Güsten in alten Ansichten

Güsten in alten Ansichten

Auteur
:   Gerhard Donath
Gemeente
:   Güsten
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5455-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Güsten in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

Mit freundlicher Unterstützung der Europäischen Bibliothek in Zaltbommel war es möglich, im Rahmen des Kennenlernens von Städten und Gemeinden der östlichen Bundesländer auch die Eisenbahnerstadt Güsten mit einer Auswahl von Ansichten vorzustellen. Die Bilder umfassen den Zeitraum von 1846 bis 1930 und lassen bei den älteren Einwohnern Erinnerungen wach werden, während die Jüngeren und Hinzugezogenen mit diesem Band einen Einblick in die Vergangenheit unserer Stadt erhalten.

Güsten erhielt am 26. März 1373 durch die Fürsten Heinrich IV., und Otto 111. Stadtrecht und Wappen. Urkundlich wird der Ort als 'Guddenstein' in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos I. zum erstenmal 970 erwähnt. Der frühere Lehrer und Heimatforscher Carl Reichert, der sich in dankenswerter Weise um die Geschichte unserer Heimatstadt verdient gemacht hat, vermerkt: Als Siedlungsort ist Güsten viel älter als 1 000 Jahre. Das älteste Zeugnis menschlichen Wohnens in unserem Siedlungsraum ist ein aufgefundener Trinkbecher sowie Werkzeuge und Waffen aus der Jungsteinzeit. Der Becher, eine Zierde unserer Sarnrnlungen, gehört der Schnurkeramik an, und zwar der Elbe-Saale-Schnurkerarnik, die von 2800 bis 2500 v. Chr. hier im sächsisch-thüringischen Ge-

biet vorherrschte. Eine wundervoll geschliffene viel kantige Streitaxt ergänzt den Fund.

All die vielen Funde aus dem Ortsbereich Güsten, die unserem Heimatmuseum zugeführt wurden, beweisen, daß in den folgenden Siedlungsperioden, der Bronzezeit, Eisenzeit, dem Mittelalter bis zur Neuzeit unser Ort stets bewohnt gewesen ist. Das erste seßhafte Bauernvolk waren die Illyrer, die von Süden aus dem Donauraum zugewandert waren. Sie mögen angefangen haben, die gewaltigen Sumpfgebiete um Güsten urbar zu rnachen, um Ackerland zu gewinnen. In 10. Jahrhundert, als das Deutsche Reich entstand. mag dann unser Güsten zur 'Marktsiedlung' geworden sein, wo die ersten Handwerker die günstige Lage - die Kreuzung alter Heeresstraßen zwischen den Furten der Saale bei Walada, der Bode bei Starasfurt und der Wipper bei Guddenstein - benutzten, um sich hier niederzulassen und somit Güsten das Gepräge einer kleinen Ackerbauer- und Handwerkerstadt gaben, das es Jahrhunderte zeigte. Die Entstehung und Abstammung des Namens Güsten ist sehr umstritten. Uns scheint die Ansicht Dr. Weschkes, der den Namen von 'Wodanstein' oder 'Guddenstein' ableitet, die richtige zu sein. Gudden oder Gode ist der altniedersächsische Name für Wodan, den höchsten der germanischen Götter. So-

mit müßte hier bei Güsten eine altgermanische Opferstätte gewesen sein. Dies wird durch den aus der zweiten Eiszeit stammenden großen Stein, der hèute vor dem Eingang zum alten Friedhof liegt, erhärtet. Er lag früher an der Amesdorferstraße, dem vorgeschichtlichen Begräbnisplatz aus der Stein-, Bronze- und Eisenzeit, und mag so ein Opferstein des Wodan gewesen sein, mindestens ein Ort, der unseren Vorfahren heilig war. Dieser Stein ist somit zum Symbol für den Namen unserer Heimatstadt geworden, wie die Inschrift besagt: 'Auf Eises Rücken kam er zu uns, in grauer Vorzeit ein Opferstein, gab er unserem Ort den Namen Guddenstein. '

Die Schreibung des Ortsnamens war folgende: 970 Guddenstein, 1224 Gutstein, 1234 Guezstein, 1274 Gozzene, 1300 Gozstein, 1301 Gozten, 1326 Guzsten, 1376 Gusteyn, 1388 Ghusten, 1393 Gustein, 1464 Gustenne und Güsthenne, 1472 Gustin, ab 1504 nur noch Güsten.

