Hachenburg in alten Ansichten

Hachenburg in alten Ansichten

Auteur
:   Hermann Josef Roth
Gemeente
:   Hachenburg
Provincie
:   Rheinland-Pfalz
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0155-4
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hachenburg in alten Ansichten'

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KLOSTER MARIENSTATT. Inneres der Kircbe.

69. Nachdem nach 1890 die barocke Innenausstattung der Klosterkirche von Marienstatt entfernt worden war, hatte man den Raum mit neugotischem Mobiliar gefüllt, ganz dem Geschmack der damaligen Zeit entsprechend. Doch hat sich dieser viel kurzlebiger als der 'barocke' erwiesen, denn seit 1938 war man daran, auch diesen wieder zu beseitigen. Nur die älteren Hachenburger werden sich noch an das Bild entsirmen können, das diese Ansicht festhält. Nichts belegt besser den raschen Geschmackswandel als der Umstand, daß auch nach der genarmten Renovierung die Kirche abermals zum Teil tiefgreifend umgestaltet worden ist!

Gesamtansicht von Südosten.

70. Eine solche Gesamtansicht von Südosten auf das Kloster Marienstatt gehört endgültig der Vergangenheit an. Dort stehen heute die modernen Zweckbauten der Schule und des früheren Internates. Sie verdecken den größten Teil des alten Klosters, nur der Chor der Kirche ist von dort noch zu erkennen. Auch das Fichtengehölz steht nicht mehr und wurde durch eine andere Bepflanzung ersetzt. Ebensowenig gibt es heute dort noch Landwirte, die mit der Hand das Saatgut ausstreuen. In Kürze wird das Terrain auch noch durch die im Bau befindliche Schnellstraße Hachenburg-Betzdorf tangiert werden.

Abtei Marienstatt

71. Schon von der Architektur wirkt der klassizistische Klosterhof von Marienstatt recht kühl, Offenbar wollte man das früher durch eine üppige Bepflanzung mildern. Dadurch wirkt der Hof für heutige Betrachter beinahe fremd, denn Spalier und Bäume sind längst verschwunden. Auch die Statue des heiligen Joseph, die hier noch mitten auf dem Hof prangt, wurde längst ins stille Eckchen verbannt. Selbstverständlich fehlen auf dieser Abbildung auch die wuchtigen Straßenleuchten, die man heute der alten Architektur zumutet.

Abtei Marienstatt

72. Es ist an der Zeit , einen scheuen Bliek hinter die Klostermauern zu wagen! Verdutzt sieht man: Auch hier eilt die Zeit weiter. Ganz ungewohnt ist für uns heute die farbige Fassung des schlichten Kreuzganges, die man damals liebte. Während jetzt nur noch die Scheinpilaster und Gewölberippen zurückhaltend bemalt sind, füllte man früher auch die Gewölbekappen und Fensterbögen mit Malereien. Zudem wurden ganze Wandpartien mit neugotischen Inschriften ausgefüllt.

73. Diese Ansicht hält in allen Details längst Vergangenes fest! Der gewaltige Bergahorn am rechten Bildrand, ein gesetzlich geschütztes Naturdenkmal, wurde gefällt. Der 'tausenjährige Dornstraueh' , wie ihn die Westwälder ganz unzutreffend nennen und von dem die Sage berichtet, wurde 1938 vom Schneesturm geknickt, Heute existiert nur noch der Ableger eines Ablegers an versteekter Stelle nahe der Mauer des Abteihofes. Die Mönche schließlich haben schon lange ihre Tracht geändert, Das schwarze Cape, das der Klosterbruder auf dem Bild trägt, ist längst aus der Mode gekommen.

Abtei Marienstatt

Zum Andenken

74. Nicht nur für Hachenburg, sondern für den ganzen Oberwesterwaldkreis war der 16. Juni 1901 ein denkwürdiger Tag. Militärische Prominenz, auch aus dem Ausland, hatte sich nach Marienstatt begeben, wo der sogenannte Kaiserliche Friedhof wiedereingeweiht wurde. Während der Koalitionskriege (1792-1797) waren hier französische und vor allem österreichische Gefallene beigesetzt worden, die im Kriegslazarett von Marienstatt ihren Verwundungen erlegen waren. Bei der Gelegenheit gedachte man auch des französischen Generals Marceau, der 1796 im Wald bei Höchstenbach von einer feindlichen Kugel niedergestreckt wurde.

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75. Unterhalb von Hachenburg fließt die Große Nister, die auch dem Dorf Nister den Namen gegeben hat. Heute zur Verbandsgemeinde Hachenburg gehörend ist die Gemeinde schon immer mit den Geschicken Hachenburgs verknüpft gewesen. Diese - im Original kolorierte - Ansicht stammt aus dem Jahre 1901. Bezeichnend für die damalige Mentalität ist, daß man die Bürstenfabrik Bocks & Co., Nisterhammer, zu den 'Sehenswürdigkeiten' des Ortes zählte. Die schlichte Nisterbrücke dieser Ansicht hat inzwischen durch eine moderne Straßenbrücke in ihrer Nähe Konkurrenz bekommen.

76. Das Heimatmuseum von einst, auf Hachenburger Lokalkolorit zugeschnitten, hat sich zum Landschaftsmuseum gemausert, das sich als Bildungszentrum für den gesarnten Westerwald versteht. Was jahrzehntelang von Liebhabern in einem Winkel des Schlosses so nebenbei aufgebaut und gepflegt wurde, ist heute eine professionell geführte Institution. Die Pflege des Erbes der Vergangenheit im Interesse der Gegenwart ist schließlich auch diesem Album über Alt-Hachenburg zugute gekommen,

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