Haarzopf in alten Ansichten

Haarzopf in alten Ansichten

Auteur
:   Herbert Schmitz
Gemeente
:   Haarzopf
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6463-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haarzopf in alten Ansichten'

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Einleitung

Die ehemalige kleine sogenannte Honnschaft Haarzopf im Südwesten der Stadt Essen gehörte durch die [ahrhunderte mit dem DorfMülheim als Mittelpunkt zur bergischen Unterherrschaft Broich, gelangte 1846 in die Bürgermeisterei Mülheim- Land und 1878 in die Bürgermeisterei Heißen. 1915 erfolgte mit der Bürgermeisterei Bredeney, der Haarzopfkommunalpolitisch zugeteilt wurde, die Eingemeindung in die aufblühende Stadt Essen.

1 2 1 5 wurde Haarzopf erstmalig beurkundet. Hartzappe lautet die früheste Schreibform mit der Bedeutung 'ßach aus einem bewaldeten Hang' - eine andere Variante wäre der 'Hirschbach' . Kirchlich orientierte sich die kleine Ortschaft sehr früh nach Kettwig. Zusammen mit Raadt ist belegbar, daß auch vor der Kettwiger Reformation (etwa 1610 geschah der offizielle Übertritt der evangelisch Gesinnten zur reformierten Lehre) die 'Eingesessenen' dieser zwei Mülheimer Honn- oder Bauernschaften zum Kirchspiel Kettwig gehörten. Das gleiche ist auch für Roßkothen und Schuir anzunehmen.

Die zunächst wenigen katholischen Einwohner Haarzopfs gingen in Werden (= Luciuskirche) zur Kirche und wurden auch dort bestattet. Das belegen die Kirchenbücher der Luciuspfarre bereits für das ausgehende 17. Jahrhundert und auch die folgende Zeit. Die Kirchwege waren sowohl nach Kettwig wie auch nach Wer-

den weit und besonders in den Wintermonaten oder während der Regenzeit anstrengend. So war es nur natürlich, daß der starke evangelische Teil Haarzopfs am 10. Oktober 1903 den Hilfsprediger Alfred Neuse zugeteilt bekam, der 1910 zum ersten pfarrer der neu eingerichteten evangelischen Gemeinde gewählt wurde. Der katholische Bevölkerungsteil entwickelte sich erst später durch Zuzug so, daß 1929 am Tommesweg die erste katholische Kirche errichtet werden mußte, der in den 1960er [ahren eine Kapelle in der Fängershofstraße folgte.

Nur an den Randzonen Haarzopfs ist noch erkennbar, wie reizvoll diese Landgemeinde noch bis zum Zweiten Weltkrieg war. Die Frühgründungen der Höfe entstanden geschützt und günstig an den wichtigen Wasserläufen und Talfurchen, den schönen Siepentälern. Die später erbauten Kotten lagen in Rodungsgebieten und wurden in der Regel mit Brunnen ausgestattet. Auch davon erzählen die nachfolgenden Fotos.

Für das [ahr 1556 sind sechs Bauernhöfe, die sogenannten Urhöfe, und zwei Kotten nachweisbar. Das [ahr 1648 belegt bereits fünfzehn Hof- und Kottenstellen. 1 750 waren es schon 25 Wohnstellen und 1810 ist die Bebauung auf 52 Höfe und Kotten angewachsen. Um 1880 gibt es dann schon 125 Wohnhäuser. Der Zuzug der Bergleute (tätig auf den benachbarten Zechen Humboldt, Rosenblumendelle, Wiesche und Langen-

brahm) hatte eingesetzt. Und damit erfolgte wenig später eine stärkere Bebauung.

Große Aufschüttungen der hochgelegten Raadter Straße und die schnurgerade Anlage der Hatzper Straße um die Mitte des 19. Jahrhunderts haben die ehemals reizvolle Landschaftsstruktur des Ortes verändert, ja total entstellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg hat zwar die starke Bebauung der Freiflächen die Gewerbeansiedlungen aus dem Ort herausgehalten, die Grünflächen aber auf ein Minimum zusammenschrumpfen lassen. Die ehemalige Landgemeinde hat ihr Gesicht verändert - nicht unbedingt zu ihrem Vorteil.

Das Einwohnerzahl veränderte sich inzwischen von 338 Einwohnern (1812) über 438 Einwohner (1845) auf 1 5 00 Einwohner (191 1). 1976 waren es schon 7 083 Einwohner und 1987 bereits 7 183 Einwohner, davon 3 273 katholische - und 2 864 evangelische Gemeindemitglieder.

