Hagen in alten Ansichten

Hagen in alten Ansichten

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Hagen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2604-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hagen in alten Ansichten'

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HAGEN i. W. Bahnho]

9. Als am 14. September 1910 das neue, dritte Emfangsgebäude des Hagener Hauptbahnhofs eingeweiht wurde, sah man darin 'einen der schönsten aller neueren Bahnhöfe'. Die Architektur des vom Regierungsbaumeister Morin geschaffenen Hauses bewegte sich in der barocken Formengebung des 18. Jahrhunderts. Das Gebäude war in Ziegelstein mit Sandsteinumfassung aufgeführt, die äußeren Mauerflächen mit einem helleuchtenden roten Putz versehen. Nach dem Abbruch des alten Bahnhofsgebäudes wurde der niedere Verbindungsbau zum Postgebäude hin mit Läden und Stationskasse errichtet.

Hagen i. W. - Neuer Bababol.

10. Diese Seitenansicht des neuen Hauptbahnhofs an der Kölner Straße, der heutigen Straße 'Am Hauptbahnhof', zeigt die barock gestaltete Fassade des Wartesaals 1. und 2. Klasse. Architektonisch gruppierten sich auf dem Dach die Schornsteine der Wirtschaftsräume. Hinter dem Bahnhofsturm ist das Postgebäude zu sehen. Auf der Straße vor dem Bahnhof verkehren außer den beiden Wagen der Hagener Straßenbahn gerade zwei Pferdefuhrwerke. War es die 'gute alte Zeit'?

11. Die große Empfangs- und Schalterhalle im Gebäude des Hagener Hauptbahnhofs von 1910 hat sich seither gewaltig verändert. In ihrem ursprünglichen Zustand enthielt die große, mit einem Tonnengewölbe gedeckte Halle, die damals noch keine störenden Einbauten enthielt , an der rechten Seite zwölf Billettschalter, den Vorsteherraum und Zeitungsverkauf. Durch die Türen am Kopfende der Halle gelangte man zu den beiden Wartesälen, während sich auf der linken Seite die Räume für Gepäckannahme und -Ausgabe, und hinter der Sperre das Treppenhaus zum Personentunnel und die Toiletten befanden.

l2. In vornehmer Pracht mit elektrischer Wand- und Deckenbeleuchtung bot sich der Wartesaal1. und 2. Klasse im neuen Bahnhofsgebäude von 1910. Kunstverglaste Fenster ließen das Tageslicht nur gedämpft in den Raum gelangen. Die Tische trugen zur Raumgestaltung passende Decken; Garderobehalter standen in greifbarer Nähe. Den Reisenden der 'besseren' Klassen sollte eben jeder Komfort gewährt werden.

13. Schlichter dagegen bot sich der Wartesaal für die Reisenden der 3. und 4. Wagenklasse, der sich links an den höherrangigen anschloß. Ein großer Plan mit dem Streckennetz der Deutschen Reichsbahn beherrschte die rechte und die Kopfwand. Die Tische waren blank gescheuert. An den Wänden und als Raumteiler waren lange glatte Sitzbänke aufgestellt.

14. Die Hagener Straßenbahn, die heute nur noch mit Omnibussen betrieben wird, hat eine alte Tradition. 1884 war sie gegründet worden. Die ersten zehn Jahre zogen Pferde die Wagen auf der Strecke vom Hauptbahnhof zum Oberhagener Bahnhof. Stolz stellten sich Schaffner, Kontrolleur und Fahrgäste eines solchen Pferdebahn-Wagens dem Fotografen. Später erfolgte eine Umrüstung auf Akkumulatoren, danach auf elektrischen Oberleitungsbetrieb.

15. 'Kaiserliches Postamt' stand in großen Lettern an diesem Gebäude an der Bahnhofstraße 13-17. In den Jahren 1873/1875 war es als erstes reichseigenes Postgebäude für Hagen errichtet worden, nachdem schon seit 1814 in der Stadt Hagen eine Postanstalt in angemieteten Räumen bestanden hatte. Am 1. Oktober 1875 wurde dieses neue Postgebäude dem Verkehr übergeben. In den oberen Geschossen befand sich das 1894 selbständig gewordene Telegrafenamt. Nach dem Umzug des Postamtes 1908 in den Neubau am Bahnhof übernahm das Telegrafenamt das gesamte Gebäude an der Bahnhofstraße.

}{agen i. W.

)felles Reichsposfamf.

16. Der ständig wachsende Post- und Telegrafenverkehr machte um die Jahrhundertwende den Bau eines neuen Postgebäudes erforderlich. Zu diesem Zweck wurde das Grundstück Lünenschloß mitsamt aufstehendem Hotel am Bahnhof erworben. Nach der Niederlegung des Gebäudes begarmen 1906 die Bauarbeiten zum neuen Hauptpostamt. Nachdem schon zum 1. November 1907 das bisher in einer Baracke neben dem Bahnhof untergebrachte Zweigpostamt 3 in das neue Gebäude eingezogen war, wurde wenige Monate später auch das Hauptpostamt von der Bahnhofstraße hierher verlegt und am 1. Juni 1908 für den Publikumsverkehr geöffnet. In dem Kiosk rechts im Bilde befand sich ein MilchAusschank.

17. Man hatte sich viel zu sagen auf dieser, im Jahre 1904 abgestempelten Ansichtskarte. Deshalb ist ihre Bildseite vollgeschrieben. Trotzdem gibt sie aber noch einen interessanten Bliek in die EIberfelder Straße von der Schwenke aus frei. Gut zu erkennen ist der Aufbau des elektrischen Straßenbahnwagens mit der Reihennummer 12, der gerade in die Kölner Straße zum Hauptbahnhof einbiegt. Die Eckkneipe in dem Hause links auf dem Bilde, Kölner Straße 51, hatte damals 1904 Karl Caspari in Pacht. Rechts öffnet die Schranke den Weg über die zu jener Zeit noch auf anderer Trasse fahrende Eisenbahn von Hagen nach Oberhagen.

)iagen i. W. - lö:nH Strasse

18. Für heutige Begriffe ein wenig undiszipliniert benehmen sich die Fußgänger auf diesem Foto von 1907. Aber man wollte doch gern aufs Bild kommen, und was sollte schon passieren bei diesem geringen Verkehr an der heute so stark befahrenen Schwenke, von der man durch die Kölner Straße in Richtung Hauptbahnhof blickt. Die nach Haspe fahrende Straßenbahn überquert gerade den beschrankten Bahnübergang der Eisenbahnstrecke Hagen-Oberhagen-Brügge, die bis zur Eröffnung des Goldberg-Tunnels 1910 vom Bahnhof über die Schwenke entlang der Wi1helmstraße (heute Bergischer Ring) führte.

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