Hagen in alten Ansichten

Hagen in alten Ansichten

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Hagen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2604-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hagen in alten Ansichten'

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39. Das Gebäude des Gymnasiums 'an der Bergstraße', des heutigen Fichte-Gymnasiums, galt einst als 'eine Zierde der Stadt'. Im November 1877 war der erste Bauabschnitt geweiht worden; 1892 wurde das noch unfertige Gebäude durch einen Anbau an der Bergstraße erweitert. Doch erst mit der Erbauung des linken Flügels im Jahre 1895 erhielt das Schulhaus seine endgültige Gestalt. Das Fichte-Gymnasium gilt heute als die Traditionsschule der Stadt Hagen. Sie ist aus einer am 4. November 1799 eröffneten Schulanstalt in ununterbrochenem Zusammenhang durch mehrere Schulsysteme hervorgegangen und konnte 1974 bereits das 1 75jährige Jubiläum feiern.

40. Der Hagener Bankier Ernst Osthaus ließ das Haus Elfriedenhöhe 1890/1891 hoch über der Stadt am Stadtgarten erbauen. Er benannte es nach seiner Tochter Elfriede (1880-1944), die 1903 den Kaufmann Ferdinand Vorster heiratete. Links am Bildrand ist die 1876 geweihte altkatholische Pauluskirche zu sehen. Während des Zweiten Weltkrieges wurde 1945 durch Bomben die Villa zerstört, die Kirche schwer beschädigt. Als Auferstehungskirche dient sie heute der evangelischen Gemeinde.

HAGEN i. W.

Parsheus

41. Das 1909 im Stadtgarten errichtete Parkhaus war einer der Mittelpunkte geselligen Lebens im alten Hagen. Nachdem die Stadt Hagen 1903 den 1884 gegründeten Stadtgarten von einer Aktiengesellschaft übernommen hatte, ließ sie den Saalbau 'als Krönung des Gartens erstehen'. Beim letzten Luftangriff auf Hagen im März 1945 wurde das Parkhaus völlig zerstört. An seiner Stelle entstand 1956 ein Neubau.

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42. Im Jahre 1904, als diese Aufnahme entstand, bestimmten neben den neuen Geschäftsbauten noch die kleinen Giebelbauten mit Krüppelwalmdach aus dem Anfang des 19. Jahrhunderts das Bild der EIberfelder Straße. Auf der linken Seite ist neben dem CigarrenLaden von Heinrich Uphoff das Blumengeschäft von Louis Engelke zu erkennen. Heute steht dort das Kaufhaus Woolworth. Noch ist die Straße leer vom Verkehr.

43. Eng und fremd bietet sich auf dieser nach 1900 entstandenen Ansichtskarte die EIberfelder Straße an. Etwa aus Höhe der heutigen Woolworth geht der Bliek nach Westen. Links im Bild, an der Ecke zur Goldbergstraße, steht das Wohn- und Geschäftshaus EIberfelder Straße 15-17 mit der Firma Damenhüte Wenck & Co und dem HansaCafé. Auf der rechten Seite befindet sich in dem Hause neben der Gaslaterne das Zigarrengeschäft Oskar Vaaßen, das, wie auch heute in dieser Branche noch üblich, Lose zum Verkauf anbot. Das nachfolgende Haus Nummer 12 gehörte der Baufirma Julius Rexhausen. Daneben, im Hause Nummer 14, bot M. Wittgensteiner elegante Damenmaden an, während in der Etage Georg Kaßner eine Polsterei betrieb.

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HAGEN Î. W. Neue Soerkesse und 8adstra8e

44. Die Städtische Sparkasse zu Hagen war am 1. Oktober 1841 gegründet worden. Schon vor dem Ersten Weltkrieg war ein Neubau für die Sparkasse notwendig geworden. Das Haus sollte zugleich die Städtische Bücherei mit aufnehmen. Mit dem Bau wurde auch begonnen, doch der Kriegsausbruch 1914 verhinderte die Fertigstellung. Erst 1920 konnte die Sparkasse ihre neuen Geschäftsräume in dem hier abgebildeten Haus an der Ecke Bad- und Körnerstraße beziehen. Kriegseinwirkungen zerstörten 1943 den Dachstuhl des Gebäudes; 1944 brannte es völlig aus. Die Ruine wurde nach dem Kriege beseitigt. Erhalten geblieben ist nur das Schmuckgesims der Vorderfront, das 1975 vor dem neuen Sparkassenhochhaus aufgestellt wurde.

45. Der städtischen Badeanstalt, die als Aktiengesellschaft betrieben wurde, verdankt die Badstraße in Hagen ihren Namen. Am 12. Juli 1890 wurde das Unternehmen eröffnet. Neben der Schwimmhalle bot es Wannen- und Dampfbäder. Auch 'rörnisch-irische Bäder' wurden gegeben. 1906 wurde die Anstalt um ein Frauenbad erweitert. Bomben des Zweiten Weltkrieges zerstörten auch diesen Gebäudekomplex; an seiner Stelle erhebt sich heute das Parkhaus Horten.

Hagen i. W. - Tattersall.

46. Von der Badstraße aus geht auf diesem Bild von 1913 der Bliek über die Voswirrekelstraße zu der Reitsporthalle der Hagener Tattersall GmbH., die 1911 erbaut worden war und als größte geschlossene Reitsporthalle Westdeutschlands galt. Seinen Namen führte das Unternehmen nach einem englischen Trainer des 18. Jahrhunderts, der als erster eine solche Anstalt in London gegründet hatte. Mit dem Hagener Tattersall waren eine Pferdehandlung und ein Restaurant verbunden. Links neben der Voswinckelstraße erstreckt sich die zu dem Unternehmen gehörige Reitbahn, die 1938 noch großzügig erweitert und mit einer Tribünenanlage versehen worden war. 1949 entstand auf dem Gelände die RicardaHuch-Schule.

Hagen i. W.

Emllienplatz

47. Der Emilienplatz war 1909, als auch diese Ansichtskarte entstand, noch gering bebaut. Für 1904 weist das Hagener Adreßbuch für die zur Fleyer Straße gehorige Häuserzeile noch keine Bebauung aus. Links auf dem Hügel thront die Fabrikantenvilla Kuhlmann, Fleyer Straße 27, rechts daneben die Fabrikantenvilla Eduard Wolff. Dahinter ist im Dunst das Kreishaus zu erkennen. Urspünglich gehörte das Gelände zur sogenannten 'Bauernweide'. DI. Christian Eibers schenkte es der Stadt Hagen zur Bebauung unter der Bedingung, es nach seiner Mutter, Emilie EIbers, geborene Moll, zu benennen, wonach der Platz heute noch seinen Namen führt.

48. Im Juni 1907 feierten die westfälischen Feuerwehren in der Stadt Hagen ihr 17. Feuerwehr-Verbandsf'est. Seinen Höhepunkt fand dieses Treffen am Sonntag, dem 23. Juni 1907, in einem großen Festzug, der am Emilienplatz, der sich noch über das unbebaute Gelände des Finanzamtes mit erstreckte , endete. Hier führten die einzelnen Abteilungen der Freiwilligen Feuerwehr Hagen zunächst kleinere Schauübungen durch, um dann eine Großbrand-Bekämpfung zu demonstrieren. Der Übungsplan sah in dem vierstockigen Steigerturm in der Mitte unseres Bildes eine Schreinerei, die in Brand geraten war, und den es zu löschen galt.

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