Dieses Bändchen zeigt Bilder von Häusern, Straßen und Menschen aus den vergangenen hundert [ahren. Und da die landwirtschaft dominierend war, finden sich besonders viele bäuerliche Aufnahmen von Höfen und Kotten, die in der kleinen Land-

gemeinde wichtig waren. Diese Bilder sollen bei den älteren Lesern Erinnerung wecken und bei den jüngeren - sowie den vielen neu Zugezogenen - Verständnis und Erkentnisse vermitteln, wie ihr heutiger Lebensraum früher ausgesehen hat. Mühsam war die Suche nach geeignetenAufnahmen. Sollten sich bei der Rekonstruktion der Texte Fehler eingeschlichen haben, bitte ich bei der Schwierigkeit der Textgestaltung um Nachsicht.

Herbert Schmitz

1 Die Gemeindekarte von 1907 läßt sich gut mit der Luftaufnahme von 1926 vergleichen. Die Bebauung ist gering; Höfe und Kotten sind durch schlecht begehbare Feldwege miteinander verbunden. Haarzopfzählt 1 470 Einwohner und ist eine typische Landgemeinde.

2 Die Luftaufnahme aus dem [ahre 1926 zeigt noch das weitgehend unbebaute Haarzopf mit dem Flickenteppich an Büschen, Äckern und Feldern. Diagonal von links unten nach rechts oben verläuft die Raadter Straße / Humboldtstraße; van rechts nach links kreuzt die Hatzper Straße. Unten links sind die Schulgebäude der Schule an der Raadter Straße erkennbar, rechts daneben der Birkmanns Hof und darüber die evangelische Kirche.

3 Die Aufnahme ist aus den [ahren 1929/30. Die Bebauung der Kreuzung Raadter Straße / Hatzper Straße hat eingesetzt. Den Anfang machte der Häuserblock um die Wirtschaft Erbach (links) mit dem alten Postgebäude (rechts). Im Hintergrund ist das stattliche Eckhaus von von Eicken gut erkennbar. Haarzopfs Zentrum entsteht.

4 Diese Aufnahme des [ahres 1924läßt die um die Mitte des 19. Jahrhunderts angelegte schnurgerade Straßenführung der Hatzper Straße (ehemals 'Communalweg"), gut erkennen. Das große Haus links ist das der Bäckerei Terschüren. Dahinter liegen die Bergmannskotten von Schmitz und Oberheiden, die Mitte der 1960er [ahre abgerissen wurden. An ihrer Stelle stehen große Häuserblocks.

5 Dieses Foto zeigt nochmals den geraden Verlauf der schwach bebauten Hatzper Straße im [ahre 193 S. Links stehen die kleinen Häuser von Schmitz und Oberheiden, rechts liegt das größere Haus mit dem Damen-Konfektionsund Kurzwaren -Geschäft Lehnhoff. Im Hintergrund links oben liegt der große Häuserblock bereits am Sonnenscheinsweg.

6 Um 1910/11 entstand diese Aufnahme der Bäckerei Terschüren an der Hatzper Straße, des damals größten Hauses in Haarzopf. Im linken Geschäfslokal war die Schuhmacherei Ferdinand Fondermann untergebracht, rechts war die Bäckerei Terschüren. Vor dem Haus stellen sich die Familienangehörigen dem Fotografen. Mitte der sechziger [ahre erfolgte der Abriß, als das Hochhaus Erbach geplant wurde.

7IndenJahrenl928129ist diese Aufnahme entstanden und zeigt Haarzapfs Fixpunkt, die Schankwirtschaft 'Zurn scharfen Eek' von Heinrich Erbach. Der Wirt und Haarzapfer Bauernsohn Carl Karnpmann erbaute das Lokal 1871. Es entwickelte sich schnell mit der schon früh eingerichteten Zweigstelle der Post und dem nach 1900 angebauten 'VictoriaSaal' zum Zentrum der kleinen Landgemeinde Haarzopf Kirchliche und bürgerliche Vereine feierten hier ihre Jahresfeste und Jubiläen.

8 Die Postkarte aus dem [ahre 1910 grüßt aus Haarzopf mit der Wirtschaft 'Restaurant zur scharfen Ecke' des Heinrich Erbach. Die Betrachter der Karte genießen den Blick in den großen Victoria-Saal, in den Biergarten und auf den Kinderspielplatz.

Reataurunt zur achurtën Ecke Heinrich Erbo.ch

Gruß aus

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