Haigerloch in alten Ansichten Band 2

Haigerloch in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Karl Werner Steim
Gemeente
:   Haigerloch
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6678-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Haigerloch in alten Ansichten Band 2'

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Einleitung

Im [ahre 1981 ist der erste Band 'Haigerloch in alten Ansichten' erschienen. Nachdem er vergriffen war, liegt er inzwischen in einer zweiten Auflage vor. Jetzt kann der Öffentlichkeit sogar ein zweiter Band mit Ansichtskarten vorgelegt werden, die im ersten nicht enthalten waren. Eine so reizvoll gelegene Stadt wie Haigerloch, im früheren preußischen Regierungsbezirk Hohenzollerische Lande bzw. im heutigen Zollernalbkreis gelegen, war für Fotografen immer wieder eine neue Herausforderung. So gibt es - selbst aus der Zeit vor etwa hundert [ahren - viele Ansichtskarten, die sich bis heute erhalten haben. Wem verdanken wir diese Ansichten in erster Linie? Zuerst sind die beiden Haigerlocher Buchbinder Josef Bürkle und Josef Laubis zu nennen. Sie haben zwar selbst keine Aufnahmen angefertigt, aber Fotografen bzw. Ansichtskartenfirmen mit der Herstellung beauftragt und die Karten im eigenen Verlag herausgegeben. Ansichtskarten von Bürkle sind ab 1900 datiert, solche von Laubis seit 1904. Aufmanchen ihrer Ansichtskarten sind auch die Fotografen genannt: beim Verlag Bürkle die Firmen Volk in Heilbronn und H. Sting in Tübingen; beim Verlag Laubis die Gebrüder Metz in Tübingen. Letztere haben auch auf eigene Rechnung schon früh Ansichtskarten von Haigerloch hergestellt. Weitere MetzAufnahmen von Haigerloch konnten aus dem Metz-Archiv

erworben werden. Auch in den Verlagen der Kaufleute RudolfWeltin und A. Schönbucher sowie der Weißen Väter in Haigerloch erschienen Ansichtskarten. Vom Fotografen Anton Mayer (Maier) aus Burladingen sind wenige Karten aus Haigerloch seit dem [ahr 1899 vorhanden; er hatte sich schon 1871 als Fotograf in Burladingen niedergelassen. Dazu kommen einzelne Ansichtskarten der Firmen Feldbauer aus München, H. Rubin & Co. aus Dresden und der Kunstanstalt Eckert & Pflug aus Leipzig, die schon in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts in Haigerloch fotografierten. Eine Reihe von Aufnahmen stammt schließlich von Albert Waldenspul, der seit 1920 Pfarrer in der Nachbargemeinde Gruol war und vor allem kirchliche

Motive auf den Film bannte.

Die Geschichte der Fotografie in Haigerloch selbst ist noch relativ jung, wenn man bedenkt, dass es in den Städten Hechingen und Sigmaringen schon um 1850 Fotogeschäfte gab. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts waren zahlreiche 'Wander-Fotografen' unterwegs, die sich jeweils für einige Tage oder auch Wochen in einer Stadt einmieteten, ihre Dienste anboten und dann weiter zogen. Erstmals ist ein solcher im [ahre 1896 in Haigerloch genannt. Der Fotograf Karl Müller aus Tübingen bezahlte eine Gebühr an die Stadtkasse für 'Aufstellung einer Bude', ebenso der Fotograf

Karl Maier aus Hechingen 1900 'für das Aufstellen einer Bude auf dem Marktplatz und für den Betrieb seines Gewerbes hier' . Im [ahre 1910 eröffnete der Fotograf M. Rödelsheimer aus Horb im GasthofHecht dann 'ein der Neuzeit entsprechendes elektrisch eingerichtetes photographisches Atelier' , das er als Filiale betrieb. Wie lange es bestand, ist nicht bekannt. Auf jeden Fall baute schon im [ahre 1913 der FotografLeonhard Kreidler aus Horb ein 'Photographen-Atelier' in 'Posthalters Garten', das in der Regel nur sonntags geöffnet war und 1934 wieder abgebrochen wurde. Das 'Foto-Haus Kreidler' aus Horb eröffnete schließlich 192 8 im Friseurgeschäft Vollmer

eine Zweigstelle.

Während es sich bei diesen Fotogeschäften in Haigerloch nur um kurzfristige Erscheinungen bzw. Filialbetriebe handelte, bekam die Stadt um 1924 dann ein dauerhaftes Geschäft, das bis zum heutigen Tag besteht. Der leidenschaftliche Hobby-FotografPaul Weber begann damals, aus seinem Hobbyeinen Beruf zu machen. Seit dieser Zeit gibt es unzählige Fotografien und Ansichtskarten der Stadt Haigerloch. Diesem Haigerlocher Fotografen sollte einmal ein

eigener Band gewidmet werden. Deshalb wurden für den vorliegenden Band hauptsächlich Fotos ausgewählt, die vor dieser Zeit entstanden sind.

