Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Haigerloch in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Haigerloch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1312-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Haigerloch in alten Ansichten Band 1'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

67. Traditionell beginnt der Haigerlocher Fasnachtsumzug beim ehemaligen Gasthaus 'Sonne' in der Oberstadt und führt durch die Stadt bis zum Bahnhof. In den zwanziger Jahren fanden vielfach sogenannte Bräutel-Hochzeitsfeiern statt. Überhaupt wurden bei den früheren Umzügen gern Brautpaare dargestellt, so auch auf diesem alten Fasnachtsbild aus den zwanziger Jahren. Als Kostüme wurden häufig Trachten gewählt, wie sie die Bauern oder auch die Schwarzwälder trugen.

68. Die 'Bräutelgesellschaft' bildet einen wesentlichen Bestandteil der Haigerlocher Narrenzunft. Unser Bild zeigt die Bräutelgesellschaft bei einem Fasnachtsumzug vor über 50 Jahren auf Höhe des Postamtes. Der alte Brauch des Bräutelns beginnt am 'Auseliga Dauschtig' mit der Ladung zum Bräuteln. Dazu wurde früher eine Kutsche benützt. Das eigentliche Bräutein um den Marktbrurmen ist jeweils am Fasnachtsmontag mit vorausgehendem Wecken. Um 12 Uhr wird das Bräutein beendet, am Nachmittag findet dann traditionsgemäß der Umzug von der Ober- in die Unterstadt statt, abends ist zum Ausklang Bräutelball.

69. Vor über 100 Jahren wurden in Deutschland die alten Zünfte aufgelöst. Doch schon im Jahre 1864 beschloß die 'Ehrsame Handwerkervereinigung' in Haigerloch, den verstorbenen Mitmeistern die kirchliche Gedächtnisfeier zu erhalten und an dieselbe gleichseitig eine freie Besprechung ûber zeitgemëße, dem Handwerkerstand niitzliche Einrichtung anzukniipfen. Dieser Handwerkerjahrtag wird noch heute einmal im Jahr mit einem gemeinsamen Gottesdienst in St.-Anna eröffnet. Dabei wird auch eine alte Zunftfahne mitgeführt. Anschließend tagt man in einer Haigerlocher Gaststätte, früher [eweils im einstigen Zunftlokal 'Hirsch', Unser Bild zeigt Handwerksmeister bei einem Handwerkerjahrtag.

70. Die Kirche im Haigerlocher Stadtteil Bittelbronn wurde im Jahre 1786 erbaut und 1802 eingeweiht. Ihr Baumeister ist zwar nicht bekannt, doch wird der Haigerlocher Christian Großbayer vermutet, der in jener Zeit Baumeister vieler Kirchen in der näheren und weiteren Umgebung war. Schon 100 Jahre nach ihrer Erbauung mußte die Kirche durch einen Anbau vergrößert werden. Die Kirchengemeinde Bittelbronn war ursprünglich - wie heute wieder - Filiale vom Nachbarort Weildorf. Erst im Jahre 1864 wurde Bittelbronn zur selbständigen Pfarrei erhoben. Das Bild zeigt die Kirche noch mit altem Kirchturm.

71. Der Haigerlocher Stadtteil Bad Imnau ist seit Jahrhunderten als Bade- und Herkunftsort von Sprudel bekannt. So fehlt denn auch auf dieser Gesamtansicht aus dem Jahre 1910 nicht der Hinweis auf das Stahlbad. Erst um die Mitte des letzten Jahrhunderts wurde die Eyachtalstraße von Haigerloch nach Imnau angelegt. Vorher führte ein 'Pfad durch die wilden Parthien des engen Eyachtales, welcher kaum den Weg eines Gebirgs- und Hirtenpfades ansprechen dürfte'. So war es in einern zeitgenössischen Bericht zu lesen. Schon auf dieser Postkarte wird deutlich, daß sich der Ort für Wanderungen auf bewaldeten Höhen - oder im Tale anbietet.

IM AU ,HOHENZOLLERN).

Stahlbad.

72. Sehr schön ist diese Gesamtansicht des Bades Imnau aus den zwanziger Jahren. Schon im 17. Jahrhundert waren die Imnauer Heilquellen bekannt. Doch mangels Badeeinrichtungen war ein richtiger Badebetrieb nicht möglich. Im Jahre 1733 ließ Fürst JosephFriedrich von Hohenzollern-Sigrnaringen das heute noch stehende Kurhaus errichten, den 'Fürstenbau' (rechts im Bild). Erster Kutgast war der Fürst, dem rasch viele Heilungssuchende folgten. Schon um 1800 wurde Heilwasser in Krügen versandt. Im ausgehenden 18. Jahrhundert wurden mehrere Neubauten erstellt, Parkanlagen, Alleen angelegt. 1868 wurde der neue Kursaal (Bildmitte) eingeweiht und 1872 der Fürstenbau und der Naturpark erweitert. Der größte Teil der Parkanlagen ist heute nicht mehr vorhanden.

73. Diese Postkarte aus dem Jahre 1911 mit dem Kursaal des Bades Imnau läßt Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wach werden. Einen Höhepunkt erlebte das Bad in der zweiten Hälfte des letzten Jahrhunderts unter Max Frey, der das Bad gekauft hatte. Die Verpachtung hatte sich nicht bewährt. Waren es im Jahre 1844 noch 230 Kurgäste, so unterzogen sich 1872 über 1 100 einer Kur in Bad Imnau. Eine ruhige und gesicherte Entwicklung des Bades gewährleisteten erst die Hegner Schwestern, die das Bad im Jahre 1917 übernahmen und ein Kinderheim und eine Kneipp-Kuranstalt angliederten. Imnau wird auch heute noch von Erholungssuchenden gern angenommen.

74. Im Mittelpunkt des geselligen Lebens in Bad Imnau stand natürlich der Kursaal (1868). Er entstand - dem damaligen Stilempfinden entsprechend - in neugotischem Stil. Dieses alte Foto, das eigentlich mit Menschen belebt sein müßte, läßt vor dem geistigen Auge das Kurleben in Imnau aufleben. Aus Bad Imnau gibt es einige interessante Reisebeschreibungen aus dem letzten Jahrhundert, die das Leben dieses beliebten Kurortes in den leuchtendsten Farben schildern. Zwar ist die große Zeit der Kuren in Bad Imnau vorbei, an Reiz hat der Ort aber nicht verloren.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek