Hagen in alten Ansichten

Hagen in alten Ansichten

Auteur
:   Willy Timm
Gemeente
:   Hagen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2604-5
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hagen in alten Ansichten'

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79. Nicht als Ansichtspostkarte sondern als Fotografie für das Familienalbum war dieses Bild um 1910 hergestellt worden. In dem schmucken weißen Häuschen mit dem barocken Mansardendach an der Iserlohner Straße 35 betrieb der Schuhmachermeister Wilhelm Benfer eine Schuhhandlung und Reparaturwerkstatt. Besonders empfahl er eine 'Anfertigung nach Maass', Nach Feierabend wurden die kleinen Schaufenster des Schuhladens mit den grün gestrichenen Schaufensterladen verschlossen. Auf der Haustreppe hat sich die Schuhmacherfamilie für das Foto postiert.

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80. Reges Treiben herrscht vor diesem Hause an der Rembergstraße 38, das zu Beginn des 20. Jahrhunderts dem Schreinermeister Wilhelm Voeste gehörte, und in welchem der Kaufmann Paul Hönicke eine 'Colonialwaaren-Handlung' betrieb. Brav haben die Bewohner vor der Haustür Aufstellung genommen, um richtig im Bilde zu erscheinen. Die Damen tragen hausfrauengemäß lange weiße Schürz.en ; voller Stolz zeigen die beiden kleinen Mädchen ihre Puppenkinder.

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/in der lIolmeslrasse.

81. Von der Volmestraße geht hier der Bliek über den Fluß zur Marktbrücke, Ganz links steht unmittelbar am Volmeufer der Saalbau der Gastwirtschaft 'Tonhalle', Marktstraße 10, die zur Entstehungszeit dieser Aufnahme um 1910 Karl Hasenclever gehörte. Um 1930 besaß Ernst Rafflenbeul die 'Tonhalle', Das hohe Haus hinter der Brücke , Potthofstraße 2, gehörte um 1910 einer Familie Becker. Ewald Holtschmied führte darin eine Konditorei. Rechts hinter dem Haus sind die beiden Türme der alten Synagoge zu erkennen.

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82. Süddeutsch mutet dieses Stück längst vergangener Romantik mitten in Westfalen, die 'Partie an der Volme', nahe der Mühlenstraße an. Es ist Hochsornrner, das Bett der Volme fast ausgetrocknet, nur der Obergraben, der das Rad der ehemals königlichen Mühle trieb, führt noch Wasser.

83. Der StadthalIe an der Springe trauern alte Hagener heute noch nach. Schon 1907 war aus der Hagener Bürgerschaft die Anregung zum Bau einer StadthalIe gekommen. Fünf Jahre später wurde Stadtbaurat Figge mit der Planung beauftragt, im Februar 1913 mit ihrem Bau begonnen. Der Erste Weltkrieg aber unterbrach die Bauarbeiten, so daß die Halle erst am 20. Januar 1923 eingeweiht werden konnte. Markant gestaltet war die Eingangsfront mit den von der Bildhauerin Milly Steger geformten Löwen und den mächtigen Figuren von Will Lammert über dem Hauptportal. Die schweren Beschädigungen des Zweiten Weltkrieges veranlaßten später den Abbruch der Halle.

84. Erholungsmöglichkeiten boten sich seit je in der wald- und bergreichen Umgebung der Stadt Hagen an. Zu den beliebtesten Ausflugszielen um Hagen gehört schon seit dem Ende des vorigen Jahrhunderts die 'Waldlust' in der oberen Bachstraße. Heute ein modernes Gasthaus bot sich die 'Restauration zur Waldlust' um die Jahrhundertwende mit den um die Springbrunnenanlage stehenden Gebäuden recht romantisch an. Hugo Brackelsberg, gleichzeitig Spediteur, hatte das Lokal um 1890 eröffnet und später gemeinsam mit seinem Sohn geführt. 1925 wurde das Lokal verpachtet.

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85. Den Schlangenstieg hinauf wandert diese Familie irn Hagener Stadtwald. Das Treppehen führt zu dem großen Spielplatz, dessen 1905 erbautes Unterkunftshäuschen links im Bilde zu sehen ist. Dicht dabei liegt das gern besuchte Ausflugslokal 'Waldlust' . Von dem oberen Zugang zum Sportplatz zweigten mehrere Spazierwege durch den Stadtwald ab: ein Weg zum Forsthaus Deerth, Schwemmanns Pfad, Prentzelweg und Selbecker Weg. Diese Ansichtskarte trägt einen Poststempel aus dem Jahre 1908.

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86. Der 'Fussball-Spielplatz am Schlangenstieg' , wie die Anlage auf dieser Ansichtskarte bezeichnet wird, gehört zu den ältesten Sportplätzen in der Stadt Hagen, Bald nach 1900 im Stadtwald, nahe dern Ausflugslokal 'Waldlust' , angelegt, erfreute sich der etwa fünftausend Quadratmeter große Spielplatz großer Beliebtheit und, wie es im städtischen Verwaltungsbericht von 1905 heißt, 'einer erheblich gesteigerten Benutzung durch Schulen und Vereine'. Nach welcher Regel hier damals allerdings Fußball gespielt wurde, ist aus der Ansichtskarte nicht ersichtlich. Im Winter wurde während der Frostperioden auf dem Spielplatz eine Eisbahn angelegt, die 'von Jung und Alt stark besucht' war. Das im Hintergrund zu sehende Unterkunftshäuschen mit Toiletten wurde 1905 erbaut.

87. Das Forsthaus Deerth im Hagener Stadtwald, Dienstsitz des damaligen Stadtförsters Hermann Griep, war schon um die Jahrhundertwende ein gern besuchtes Ausf1ugsziel. Davon zeugen die zahlreichen, hier aufgestellten Tische und Bänke, die auf dieser Ansichtskarte aus dem Jahre 1907 zu sehen sind. 1907 schuf der Sauer1ändische Gebirgsverein in unmittelbarer Nähe des Forsthauses einen 3,5 Hektar großen Wildpark.

88. Einem Aufruf der deutschen Studentenschaft folgend, ging die Hagener Ortsgruppe des Alldeutscchen Verbandes 1899 daran, auch in Hagen dem verstorbenen ersten deutschen Reichskanzler ein Mal zu setzen. Für die Errichtung dieses Bismarckturms wurde ein eigenes Komitee gebildet, welches die Baukosten sammelte. Der Bauplatz am Goldberg war eine Schenkung. Nach dem von der Studentenschaft gewonnenen Idealentwurf des Dresdener Architekten Wilhelm Kreis begarmen im Juni 1900 die Bauarbeiten. Am 2. Juli 1901 erfolgte unter großer Anteilnahme der Bevölkerung die Einweihung des Hagener Bismarckturrns.

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