Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Haigerloch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1312-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haigerloch in alten Ansichten Band 1'

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37. Im Israelitischen Familienblatt 'Aus alter und neuer Zeit' erschien im Jahre 1925 dieses Bild eines Gäßchens im 'Haag'. Überschrieben ist der Artikel in sinniger Weise 'Aus jüdischen Gassen'. Man kann sich kaum ein schöneres Motiv vorstellen. Selbst alte Haigerlocher werden es auf den ersten Bliek schwer haben, das Gäßchen (am unteren Ende des Klausengäßchens) zu identifizieren. Zu sehr hat sich in den letzten Jahrzehnten das Gesicht dieses Stadtteils gewandelt. Man kann aber den verwunschenen Winkel noch heute entdecken - freilich nicht mehr ganz so wie auf dem alten Bild.

38. Das Haag-Schlößle, wie es heute noch genannt wird, unterschied sich rein äußerlich in den zwanziger und dreißiger Jahren nicht wesentlich von den anderen Gebäuden im 'Haag'. Es hat aber eine alte Geschichte. Schon im Jahre 1296 wurde ein Schloß im 'Haag' erbaut, das noch um das Jahr 1700 fast ganz alieine dort stand. Im Jahre 1770 soll es abgebrochen und dann neu errichtet worden sein. Nach dem Baubefund dürfte das heutige Schlößchen auch aus dieser Zeit stammen. Hier residierte viele Jahre Fürst Joseph Friedrich von Hohenzollern-Sigmaringen bis zu seinem Tod im Jahre 1796. Danach wechselte das Schlößchen häufig den Besitzer, ging 1815 an die Judenschaft über und wurde einige Zeit als Gaststätte 'Fürst Joseph' betrieben. Heute dient es als Wohnhaus.

39. Inmitten eines Obstgartens zu liegen scheint die Stadt Haigerloch auf dieser Postkarte - aus Richtung Bad Imnau aufgenommen. In der Tat hat der Obstbau - trotz des nicht gerade besonders günstigen Klimas auch in Haigerloch eine alte Tradition und geht auf das 18. Jahrhundert zurück. Damals wurden auf landesherrliche Anweisung an allen Landstraßen Obstbäume gepflanzt. Im Karlstal wurde im späteren Fabrikgarten sogar eine Baumschule angelegt.

Haigerloch

40. Schloß und Stadt Haigerloch spiegeln sich auf dieser Postkarte in der Eyach unterhalb des Bahnhofes. Von den einst vielen Bäumen entlang der Straße ins Karlstal sind heute nurnoch wenige übriggeblieben, die anderen mußten dem Straßenverkehr weichen. Auch die alte Bahnhofbrücke über die Eyach ist längst ausgetauscht worden. Geblieben ist freilich noch ein Teil der Romantik, die das Bild ausstrahlt. Die Eyach diente in diesem Bereich früher den Haigerlochern als 'Strandbad'. Auch die Missionsschü1er badeten hier. Rechts auf der Postkarte ist der Bahnhof zwischen den Bäumen zu sehen.

Haigerioch

41. Auf der alten Bahnhofbrücke dürfte das Foto für diese Postkarte entstanden sein. Die Hänge, vor allem der Felsen auf der linken Seite, sind noch fast völlig unbewachsen. Daraus kann man schließen, das es sich um eine Postkarte aus der Zeit der Jahrhundertwende handeln dürfte. Links, das erste Haus, stand noch bis vor Jahren fast einsam außerhalb der Stadt. Das Stadttor der Unterstadt ist etwa in Bildmitte zu suchen. Dort stand es bis in die erste Hälfte des letzten Jahrhunderts.

Luftkurort Haigerloch (Eyachtal)

42. Der Fotograf hat wiederum seinen Standort etwas verändert. Genau zwischen den beiden ersten Häusern in der Bildmitte stand das bereits erwähnte untere Tor. Hier begann die Unterstadt. Auf dem Bild rücken Schloß, Oberstadt und Römerturm näher. Die Häuser der Oberstadt wirken willkürlich auf den Fels aufgesetzt. An dieser Ansicht hat sich bis heute nicht viel verändert. Rechts im Bild ist die Butzengrabenstraße angeschnitten, die seit 1904/05 nach Weildorf führt. Links im Vordergrund sind letzte Reste der einst umfangreichen Gartenanlagen zu sehen,

43. Von der Unterstadt aus wurde hier der Bliek zurück ins Eyachtal gewandt, in Richtung Bad Imnau. So ähnlich muß einst der ganze Bereich außerhalb des Unteren Tores ausgesehen haben. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert ist überliefert, daß hier viele Haigerlocher ihre Gärten und Krautländer hatten. Der Rest der übriggebliebenen Gärten - ein Großteil mußte bereits im Jahre 1838 dem Bau der Eyachtalstraße geopfert werden wurde noch bis vor wenigen Jahrzehnten bewirtschaftet. Dieses Bild stellt also bereits eine Historie dar.

44. Eines der ältesten und vor allem - wenigstens früher - der schönsten Haigerlocher Gebäude ist hier abgebildet. Es handelt sich um das Wohnhaus des Haigerlocher Barockbaumeisters Christian Großbayer (1718-1782). Dieser begabte Künstler ist der Erbauer der Haigerlocher St.-Annakirche sowie zahlreicher weiterer Kirchen und sonstiger Bauwerke. Die Stadt Haigerloch ist bestrebt, das heutige Äußere des Großbayer-Hauses, das ziemlich verunstaltet ist, wieder originalgetreu herzustellen. Eine Auffrischung brauchen auch die Malereien am Haus.

45. Mindestens 50 Jahre alt ist diese Ansicht der Haigerlocher Unterstadt, ein Bliek in Richtung Marktplatz. Auffallend sind die zur Straße hin ausgerichteten Giebel, die auf eine einst regelmäßige Anlage der Unterstadt schließen lassen. Rechts im Bild ist einer der ältesten Haigerlocher Gasthöfe zu sehen, der 'Dreikönig' . Er galt stets als eine 'bessere Wirtschaft' und war schon im 18. Jahrhundert im Besitz angesehener Bürger, wie des Stadtschultheißen Franz Xaver Back, der einem alten Haigerlocher Geschlecht entstammte. Das Gasthaus wurde jedoch vor wenigen Jahren geschlossen.

46. Das Gegenstück zur vorigen Aufnahme: ein Bliek vom Marktplatz in die Unterstadt (frühere Bahnhofstraße). Der alte, steinerne Marktbrunnen, wurde im Jahre 1774 von Baumeister Christian Großbayer gefertigt. Seine NepornukStatue schuf ebenfalls ein bekannter Künstler, der fast die ganze Zeit seines Lebens in Haigerloch wirkte, der aus Uttenweiler in Oberschwaben stammende Bildhauer Johann Georg Weckenmann (1727-1795). Früher befand sich auf dem Marktplatz eine Sauerwasserquelle. Darüber stand ein Fachwerkhäuschen rnit Ziegeldach. Es wurde im Jahre 1875 abgebrochen wegen des Ausbaues der Unterstadtstraße.

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