse 92, Großwallstadt), Iohann (später verheiratet mit Hedwig Schorck, Großwallstadt) .josef (194-4- in Russland gefallen), Ludwig, (Gemeindekassier, wohnhaft Kirchgasse 22, Großwallstadt) und Linus (Großwallstadt, seit 194-4- in Rumänien vermisst).

Iohann und Hedwig hatten drei Kinder: Kurt, Annemarie und Gisela. Kurt ist mit lnge Heß verheiratet und hat mit ihr zwei Söhne. Annemarie heiratete einen Mann namens alt. Sie verstarb im Februar 1999. Gisela, verheiratete Hillerich, lebt heute noch mit ihrer Familie in Seckmauern.

Eine Schulklasse

24 Dieses Bild zeigt die Lehrerin Hedda Deckert im Iahre 1967 mit den extra für das Foto eng zusammengerückten Erstklässlern, von links nach rechts: Ulrike MûhIon, Martina Schmitt und Heidrun Herdt.

Zweite Reihe, von links nach rechts: Carmen Kohl, Klaus Heeg, Rosalinde Hein, Iosef Hein, Dietmar Berninger und Gunhilde Schnabel.

Dritte Reihe, von links nach rechts: Karl-Heinz Breitenbach, Gerd Hartlaub, Karin Schwarze, Michael Köhler, Monika Markert und Alexander Giegerich.

Vierte Reihe, von links nach rechts: Dieter Hain, Uwe Fischer, Camelia Odenwald, Giuseppe Lapresa, Karl Vogel und Roland Giegerich.

Fünfte Reihe, von links nach rechts: Irmtrud Mühlon, Martin Völker, Matthias Giegerich, Brigitte Hess, Armin Vogel und Bärbel Kullmann.

Letzte Reihe, von links nach rechts: Ulrike Zeisberger,

Andrea Zengel, Ursula Scherer und Matthias Seitz. Fensterreihe, stehend von vorne: Eekhard Markert, Roland Eppig, Bernd Karl, Klaus Schwarzkopf, Bernhard Schnabel, Stefan Giegerich und Jürgen Reis.

Diese Kinder wurden noch in dem Schulgebäude in der Hauptstraße unterrichtet, in dem heute die 'Gesellschaft zur beruflichen Förderung, Aschaffenburg' Jugendliche für einen handwerklichen Beruf ausbildet.

Die Klassenzimmer waren meist mit Klapptischen und Bänken ausgestattet. Von den Tischen konnte man die Klappe hochheben, um zum Beispiel die Tafel hineinzulegen, oberhalb der Tische befand sich eine Rille für den Griffel ader den Federhalter und in der Mitte der Rille eine Vertiefung für das Tintenfass.

Zwei Kinder saßen jeweils auf einer Bank und teilten sich einen Tisch.

Der Kastanienbaum

25 Dieser zweihundert Iahre alte Kastanienbaum steht in Großwallstadt vor dem Kriegerdenkmal. Hier auf dem Foto kann man das dahinterstehende Kriegerdenkmal gut erkennen, auf dem mit Gedenktafeln an die Gefallenen aus dem Ort erinnert wird.

Dieser wunderschöne robuste Baum kann auch oft ein gut sichtbares Hinweiszeichen für Auswärtige sein, die nach dem Weg fragen, wenn ich mal wieder' die Gass gekehrt habe' und wie so oft nach dem Weg gefragt werde. Eine Großwallstädterin stand neben mir, als wir wieder einmal nach dem Weg nach Aschaffenburg gefragt wurden und sie antwortete in ihrem ureigenen Dialekt: 'Fahren Sie geradeaus bis zum 'Kastaonschesbaorn' und dann

rechts, dann sind Sie auf dem richtigen Weg.'Vor diesem Baum teilt sich die Weichgasse: Rechts wird daraus dann die Großostheimer Straße und links die Mörnlinger Straße. Links hinter dem Kriegerdenkmal sind die Metzgerei und Gaststätte Glaab (ehemals Köhler) gut zu erkennen.

Auf der nächsten Seite fmden Sie das Foto und den Text der alten Metzgerei und Gaststätte Köhler.

Zu fällen einen schönen Baum braucht's '/2 Stunde kaum. Doch eh' man ihn bewundert, - bedenk' oh Menschvergeht wohl ein Jahrhundert!

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