Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Haigerloch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1312-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haigerloch in alten Ansichten Band 1'

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47. Besonderen historischen Wert besitzt diese Aufnahme von der Haigerlocher Unterstadt. Großen Veränderungen war in den letzten Jahrzehnten vor allem die Spitalgasse unterworfen. Hier ist der ursprüngliche Zustand festgehalten. Es ist bekannt, daß das alte Haigerlocher Spital schon im Mirtelalter hier war. Während die Spitalgasse früher 'Lautengasse' hieß, wurde dieser Name allmählich im 18. Jahrhundert durch die heutige Bezeichnung abgelöst. Das Spital diente bis zur Erstellung des neuen Krankenhauses seinern ursprünglichen Zweck. In der Bildmitte ist das Amtsgerichtsgebäude mit Gefängnishof zu sehen, links davon das Spital mit seinen Gartenanlagen. Links der Eyach zieht sich der Bahnkörper der Hohenzollerischen Landesbahn hin,

48. In die Anfangszeit der Motorisierung führt dieses Foto zurück, das den Haigerlocher Marktplatz zeigt. Ein Motorrad ist mit einem Personenwagen zusammengestoßen. Vermutlich kam das Motorrad aus der Pfluggasse. Auch damals schon drängten sich andere neugierige Autofahrer und sonstige Schaulustige. Dem Betrachter wird auffallen, daß das 'Schloß-Café' damals den Eingang zur Straße hin hatte. Wegen der Gefährlichkeit mußte er später auf die vordere Seite zum Marktplatz hin verlegt werden.

49. Der Haigerlocher Marktplatz in den zwanziger Jahren. Urkundlich wurde er schon vor 500 Jahren erwähnt und bildete über Jahrhunderte hinweg das Zentrum der Stadt, bis es sich in den letzten Jahrzehnten mehr und mehr in die Oberstadt verlagerte. Am Marktplatz befanden sich viele alte Gasthäuser: 'Goldener Pflug', 'Ochsen' (später 'Schwanen'), 'Schwarzer Adler' und das 'Rössle'. Übriggeblieben ist als Gasthaus freilich nur der 'Schwanen' (links im Bild), ein Werk des Barockbaumeisters Christian Großbayer, der es als Amtshaus erstellte. Seit dem Ende des I 7. Jahrhunderts wird der 'Ochsen' jedoch schon genannt. Da am Gebäude auf einem Relief Adam und Eva abgebildet sind, erscheint es möglich, daß sich hier eine Wirtschaft 'Paradies' befand.

50. 'Bei der alten Stadtmühle' ist diese Haigerlocher Postkarte überschrieben. So sah der Bereich noch vor Jahrzehnten aus. Links im Bild ist die ehemalige Ölmühle Hurm, rechts die uralte Stadtmühle. Sie befand sich hier schon im Mittelalter, das geht aus verschiedenen Urkunden hervor. Während dieser ganze Bereich seit langem ein Schattendasein geführt hat, wurde er im Zuge der Unterstadtsanierung in den letzten Jahren aufgewertet. Es ist geplant, in der Ölmühle ein Heimatmuseum einzurichten.

51. Hier mündet die Pfluggasse auf den Marktplatz. Man möchte kaum glauben, daß die Fuhrwerke bis zum Bau der Marktplatzbrücke ihren Weg durch das 'Tamberloch' und die Pfluggasse zum Marktplatz nehmen mußten. Bis ins letzte Jahrhundert standen in der Pfluggasse das Schul- und Kaufhaus und die Badestube, die schon im 13. Jahrhundert erwähnt wird. Ferner war dort das bekannte 'Wurmen'-Wirtshaus, das ursprünglich 'Blaue Ente' hieß. Es ist seit dem 17. Jahrhundert bekannt. Im ehemaligen Bierkeller unter der Schloßkirche befand sich schließlich zum Ende des Zweiten Weltkrieges die erste deutsche Atom-Forschungsstelle.

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52. Die Eyach, ein gewöhnlich harmloser Fluß, schwillt nach länger andauernden Regenfällen und zur Zeit der Schneeschmelze oft zum reißenden Strom an und verursachte jedenfalls früher, vor der Eyachregulierung - oft größere Schäden, Den alten Haigerlochern sind die Hochwasserbilder, wie hier im Bereich der ehemaligen Ölmühle Hurm, noch sehr vertraut. In zeitgenössischen Berichten des 18. Jahrhunderts ist überliefert, daß die Eyach sogar öfters durch die Fenster der Häuser in der Unterstadt hindurchfloß. Betroffen davon waren auch die einst vielen Wirtschaften in der Unterstadt.

53. Dieses Bild läßt noch etwas von der Beschaulichkeit erahnen, die früher einmal auf dem Haigerlocher Schloßhof herrschte. Der Platz diente vor Jahrzehnten der Stadt auch als Fest- und Sportplatz. Die Gebäude von links nach rechts: Torwarthäuschen, Zehntscheuer (Fruchtkasten), oberer Torturm, Hofkaplanei und das ehemalige Oberamt, das nach dem Zweiten Weltkrieg Sitz der Verwaltungsschule für Südwürttemberg-Hohenzollern wurde. Vor Jahren ging das Schloß aus dem Besitz des Fürsten von Hohenzollern in Privatbesitz über und soll ein Kultur- und Kongreßzentrum werden.

54. Der Haigerlocher Schloßhof aus der Höhe aufgenommen. Das Bild dürfte Ende der zwanziger Jahre entstanden sein. Hier fällt vor allem das einstige Oberamtsgebäude auf mit seinem Dachausbau, der später wieder entfernt wurde. Sehr alt ist auch der Brunnen im Schloßhof, der früher sogar als 'laufender Brunnen' unterhalten wurde. Leider ist das meiste Grün des traditionsreichen Hofes verschwunden und zum großen Teil Parkplätzen gewichen. Mit der Umgestaltung des Schlosses bietet sich hier wieder die Möglichkeit, korrigierend einzugreifen.

55. Ein nettes Detail vom Haigerlocher Schloß wurde hier vom Fotografen eingefangen. Links die Zehntscheuer, in der Mitte der obere Torturm und daneben die angebaute, ehemalige Hofkap1anei. Diese Gebäude stammen alle aus dem Ende des 16. Jahrhunderts. In der Mitte des Sch1oßhofes steht der alte Sch1oßbrunnen, mit dem umgebenden Grün ein besonders idyllisches Plätzchen.

56. Das Innere der Haigerlocher Schloßkirche, wie es sich um 1930 darstellte. Inzwischen wurde die Kirche grundlegend renoviert - außen und innen. Die Ende des 16. Jahrhunderts begonnene Kirche im spätgotischen Stil wurde im Jahre 1748 vom Fürsten Joseph Friedrich von Hohenzollern-Sigrnaringen barock umgebaut, während das Äußere seinen gotischen Charakter behielt. Nicht mehr vorhanden sind die farbigen Chorfenster, die auf diesem Bild noch zu erkennen sind.

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