Haiger in alten Ansichten

Haiger in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Haiger
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1219-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Haiger in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

9. Der 'Alte Bahnhof'. Zu Beginn der sechziger Jahre des vorigen Jahrhunderts war die Strecke Wissen-Dillenburg-Gießen dem Verkehr übergeben worden. Auf diesern Foto etwa um 1889 sehen wir das damalige Bahnhofsgebäude. Nachdem kurz vor und im Ersten Weltkrieg eine zweite, kürzere Bahnverbindung Weidenau-Haiger geschaffen wurde, verlegte man den Bahnhof einige hundert Meter weiter nach Osten, an die Stelle, an der beide Bahnlinien zusammentrafen. In den zwanziger Jahren kam als dritte durch Haiger führende Strecke die Verbindung Haiger-Breitscheid hinzu, die allerdings 1980 für den Personenverkehr stillgelegt wurde.

10. Ein Bliek über Haiger kurz vor der Jahrhundertwende, Die Geschlossenheit des fast ovalen Stadtbildes läßt uns nach der Stadtmauer suchen, die einmal nur die obere Stadt rings um die Kirche umfaßte, und die es schon lange nicht mehr gibt. Im Vordergrund , diesseits der Bahnlinie, an Friedhofsweg und Hofacker, steht nur der gerade fertiggestellte Gebäudekornplex Schneider, sonst breiten sich hier einzig Wiesen und Äcker aus. Interessant ist auch der noch schienengleiche Bahnübergang am Ende des Hofackers; weitere Gebäude finden wir diesseits nur ganz rechts am unteren Donsbacher Weg.

Lolal.

/

11. Haiger um 1900 - und darnit wohl eine der ältesten fotografischen Gesamtansichten im Postkartenformat. Wir schauen von Süden auf die Stadt. Links vorn die Donsbacher Straße, dahinter die Bahnlinie nach Betzdorf, ganz rechts der alte Bahnhof. Deutlich erkennbar ist die geringe Besiedlung im Süden, Westen und Norden der Stadt. Die Bahnhofstraße war zu dieser Zeit ein beliebtes Postkartenmotiv.

12. Das ist das 'Haus zum Roten Roß', die Gastwirtschaft und Bäckerei von Rudolf Reuter in der oberen Hauptstraße, auf einern Foto aus dem Jahr 1900. Vorn mit der Mütze Rudolf Reuter selbst, in der Türöffnung seine Frau Susanne. Aus dem Fenster im ersten Stock schaut (rnit Schürze) die Schwester des uns allen noch bekannten Hermann Reuter heraus, bei den Männern in den unteren Fenstern dürfte es sich um Stammgäste handeln. Das Haus wurde 1903 umgebaut und ist heute als 'Hotel Reuter' weithin bekannt.

13. Bliek in die untere Hauptstraße. Links an der Ecke Kreuzgasse die Häuser Gudelius und Haas/Käppele. Mutterseelenallein spielt der kleine Junge ruitten auf der Straße. Nehmen wir einmal an, das Bild wurde nicht zufällig an einern Sonntag aufgenornmen, so ist die ländliche Ruhe, die aus ihm spricht, für uns heute, achtzig Jahre später, nicht mehr vorstellbar.

14. Die Haigerer 'Kinderschule' (Kindergarten) von 1901/02 in den Wiesen 'hinterm Graben'. Wir sehen rund 40 Kinder mit ihren Betreuerinnen, danmter zwei 'Frankfurter Schwestern'. Die Schwestern des Diakonissen-Mutterhauses zu Frankfurt am Main waren und sind insbesondere in der Kinder- und Krankenbetreuung sowie in der Gemeindearbeit tätig. So arbeitete eine Diakonisse dieser Vereinigung bis 1977 im evangelischen Kindergarten Haiger, eine weitere versieht noch heute ihren Dienst in der Gemeinde. Das abgebildete Gebäude steht nicht mehr, der Kindergarten ist in ein neues, modern eingerichtetes Haus urngezogen.

15. Ein Kuriosum ist dieses Foto aus dem Jahr 1905. Wir stehen an der Aubachbrücke, vor uns der mittlere Teil der Hauptstraße. Fußgänger sind unterwegs, auch zwei Wagen, einer davon hochbeladen, und im Vordergrund ein Auto. In dem Auto ein vornehmes Paar mit Chauffeur. Das alles wäre an sich noch nicht kurios, wenn es sich dabei nicht um eine Fotomontage handeln würde! Ein uns namentlich nicht bekarmter Spaßvogel hat hier nämlich in eine damals im Handel erhältliche Ansichtskarte das 'moderne' Gefährt hineinmontiert. Das Original zeigt uns den gleichen Ausschnitt ohne das Auto. Anzuerkennen ist neben dem lustigen Einfall die schon recht perfekte Ausführung.

---:=-

.'

16. Zu den schwersten Arbeiten zählte und zählt wohl die des Pflasterers. Die Steine wurden zum Teil noch an Ort und Stelle behauen, die gewichtigen 'Rammen' mußten 'per Muskel' betätigt werden. Um dieses Straßenstück 'An der Wacht' in Haiger zu pflastern, hatte man den 'alten Haupt' (dunkler Anzug) und seine Söhne von Langenaubach geholt. Wir sehen vor der damaligen Gastwirtschaft Ludwig Hütt (1906) von links: Adolf Haupt, Hermann Haupt, hinten mit Schaufel Adolf Dittmann, drei Arbeiter und ganz rechts Gustav Haupt. Der Betrieb besaß in Langenaubach einen eigenen Steinbruch und ist noch heute - wenn auch mit Sitz in einem Nachbarort - im Besitz der Familie.

17. Dieses Foto ist vor 1910 aufgenommen. Vor der Bäckerei und Gastwirtschaft des August Berns an der Aubachbrücke sehen wir am Fuß der Treppe den Besitzer selbst. Links von ihm (von außen) sein Sohn Heinrich, Polizeidiener Louis Reh und Konrektor Hertling. Auf der Treppe steht Julius Berns, dann Hauptlehrer Ruff und das Kind Karl Lehr. In diesem Haus wurde auch das sogenannte 'Wegegeld' durch die Stadt erhoben.

18. Schräg gegenüber der Bäckerei Berns befand sich in der Hauptstraße die Metzgerei und Gastwirtschaft Weyel. Und obwohl der alte Weyel und der alte Berns geschäftlich in gewisser Weise Konkurrenten waren, blieben sie Freunde. Von diesen beiden Männern gibt es so manche Anekdote, so zum Beispiel die Geschichte, wie der Weyel und der Berns sich einmal für sechzig Pfennig 'satt-tranken'. Und das geschah so: Eines Morgens ging der alte Weyel zu seinem Freund Berns und bestellte ein Bier und einen Schnaps für 60 Pfennig. Eine Stunde später nahm der alte Berns das Geld, das immer noch auf der Theke lag, ging hinüber und bestellte nun seinerseits ein Bier und einen Schnaps. Und das ging dann so weiter bis zum späten Nachmittag ... !

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek