Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Haigerloch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1312-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haigerloch in alten Ansichten Band 1'

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Haigerloch

7. Diese Ansicht von Haigerloch ist mit der vorigen fast identisch, doch wird der Betrachter bei näherem Hinsehen wiederum einige bauliche Veränderungen feststellen. Erstmals tauchen - noch etwas undeutlich - die früher umfangreichen Gartenanlagen in der Vorstadt auf. Inzwischen steht auch das Haus Dr. Mock. Auf den hier dargestellten Bereich erstreckte sich übrigens das alte Haigerlocher Schloß aus der Zeit um 1200. Der mittelalterliche Schloßbau (freilich ohne Schloßkirche) blieb bis um 1580 auf das L-förmige Gebäude beschränkt.

8. In den zwanziger Jahren wurde dann diese Ansicht aufgenommen - der Fotograf wählte wiederum einen etwas anderen Standpunkt für sein Motiv. Da er sich mehr in Richtung Schloß bewegte, tritt hier die bis zum Römerturm ansteigende Oberstadt besonders in Erscheinung. Die Häuser ziehen sich hart am Abhang hin - eine wahrlich handwerkliche Kunst der damaligen Haigerlocher Baumeister. Die geschilderte Oberstadtbebauung erstreckte sich hier schon im späten Mittelalter. Bis ins letzte Jahrhundert hinein endeten dann die Häuser am Römerturm (an der einstigen Stadtmauer).

Haigerloch

9. Auf schroffen Felsen wurde das Haigerlocher Schloß mit der Schloßkirche erbaut. Hier wird der gewaltige Höhenunterschied zur Unterstadt deutlich. Die Schloßkirche ist sehr alt. Schon in der alten Burg bestand - mindestens seit 1335 - eine Kapelle. Die heutige Schloßkirche wurde in den Jahren 1584 bis 1607 erbaut und 1609 der heiligen Dreifaltigkeit geweiht. Dasselbe Patrozinium hat auch der Hochaltar. Die heutige Schloßkirche ist den Grafen von Hohenzollern-Haigerloch zu verdanken, die von 1575 bis 1634 in Haigerloch residierten.

10. Am Kapf vorbeigegangen (rechts im Bild noch zu erkennen) ist der Fotograf dieses alten Bildes, das noch von der Jahrhundertwende stammt. Auf dem Bild wird die alte Vorstadt deutlich. Noch bescheiden sind links die Brauerei-Gebäude zu erkennen, die inzwischen fast die ganze Vorstadt bedecken. Auf diesem und den folgenden Bildern wird der bauliche Wandel des Vorstädtchens deutlich. Der Weinberg, von dem das Bild aus aufgenommen wurde, wurde erst 1898 aufgeforstet.

HAIGERLOCH.

11. In den zwanziger Jahren entstand dann diese schöne Postkarte mit dem bekarmten und beliebten Motiv. Links im Vordergrund wieder die Brauerei-Gebäude, rechts die weitere Vorstadt, in der Mitte die Oberstadt - links ist auch das Haigerlocher Judenviertel 'Haag' zu sehen - und rechts das Schloß und ein Teil der Unterstadt. Die ganze Vorstadt wird von der Eyach als natürliche Abgrenzung umflossen. Auf dem Bild ist noch die alte, hölzerne Eyach-Brücke zu erkennen, die später näher gezeigt wird.

12. Der Fotograf hat es auch hier verstanden, wieder einen etwas anderen Bliekwinkel zu wählen. Es besteht Anlaß, besonders auf die damaligen Gartenanlagen in der Vorstadt hinzuweisen. Unten in der Mitte des Bildes ist der letzte Rest eines 'englischen Gartens' zu sehen, der sich noch bis vor wenigen Jahrzehnten erhalten hat. Heute sind die Gärten im Bereich der Vorstadt nicht mehr sehr bedeutend. Bekannt sind sie freilich schon aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Rechts fällt das breite Bett der Eyach auf, das wenig später zu einem Wehr führt.

13. Von der Seesteige aus fotografiert wurde diese Haigerlocher Postkarte, ein Bliekwinkel der heute selten gewählt wird. Der Fotograf hat den Brauerei-Bereich umgangen das Hauptgebäude ('Schlößle') ist gerade noch rechts im Bild zu sehen. Die alte Stadtmühle in der Mitte des Bildes mit Nebengebäude fällt besonders ins Auge. Die Salinenstraße links ist regelmäßig mit Obstbäumen gesäumt. Wuchtig wirkt das Haigerlocher Rathaus oberhalb der Stadtmühle mit noch angebautem Ökonomiegebäude, das inzwischen längst verschwunden ist. Die Aufnahme ist vor 1930 entstanden.

14. Von einem höheren Punkt aus fotografiert wurde etwa Mitte der zwanziger Jahre dieses Bild, ähnlich wie das vorige. Der Kenner von Haigerloch wird viele Details finden, die sich bis heute verändert haben. Auffallend ist - wie schon bei früheren Bildern von der anderen Seite gezeigt - die Hangbebauung. Deutlich ragt in die Mitte des Fotos die Felszunge mit der Schloßkirche hinein, die aus dieser Perspektive gar nicht so hoch erscheint.

15. Das 'Schlöß1e' am Beginn der Haigerlocher Vorstadt (aus Richtung Hechingen) hat seinen Charakter im wesentlichen bis heute bewahrt, auch wenn sich die Umgebung verändert hat. Als 'untere Burg' wird das 'Schlößle' schon im Jahre 1413 urkundlich erstmals erwähnt. Diese Burg war ursprünglich herrschaftlich und kam später in Privatbesitz. Im 16. Jahrhundert gehörte sie den Herren von Thumb und hieß noch bis ins 18. Jahrhundert 'Thumbisches Schlößle'. Hier befand sich schon am Ende des 16. Jahrhunderts die ehemals fürstliche Brauerei, die erst im letzten Jahrhundert in Privatbesitz kam. Die alte Brücke wurde 1934 abgebrochen.

16. Ein Zentrum bildet bis auf den heutigen Tag dieser Bereich der Haigerlocher Oberstadt. Hier befinden sich Postamt, Bank, Apotheke, Bäckerei, Milchzentrale und Gaststätte. Die alten Haigerlocher kennen noch die früheren gemütlichen Geschäfte und die einst zahlreichen Wirtschaften. Auch das heutige Postamt war einst eine Wirtschaft ('Hirsch'), das spätere Hotel 'Post' hieß früher Gasthaus 'Lamm', bis der 'Lamm'-Wirt Posthalter wurde. Verschwunden ist auch der Brunnen vor dem Gasthof 'Löwen' - ganz früher stand er mitten auf der Straße zwischen 'Hirsch' und 'Löwen'. Eine nette Erinnerung sind schließlich die 'Kandeln'.

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