Haiger in alten Ansichten

Haiger in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Haiger
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1219-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haiger in alten Ansichten'

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19. Zu dieser Aufnahme, die 1907 vom 'Gereemsel' des Turmes der alten Stadtkirche aus gemacht wurde, sollte man gar nicht viel sagen. Der Betrachter mag auf diesem eindrucksvollen Foto selbst sehen, suchen und seine Vergleiche zwischen damals und heute ziehen.

z.m im Fluge über Haiger. 21. IX. Q9

20. Sicherlich sind auch in den folgenden drei Jahrzehnten noch mehrmals Luftschiffe über die Stadt hinweggeflogen, doch von diesem Flug am 21. September 1909 hat sich eine Aufnahme erhalten. Mag sein, daß man hier das Erscheinen eines Zeppelins - Z.III zum ersten Mal bewußt und angekündigt miterlebte.

Haiger - Ober-Tor

21. Am Obertor. Hier stand einmal das westliche, das 'obere' Tor. Von ihm wie auch von der Stadtmauer ist nichts mehr vorhanden. Nur die 'Alte Wacht' steht noch, ein schmuckloser Zweckbau, sieht man einmal von den vier Säulen auf seiner Vorderseite ab. Er stammt aus der Zeit nach 1723 und beherbergte die Stadtwache, die dort in Uniform ihren Dienst tat. Es gab ein entsprechendes Gegenstück am unteren Tor, kurz vor der heutigen Aubachbrücke. Durch die Entfernung von einem zum anderen Wachhaus wird deutlich, wie klein einst Haiger war.

22. Nachdem die Stadtmauern - nach dem dritten großen Brand (1827) - allmählich abgetragen wurden, verlor auch die 'Wacht' ihre eigentliche Funktion. Von nun an diente sie wechselnden Zwecken, war einmal Lagerhaus und dann wieder mehr oder weniger freiwillig gewählte Unterkunft für Landstreicher und Vagabunden, Heute sind in dem Häuschen Elektrogeräte untergebracht. Es steht unter Denkmalsschutz. Den eisernen Brunnen, der auf unserem Foto von etwa 1910 noch ganz seiner Aufgabe gerecht wird, gibt es nicht mehr. Er wurde irn Zuge der Erfassung von Eisenmaterial für die Rüstung im Zweiten Weltkrieg abmontiert und eingeschmolzen.

23. Das waren aufregende Tage in Haiger, insbesondere für die Jugend, als im Jahr 1911 ein Pilot mit Namen Kahnt in einem abenteuerlichen Flugapparat seine Kurven über der Stadt drehte. Er startete auf dem Zimmereiplatz an der Bahnhofstraße, dem früheren Auweg, unter langwierigen Vorbereitungen und erheblichen Umständen. Stolz zog der Pilot dann seine Kreise über der Stadt, und es blieb nicht aus, daß er hin und wieder einmal unfreiwillig auf einem Acker oder einer Wiese notlanden mußte. Unverbürgt ist die Geschichte,. wonach eine Bauersfrau in jenen Tagen aus der Stadt in ihr Heimatdorf zurückkehrte und ihren Verwandten und den Nachbarn entsetzt erzählt haben soll, in Haiger flögen jetzt sogar die Mähmaschinen schon in der Luft herum.

24. Einen besonderen Eindruck hinterläßt wohl dieses Bild. Wir schauen vom Adolfstempel auf die Stadt hinunter. Vor der Haigerer Hütte der gerade erst aufgeschüttete Bahndamm der Siegener Strecke. Die Schienen scheinen noch nicht darauf verlegt zu sein, so daß wir die Entstehung des Fotos vor 1915 ansetzen müssen, Im Vordergrund die Eisenbahnlinie nach Betzdorf. Von rechts die Bahnhofstraße, die 'Neustadt' und links um die Kirche geschart - die Häuser der Altstadt. Wenn man genau hinsieht, kann man ganz links die Wäsche auf der Bleiche entdecken, die dort ausgelegt ist (Klingelwiese). Jenseits des Talkessels Hausberg und Struth.

25. Ein Bliek in die Burgstraße von 1914. Rechts unten die Brücke über den Aubach und die Schmiede Sartor, dahinter die Mühlenstraße. Das große Fachwerkhaus links vor uns ist 'Schmidts Mühle'; das Wasser wurde ihr über einen Triebwerksgraben zugeführt. Zwischen Burgstraße und Oberer Pfarrstraße (etwa in der Bildmitte) stand vermutlich einmal die Wasserburg der adligen Herren von Haiger,

26. Ein Bliek in die Untere Pfarrstraße um 1914 zeigt uns, daß sich in der ländlichen Struktur unseres Ortes in den vergangenen fünfzig Jahren - vergleichen wir mit dem Foto von 1860 - nichts Grundsätzliches geändert hat. Auch auf diesem Bild wird die dominierende Stellung der Stadtkirche besonders deutlich. Vor den querstehenden Scheunen am Ende der Straße fließt der Aubach.

27. Wuchtig drängt sich das Haus Schramm im Vordergrund in das Bild, dahinter sehen wir über die Löhrstraße zu Stadt und Kirche hinüber. Im linken unteren Winkel der Beginn der Bahnhofstraße (zuvor Auweg). Über dem Dach des Hauses Schramm grüßt 'Busche Villa', auch heute noch eines der markantesten Gebäude unserer Stadt. Wiederum links hinter der Villa sehen wir die Ziegelei Ströher.

28. Wir stehen an 'Lehrs Eek' und schauen die Bahnhofstraße entlang. Mit dem Anschluß Haigers an das Bahnnetz waren auch für unsere kleine Stadt 'Gründerjahre en miniature' angebrochen, so scheint es. Nach und nach wurde die Straße bebaut, zuerst bis zum 'Alten Bahnhof' und dann weiter bis zum heutigen Hauptbahnhof. Zum Teil stehen die Häuser auch heute noch und zeugen von einer gewissen Wohlhabenheit. Bei dem Gebäude auf der rechten Straßenseite mit dem aufgesetzten Türmchen handelt es sich um die Adler-Apotheke.

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