Haiger in alten Ansichten

Haiger in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Georg Quarta
Gemeente
:   Haiger
Provincie
:   Hessen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1219-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haiger in alten Ansichten'

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69. Dillbrecht: Am 8. März 1913 war es endlich soweit: Nach mehrjähriger Arbeit wurde das letzte Hindernis des 2 651 Meter langen 'Rudersdorfer Tunnels' bei Dillbrecht durchschlagen. Stolz präsentieren sich die Männer vom Bautrupp dem Fotografen. In der Mitte der ersten Reihe die Bauführer Rink (mit dunklem Hut) und Stracke (mit Stock) sowie Ingenieur Schröder (mit Mantel, rechts). Auf der linken Seite die Familie des Kantinenwirts Torini und zwei Reihen darüber, etwas allein stehend, mit hellem Anzug und Hut Fritz Weber aus Fellerdilln. Fast drei Jahre sollte es dann noch dauern, bis der erste fahrplanmäßige Zug den Tunnel auf der Strecke Weidenau-Haiger durchfuhr.

70. Offdilln: Sie steht leider nicht mehr, Hofmanns alte Schmiede in Offdilln; vor einigen Jahrzehnten fiel sie einem Brand zum Opfer. Doch sie ist es wert, hier noch einmal im Bild festgehalten zu werden. Mehrere hundert Jahre lang hatte sie ihre alte Bausubstanz erhalten können. Neben der klaren Gliederung des Fachwerkes muß besonders auf die Strohdeckung des Gebäudes hingewiesen werden. Auffällig sind auch die Pferdeköpfchen über dem Giebel des Dachfensters. Auf dem langen 'Puddelfaß' liegen die Arbeitskleider zum Trocknen aus.

71. Niederroßbach: Brücke über den Roßbach. Das Fachwerkhaus rechts ist das Haus Dienst. Die Gefachstruktur ist in den einzelnen Stockwerken verhältnisrnäßig differenziert. Das Nachbarhaus ist noch strohgedeckt, die Anordnung des Fachwerkes ist einfacher gehalten.

72. Oberroßbach: Eine Köhlerhütte im Wald bei Oberroßbach um die lahrhundertwende. Die Kohlenbrennerei war im oberen Dillgebiet und bis hinüber in das Siegerland als eine Folge der Haubergswirtschaft verbreitet. Haubergsholz, Köhlerei, Eisenschmelze auf der einen, Eichenlohe, Gerberei, Leimherstellung auf der anderen Seite waren Zweige dieser besonderen forstwirtschaftlichen Form. Die Köhlerarbeit, die die Anwesenheit der Männer über Tage und Nächte hin notwendig machte, wurde als Ausgleich zur Landarbeit empfunden. Die Hütte war aus Stangenholz gebogen, mit Grasfladen abgedeckt und bot Schutz in kühlen Nachten. Der Bliek der Männer verrät, daß sie dem Bernühen des Fotografen mit Gelassenheit, ja fast ein wenig ironisch, zusehen.

73. Weidelbach: Altes 'Siegerländer Haus' in der 'Ecke'. Im Gegensatz zu den auf hessischnassauischem beziehungsweise westerwälder Gebiet verbreiteten Häusern finden wir hier Haustür und Scheunentor in der Giebelseite. Auffallend ist auch die quadratische Gliederung der Gefache und das besonders derbe Holzwerk. Die 'Wetterseite' erhielt durch die Schieferplättchen zusätzlichen Schutz.

74. Steinbach: Die Mitte des 18. Jahrhunderts war in unserem Gebiet eine gute Zeit für den Kirchbau, stammt doch eine ganze Reihe unserer heimisehen Dorfkirchen aus jener Zeit. Unter ihnen ist - war - auch die alte Steinbacher Kirche; leider wurde sie im Jahr 1956 abgebrochen. Der kleine doppelstöckige Fachwerkbau trug einen Dachturm, und darin war eine sogenannte 'Wanderglocke' . Sie trug keinerlei In- oder Umschrift, sondern nur zwei Medaillons. Man nimmt an, daß sie aus einem säkularisierten Kloster oder Stift stammt und zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach Steinbach kam.

75. Haigerseelbach: Ein Dorffest im wahrsten Sinn des Wortes! Macht man sich die Mühe und zählt einmal nach, so dürften auf diesern Foto anläßlich der Einweihung der Schule von Haigerseelbach im Jahr 1914 rund zweihundert Menschen zu sehen sein, sicher mehr als die Hälfte aller damaligen Dorfbewohner. Im Hintergrund auf der Treppe und ganz vorn die Offiziellen, ringsum das 'Volk', bis hin zum Großvater, das Enkelehen auf dem Arm, und der Urgroßmutter, die sichtlich, mit gefalteten Händen, das Ereignis genießt. Daß man den 'Sonntagsstaat' anzog, versteht sich von selbst. Der vorwitzige Junge im Vordergrund ist heute einer der ältesten Haigerseelbacher Einwohner.

76. Haigerseelbach: Frieda und Karl Kretzer bei der Erntearbeit. Wir schreiben das Jahr 1928. An technischen Hilfsmitteln stand dem Kleinbauern seinerzeit weithin kaum mehr als die Sense zur Verfügung; ein Vergleich mit der heute fast ausschließlich maschinell betriebenen Feldarbeit bietet sich an. Sorgfältig wurden die Garben gebunden und zu 'Hausten' aufgestellt. Natürlich ging die schwere Arbeit für Karl Kretzer mit Hilfe der unvermeidlichen Tabakspfeife noch ein bißchen besser voran!

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