Mit Recht wird Güsten als Eisenbahnerstadt bezeichnet. Das wird eindeutig mit nachfolgendem bewiesen: Am 1. Januar 1880 wurde die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahngesellschaft verstaatlicht. Am 1. August desselben Jahres erfolgte dann die endgültige Übergabe an die BerlinBlankenheimer Bahn. Der Bahnhof Güsten wur-

de Gemeinschaftsbahnhof und der Reichsbahndirektion Magdeburg unterstellt. Die Anlage von 1865 reichte nicht mehr aus, verschiedene Erweiterungen mußten vorgenommen werden. 1882 wurde ein Wartesaal gebaut. Da sich der Umsteigeverkehr in fünf Jahren fast verdreifachte und der Güterverkehr in dieser Zeit auf über 70 Prozent gestiegen war, mußten weitere Vergrößerungen geschaffen werden. So war es notwendig, ein zweites Gleis nach Aschersleben und Bernburg zu legen. Täglich durchliefen in dieser Zeit vier D-Züge, 52 Personenzüge und 74 Güterzüge den Bahnhof. 1899 wurden 212 000 Personen befördert. Die Beschäftigtenzahl betrug damals einschließlich des Bahnbetriebswerkes rund 300 Köpfe.

Zum Reichsbahnort Güsten gehören heute sieben spezifische Dienststellen mit insgesamt mehr als 1 000 Beschäftigten. Die gesamte Gleisanlage mißt 30 397 Meter und besitzt 244 Weicheneinheiten. Der Bahnhof verfügt über drei durchgehende Hauptgleise, sechs Einfahrgleise und 57 Nebengleise. Diese Fakten beweisen, daß Güsten mit vollem Recht die Bezeichnung Eisenbahnerstadt trägt. Insgesamt leben heute in unserer Heirnatstadt 4 822 Bürger.

1. Eisenbahnerstadt Güsten - Stadt der Ränzelstecher .

2. Das alte Rathaus - erbaut 1609, rechts die Schule. Beide Gebäude wurden bei der Feuersbrunst im Jahre 1691 stark in Mitleidenschaft gezogen.

3. Das Rathaus, wie es sich noch heute zeigt. Der Grundstein wurde am 19. Mai des Jahres 1906 gelegt.

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4. Die BahnhofstraBe mit Bliek auf das Postamt, rechts vorn das frühere Gasthaus 'Deutscher Kaiser', später 'Zum Schwan'; jetzt Wohnhaus für Beschäftigte der Reichsbahn.

5. Bliek auf die Bahnhofstraße aus der Richtung vom Bahnhof; vorn rechts führt die Straße nach Amesdorf; am rechten Bildrand frühere Arztpraxis Kamenz, gegenüber Ofensetzermeister Fröscher.

6. Die Neue Straße, in alter Zeit Hauptgeschäftsstraße der Stadt. Vorn rechts das Textilgeschäft des jüdischen Kaufmanns Philippsthal.

7. Die Stv-Vitus-Kirche , mit deren Bau 1590 begonnen wurde und dem heiligen Veit zu Ehren im darauffolgenden Jahr eingeweiht wurde. Bis dahin gab es die St.-Blasii- und die St.-VituKirche. Beide wurden zu einer verschrnolzen, und daraus ist die heutige St-Yitus-Kirche hervorgegangen.

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8. Die Kirche der katholischen Gemeinde. 1890 erhielt die katholische Gemeinde hier zunächst einen Betsaal. 1907 wurde auf dem Grundstück eine katholische Schule mit zwei Klassen für fünfzig Kinder erbaut. 1903 wurde die Kirche erbaut.

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