Haiger in alten Ansichten

Haiger in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Haiger
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1219-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haiger in alten Ansichten'

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59. Langenaubach: Wenn der Aubach durch das Dorf fließt, haben seine Wasser drei Viertel ihres Weges von der Fuchskaute im Hohen Westerwald bis zur Mündung in die Dill bei Haiger zurückgelegt. Auf diesem Bild, etwa 1925 aufgenommen, ist der Fachwerkcharakter des einstigen Bauern- und Bergmannsdorfes gut zu erkennen. Wir stehen auf dem Breitscheider Weg vor dem Lindenberg und schauen zum Bach und zur Bachstraße hinab. Rechts das Haus Henrich, das damals gerade aufgestockt wurde; im Hintergrund das Gebiet 'Am Loh'.

60. Langenaubach: Ein wahrlich schnurriges Kerlchen war 'Schnurrsch Ernstche', alte Mitbürger erinnern sich noch an ihn. Als seine wie er ledig gebliebene Schwester gestorben war, wurde er immer merkwürdiger. Sein ganzer Stolz war ein mächtiger Schirm mit kariertem Überzug, den er stets unter dem Arm trug. Durch ihn wurde der kleine Mann so bekannt, daß man noch lange Zeit in Haiger und Umgebung einen großen Schirm einfach 'e Ernstche' nannte. Eines Tages kam das Ernstche mit seinem Schirm von Sechshelden her und blieb, weil es regnete und sein Schirm ja nicht naß werden durfte, unter der Dillbrücke stehen. Dann wurde er immer aufgeregter, und ~ nach einern argwöhnischen Bliek nach oben - sagte er auf einmal voller Angst: 'Ach du, ach du ! Wenn etz die Brick iestierzt! Mei gout Schirmche!'

Gruß -aus Sechshelden

61. Sechshelden: Wie viele andere Orte in unserem Gebiet war auch Sechshelden im Mittelalter ein Haufendorf. Oft wurde die Dorfanlage dann nach einem großen Brand hier war es die Brandkatastrophe vom 4. August I 759 - grundlegend geändert: aus einem Haufendorf wurde ein nach einem Plan gebautes Straßendorf. Dies entsprach für Sechshelden auch besser der geographischen Lage und ermöglichte zusätzliche Ausdehnung des Ortes. Wir sehen von Nordwesten über das Dorf, rechts die Dill und der Klangstein; im Hintergrund liegt Dillenburg.

62. Allendorf: Dies ist wahrscheinlich der Festzugswagen der Gemeinde Allendorf anläßlich der Feiern zum IOOOjährigen Bestehen der Stadt Haiger 1914. Er stellt eine Bauernfamilie beim Naujoahrn-Backen im Jahr 1775 dar. Im Haigerer Raum, insbesondere in Allendorf, hat sich bis in unsere Tage der Brauch des Naujoahrn-Backens erhalten. Während der Tage 'zwischen den Jahren', also um Neujahr herum, werden in zum Teil nun 250 Jahre alten Zangeneisen Waffeln gebacken. Diese bestehen aus Roggenmehl, Wasser und Gewürzen (Salz, Pfeffer und Koriander). Es ist allerdings auch nicht auszuschließen, daß dieses Foto erst etwa zehn bis zwölf Jahre später anläßlich eines anderen Ereignisses aufgenommen wurde.

63. Flammersbach: Wir schauen hinab in die Dorfstraße, im Hintergrund die kleine Kirche in der Dorfmitte. Der enge Fachwerkbau wurde 1734/35 erbaut und stand bis zum Jahr 1958; die Gottesdienste wurden durch die Pfarrer aus Haiger und seit 1952 von Langenaubacher Pfarrern gehalten. Auf diesem Foto von 1913 ist die Fachbauweise an fast allen Häusern gut zu erkennen, viele Gebäude wurden später allerdings verkleidet oder verputzt. Das Haus links vorn steht nicht mehr, andere Häuser erfuhren erhebliche Veränderungen. Der Dorfbrunnen steht, in eine Mauer eingebaut, noch an fast gleicher Stelle.

64. Flammersbach: Sie sind heute zwischensiebzig und achtzig Jahre alt, die Mädchen und Jungen auf diesern Klassenbild aus dem Ersten Weltkrieg. Vielleicht wird sich ein oder der andere von den Geburtsiahrgängen 190 I bis 1908 darauf sogar wiedererkennen können? Besonders interessant ist aber auch der Lehrer der Gruppe. Es ist der später als Religionswissenschaftler bekanntgewordene DL Heinrich Marx, der als junger Padagoge zwischen 1915 und 1918 die Flammersbacher Kinder betreute. Neben einer Reihe von Veröff'entIichungen auf seinem speziellen Gebiet gibt es von ihm eine detaillierte Chronik der Kriegsauswirkungen auf das kleine Dorf, die bisher leider nur handschriftlich vcrliegt.

Sc ft u t e i. n wei. h. u n g - oR 0 d e r1 b a. eh 9 11.1 'J...

65. Rodenbach: Die Suche nach alten Fotografien ist oft wenig erfolgreich. 'Wer besaß vor 1930 im Dorf schon einen eigenen Fotoapparat? ! Wenn jemand ein Bild brauchte, ging er in die Stadt. Und bei besonderen Anlässen kam der Fotograf heraus.' Und solch ein besonderer Anlaß war natürlich die Einweihung der neuen Schule. Da war alles auf den Beinen, vom Herrn Pfarrer und den Herren der Gemeindevertretung (links auf dem Foto) über die Hauptpersonen, die Schulkinder, bis hin zum ältesten Dorfeinwohner. Ganz rechts steht der damalige Lehrer in Rodenbach, Herr Lieber. Links in der dritten Reihe der Kinder (mit Schirmmütze) Rudolf Rockensüß und irgendwo in der Mitte Erna, seine spätere Frau. Einige andere Personen werden sich sicherlich ebenfalls auf dem Bild wiederentdecken.

66. Fellerdilln: Ein Bild vom Bau des Hauses der 'Christlichen Versammlung' zu Fellerdilln aus dem Jahr 1913. Rechts mit dem Fahrrad Bauunternehmer Leonhard Weber.

67. Fellerdilln: Der größte Teil der noch greifbaren fotografischen Aufnahmen vom Beginn unseres Jahrhunderts im oberen Dilltal scheint sich auf den Bau der Bahnstrecke Weidenau-Haiger zu beziehen; dieses und die beiden nächsten Bilder handeln davon. Unser Bliek geht vom Dorf hinüber zur Gleisbaustelle vor der 'Rauhhecke'. Auf dem Foto erkennen wir in der zweiten Reihe links Anton Brado und rechts, auf der Lokomotive, Fritz Bedenbender. Der dritte von rechts (mit der Schaufel) ist Karl Wilhelm Weber aus F ellerdilln.

68. Dillbrecht: Vom Herbst 1911 bis zum November 1915 dauerte der Bau der Bahnlinie SiegenjWeidenau-Haiger, und dabei war neben dem Gleiskörper auch eine Anzahl von Bahnhofsanlagen zu bauen, Dies bereitete in dern oft abschüssigen Fe1sboden nicht geringe Schwierigkeiten. Hier sehen wir den Bau des Bahnhofes Dillbrecht im Jahr 1912. Allein das Fundamentmauerwerk ist mehrere Meter hoch. Im Vordergrund Gendarm Röder, neben ihm Bauführer Brand und Ingenieur Schröder (ganz rechts).

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