Hagen in alten Ansichten

Hagen in alten Ansichten

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Hagen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2604-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hagen in alten Ansichten'

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49. Anläßlich den 17. Westfälischen Feuerwehr- Verbandsfestes in Hagen im Juni 1907, deren Hauptveranstaltung die vorige Abbildung behandelt, erschien neben einem 'Offiziellen Festbuch' auch eine Erinnemngspostkarte. Ihrer Seltenheit wegen soll ein überliefertes Stück hier vorgestellt werden. Im Mittelpunkt der Karte steht, wie könnte es auch anders sein, ein löschender Feuerwehrmann. Umschlungen von dem Motto der Feuerwehren, 'Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr', befinden darauf sich Abbildungen von dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal auf der Hohensyburg und dem - allerdings verzeichneten - Rathaus der Stadt Hagen.

Hagen i. W.

. Kreishaus.

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50. Der 1817 geschaffene preußische Kreis Hagen, der in seiner Ausdehnung der heutigen Stadt Hagen (mit Ausnahme der Ortsteile Hohenlimburg, Berehum und Garenfeld) und dem Ennepe-Ruhr-Kreis entsprach, wurde 1887 in die drei neuen Kreise Schwelm, HagenStadt und Hagen-Land aufgeteilt. Die Verwaltung des Landkreises Hagen unter Landrat Paul Hartmann hatte ihren Sitz zunächst in der Hochstraße 45. 1902 übernahm das Königliche Landratsamt des Landkreises Hagen mitsamt dem Kreisausschuß das hier dargestellte neue Kreishaus an der F1eyer Straße. Mit der kommunalen Neugliederung des Industriereviers wurde der Landkreis Hagen 1929 aufgelöst.

51. Das Justizgebäude an der Heinitzstraße wurde am 28. November 1925 eingeweiht. Das große Haus bot dem Landgericht, dem Amtsgericht, der Staatsanwaltschaft sowie dem Gefängnis Unterkunft. Außerordentlich lange zog sich der Bau hin. Nach dem Grundstückserwerb im Jahre 1909 von der Witwe Moritz Ribbert in Hohenlimburg und den nötigen Planungsvorarbeiten wurde 1916 mit der Fundamentierung begonnen. Der Erste Weltkrieg stoppte die Bauarbeiten, die erst im Frühjahr 1919 wieder aufgenommen werden konnten. Der schlechte Baugrund ließ das Gebäude nach langwierigen Arbeiten endlich im Herbst 1925 fertig werden.

52. Zur Betreuung des östlichen Teils der großen katholischen Mariengemeinde waren 1917 zwei Franziskaner nach Hagen gekommen. Damals schon wurde der Wunsch nach einem neuen Kirchenbau laut. Zielstrebig griff Pater Ubald Miehels den Plan auf. Bald war ein Grundstück erworben, im Dezember 1924 erfolgte der erste Spatenstich, ein halbes Jahr später die Grundsteinlegung. Am Ostermontag 1927 erhielt die von dem Architekten Georg Spelling entworfene Klosterkirche St. Elisabeth ihre Weihe. Die von den Franziskanern betreute Pfarrvikarie St. Elisabeth wurde 1934 zur Pfarrei erhoben. Der Zweite Weltkrieg zerstörte das Gotteshaus bis auf die Außenmauern. Bald nach Kriegsende wurde es neu hergerichtet.

53. Für die fünf Jahre zuvor gegründete landwirtschaftliche Winterschule wurde 1899 dieses Gebäude an der Thaerstraße errichtet, die nach dem Begründer der modernen Landwirtschaftslehre, Albrecht Thaer, ihren Namen trägt. 1901 wurde die Schule umbenannt in 'Landwirtschaftliche Lehranstalt und Haushaltungsschule der Kreise HagenLand, Hagen-Stadt und Schwelm zu Hagen'. Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges fügten dem Gebäude schwere Schäden zu. Verändert wurde die Ruine bis 1949 wieder aufgebaut. Seit dem Umzug der Landwirtschaftsschule nach Iserlohn-Letmathe vor 1970 sind Dienststellen der Stadtverwaltung Hagen in dem Gebäude untergebracht.

