Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Haigerloch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1312-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haigerloch in alten Ansichten Band 1'

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17. Ein traditionsreiches Haus ist der Gasthof 'Zum Löwen' in Haigerloch. Im Jahre 1922 (Bild) war Joseph Schindler Besitzer. Von seinen Töchtern kamen Gasthof und Metzgerei im Jahre 1929 an die Familie Dieterle, die heute nochim Besitz ist. Der 'Löwen' ist eine der ältesten Haigerlocher Wirtschaften und seit dem Jahre 1664 bekannt, damals als 'Goldener Löwe', Dank ihrer verkehrsgünstigen Lage war die Wirtschaft schon früher recht gut besucht. Bis in die dreißiger Jahre befand sich hier auch das einstmals bekannte Kaufhaus von Josef Behr.

18. Im Gebäude des heutigen Postamtes war früher der Gasthof 'Hirsch', eine der ältesten Haigerlocher Wirtschaften. Schon 1658 kommt ein Hirschwirt in den Akten vor. Im 17. und 18. Jahrhundert war der 'Hirsch' im Besitz der Familie Henger, kam dann an die Familie Henle und schließlich Göggel. Letztere Familie besaß den 'Hirsch' bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts hinein, dann wechselten die Besitzer öfters. 1904 ließ Hirschwirt Mock das heutige Gebäude erstellen. 1925 wurde der 'Hirsch' an die Reichspostverwaltung verkauft, die das Haus umbaute und das Postamt vom ehemaligen Hotel 'Post' hierher verlegte. Die Postkarte stammt aus dem Jahre 1921.

19. Die stark ansteigende Oberstadtstraße in Haigerloch hieß noch im letzten Jahrhundert 'Stadtsteige' , eine Bezeichnung, die die Situation getreu wiedergibt. Diese Postkarte aus der Zeit um 1925 ist sehr gut gelungen. Man beachte die alten Häuserfronten, vor allem ganz rechts das ehemalige 'Bürgerstüble", das schon vor Jahren geschlossen wurde. Im Jahre 1910 hatte Bäckermeister Sebastian Mang die Gaststätte 'Bürgerstüble' mit Bäckerei erworben. In der Familie Mang blieben Wirtschaft und Bäckerei bis zur Schließung.

20. Auf diesem Bild des Jahres 1913 werden die baulichen Veränderungen der letzten J ahrzehnte besonders deutlich. Während das unscheinbare Gebäude rechts im Vordergrund noch steht, hat sich das dahinter liegende, hohe Haus sehr zu seinem Vorteil verändert; ein herrliches Fachwerk wurde freigelegt. Das Gebäude ganz links ist vor einigen Jahren abgebrannt und wurde nicht mehr aufgebaut, an seiner Stelle befindet sich heute ein Parkplatz. Unverändert wuchtig thront dagegen noch immer der Römerturm über der ganzen Stadt.

21. Aus der Zeit um die Jahrhundertwende stammt diese Aufnahme. Sie zeigt aus Richtung St.-Annakirche einen Teil der damaligen 'Brauerei Maier' mit dem dahinter1iegenden Römerturm. Das Gasthaus, am oberen Ende der steilen Stadtsteige gelegen, war vor allem zu Zeiten der Fuhrwerke stark frequentiert. Hier kehrten die Fuhrleute ein - wenn sie mühsarn die Stadt heraufgekommen waren, oder auch bevor sie hinunterfuhren. Braumeister Wilhelm Maier hatte im letzten Jahrhundert die Brauerei gegründet. Das jetzige Haus wurde nach dem Bergdurchstich für die Krebshaldenstraße (1874) erstellt.

22. Der Römerturm - von der St. Anna-Höhe aus fotografiert - am Ende der zwanziger Jahre. Der Turm wird als letzter Rest der einstigen Burg des 11. Jahrhunderts angesehen, die damals den Grafen von Haigerloch gehörte und nach deren Aussterben um 1170 an die Grafen von Hohenberg fiel. Im Jahre 1746 bekam der Römerturm durch den Haigerlocher Barockbaumeister Christian Großbayer den heute noch erhaltenen achteckigen Aufbau, der bis in die zweite Hälfte des letzten Jahrhunderts hinein dem Hochwächter als Aufenthalt diente. Im Turm befinden sich die Glocken der 1837 abgebrochenen St.Ulrichskirche.

23. 'Partie aus der Oberstadt' ist diese Postkarte aus den zwanziger Jahren überschrieben. Links ist das damalige Kaufhaus von Adolph Schönbucher zu sehen, das im Laufe der Jahrzehnte vielen Zwecken diente und während des Zweiten Weltkrieges sogar einmal die Weißen Väter aufnahm, als sie ihr angestammtes Haus verlassen mußten. Interessant sind auch die beiden nächsten abgebildeten Gebäude, rechts der alte Gasthof 'Krone', wie er vor dem Bau des heutigen Gebäudes aussah. Seit mehreren Generationen ist die 'Krone' im Besitz der Familie Kost.

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24. Viel fotografiert wurde die St.-Annakirche in der Haigerlocher Oberstadt. Diese Aufnahme ist wohl die älteste, die überliefert ist. Sie stammt aus dern letzten Jahrhundert. Die alte Laterne im Vordergrund erinnert an die Zeit, als Haigerloch noch kein elektrisches Licht hatte. Erst im Jahre 1906 hielt der Strom auch in unserem Städtchen seinen Einzug. Auf dem Bild fehlen im übrigen noch die beiden Plastiken rechts und links des Missionskreuzes.

Haigerloch.

st. Rnna·Kirche.

25. Mitte der zwanziger Jahre entstand diese Postkarte mit fast derselben Ansicht wie vorher. Doch die Veränderungen sind augenfällig. Die schöne Laterne ist durch eine weniger attraktive Laterne ersetzt mit häßichen Masten. Neben dem Missionskreuz stehen die beiden Figuren. Außerdem wurden in diesem Bereich inzwischen Bäume gepflanzt, die früher ebenfalls noch fehlten. Später wurden dann in dieser Gegend vor allem Eliederbüsche angepflanzt, die dem Raum um St. Anna ein besonderes Gepräge geben. Die alten Kastanienbäume stehen immer noch - inzwischen verschiedentlich ausgelichtet.

26. Das Innere der barocken St-Annakirche zieht heute noch - wie seit über 200 Jahren - jeden Besucher in seinen Bann. Die Kirche ließ Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern-Sigrnaringen in den J ahren 1753 bis 1755 an der Stelle einer alten, inzwischen baufällig gewordenen Kapelle, erbauen. Der Plan rührt nach der Überlieferung vom berühmten Baumeister Johann Michael Fischer her. Ausführender Architekt war der Haigerlocher Christian Großbayer. Die bekannten Künstler Joharm Georg Weckenmann, Johann Michael Feichtmayr und Meinrad von Ow wirkten mit.

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