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Rathaus in Hagen i. W.

54. Mit der Stadt Hagen wuchsen auch ihre Verwaltungsaufgaben. Als die alten Verwaltungsräume zu eng geworden waren, beschlossen die Stadtverordneten 1895, ein neues Rathaus zu bauen. Es wurde das vierte in der jungen Stadt. Nach Beschaffung des nötigen Baugrundes begannen 1898 die Ausschachtungsarbeiten an der Ecke KörnerstraßejHeidenstraße (Rathausstraße). Nach Plänen des Stadtbaumeisters Hieronymus Nath wuchs bald das Gebäude rasch empor. Schon im Frühjahr 1902 konnten die städtischen Dienststellen ihre Büros in dem neuen Rathaus beziehen. Am 23. Mai 1903 erhielt das Haus seine feierliche Weihe. Im Zweiten Weltkrieg wurde es schwer beschädigt und später zum großen Teil abgerissen.

HAGEN i. W.

Körneistrasse mit Rathausportal

SS. Der heutige Friedrich-Ebert-Platz war einst Teil der Körnerstraße. Als dieses Bild um 1910 aufgenommen wurde, führte gerade ein Straßenbahngleis über die Straße, die sonst nur von einigen Pferdegespannen befahren wird. Die Schule scheint gerade zu Ende gegangen zu sein, denn die zahlreichen Kinder sind mit Tornistern bepackt. Rechts im Vordergrund ragt das Rathaus von 1903 ins Bild hinein. In dem schieferverkleideten Haus dahinter, welches die Stadt vorsorglich für eine Rathauserweiterung erworben hatte, betrieb damals Heinrich Muth, später Hugo Laubenburg, eine Gastwirtschaft. Gegenüber in dem stattlichen Hause Körnerstraße 11 des Kaufmanns Anton Schnettler betrieb Karl Kruse um 1910 einen Friseursalon.

56. Seit dem 1. Januar 1978 führt die alte Heidenstraße den Namen Rathausstraße; ihr bauliches Gesicht hat sie schon früher durch Neubebauung, dann aber auch durch Kriegsereignisse geändert. Rechts im Bild ist ein Teil des 1903 erbauten Rathauses zu erkennen, nach welchem die Straße heute ihren Namen führt. Ein wenig zurück, hinter eisernen Gittern liegen auf der linken Bildseite die Besitzungen von Buchdruckereibesitzer Gustav Butz und Justizrat Max Schmidt. Das vorspringende Fachwerkhaus gehörte dem Dentisten Plaswilm. Das hohe Haus mit dem runden Mansardengiebel steht in der Körnerstraße. In ihm befand sich das Bürowarengeschäft W. Quitmann.

57. Zwar noch erhalten, doch völlig umbaut und nicht mehr erkermbar ist heute das frühere Wohnhaus des Druckereibesitzers und Verlegers der bis 1945 erschienenen 'Hagener-Zeitung', DI. Gustav Butz, an der heutigen Rathausstraße. Die in den zwanziger Jahren entstandene Ansichtskarte zeigt das Haus in seiner für die Zeit modernen Architektur mit Klinkerverblendung und verschiefertem Dachaufbau.

58. Im Jahre 1824 wurde durch Peter Christian Wilhelm Beuth in Hagen eine Gewerbeschule gegründet. Im Laufe der Jahre wechselte das Institut Namen und Schulhaus. Ein neues, auf dern Bilde dargestelltes Gebäude wurde in den Jahren 1892 bis 1895 hinter dem Rathaus, am Ufer der Volrne, mit einem Kostenaufwand von einer halben Million Mark erbaut. Das nach Plänen von Stadtbaumeister Felix Genzmer im Stil der niederländischen Frührenaissance errichtete große Schulhaus wurde am 17. Mai 1894 seiner Bestimmung übergeben. Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges 1943 und 1945 legten den Gebäudekomplex völlig in Schutt und Asche.

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