Literaturauswahl über Haigerloch

Herl, Ellen, Liebes Haigerloch. Haigerloch 1988.

Hodler, Xaver, Geschichte des Oberamts Haigerloch. Hechingen 1928.

Steim, Karl Werner, Haigerloch in alten Ansichten Band 1. Zaltbommel/Niederlande 1981.

Steim, Karl Werner, Fastnacht in Haigerloch. Hechingen 1987. Steim, Karl Werner, Juden in Haigerloch. Photos von PaulWeber.

Haigerloch 1988.

Steim, Karl Werner, Haigerloch in preußischer Zeit (1850-1945).

Haigerloch 1994.

1 'Gruss aus Haigerloch.' Die Motive auf dieser farbigen Lithografie-Ansichtskarte von Haigerloch um 1900 wiederholen sich bis

heute. Beliebter Standort war und ist der Bereich beim Kapf oberhalb des Schlosses, einem säulenartigen Felskegel. Hier lässt

sich der Blick auf die Vorstadt mit der Brauerei, auf die ansteigende Oberstadtstraße und das Schloss festhalten. Beliebtestes Foto-

motiv ist natürlich das Schloss mit der Schlosskirche. Ähnliche Karten werden bis heute immer wieder aufgelegt.

2 Obwohl sich diese Ansichtskarte - auf den ersten Blick - von der vorigen kaum unterscheidet, sieht man bei näherer Betrach-

tung doch einige Unterschiede. In i ener Zeit gab es noch die Pappel-Allee zwischen dem Schloss und dem Seehof (Bild oben

links). Nicht fehlen dürfen Ansichten, die vom Kapf aus aufgenommen wurden. In das Herz des Bildes setzte man ein Bild der Burg

Hohenzollern, wohl um auszudrücken, dass Haigerloch zu Hohenzollem gehört.

3 Diese Karte von Haigerloch (1900) ist zwar etwa gleich alt wie die beiden vorigen, aber jetzt handelt es sich nicht mehr um Lithografien, sondern erst-

mals um Foto-Aufnahmen. Das Bild links entstand von der Annahalde aus und zeigt einen Blick auf Schloss und Schlosskirche, auf einen kleinen Teil der

Unterstadt mit Amtsgericht und Gefängnismauer (1879 erbaut). Das Bild rechts wurde wieder beim Kapf aufgenommen und bietet den Blick auf einen

Teil der Vorstadt und der Unterstadt sowie auf die Oberstadt.

4 Das Hauptbild dieser Ansichtskarte, die im [ahre 1899 verschickt wurde, entstand vom Kapf aus. Diesmalliegt das Schwer-

gewicht nicht auf dem Schloss und der Unterstadt, sondern bei der Vorstadt und dem Bereich der Oberstadtstraße bis zum Römer-

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turm, der gerade noch rechts oben das Bild begrenzt. Das kleine Bild links oben zeigt einen Blick aus Richtung Bahnhof zum

Schloss. Links unten hat der Fotograf den Marktplatzbrunnen mit Pfluggasse und Schlosskirche eingefangen.

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5 Diese Ansichtskarte ist schon aus dem Ende des

19. Jahrhunderts überliefert und wurde noch in den ersten [ahren des 10. [ahrhunderts verwendet. Sie wurde auch vom Schlossberg (Weinberg) aus aufgenommen, jedoch etwas versetzt. So ist es gelungen, fast die gesamte Vorstadt, die im Wesentlichen von den Gebäuden der Brauerei eingenommen wird, die Oberstadtstraße bis zum Römerturm und sogar die Schlosskirche auf einem Bild festzuhalten.

6 Erst allmählich wurden die Motive der Haigerlocher Ansichtskarten abwechslungsreicher. Diese Ansichtskarte aus dem [ahre

1911 zeigtdas 1903/04 erbaute Missionshaus der Weißen Väter (rechts oben), links unten einen Blick auf Schlosskirche und

Schlossgebäude und links oben - sehr selten fotografiert - einige Häuser an der Oberstadtstraße. Rechts ist das Haus des Buchbinders

Josef Bürkle, der diese Ansichtskarte verkaufte, zu sehen.

Gruss aus tiaigerlocti

7 Der Blick von der Haigerlocher Oberstadt auf das Schloss ist bis heute das häufigste Ansichtskarten -Motiv. Dennoch ist die Karte

besonders interessant. Die 'Neue Straße' ist wirklich noch recht neu, und das spätere Haus Dr. Mock (heute EIser) fehlt noch ganz. Nur

der dortige Garten ist bereits erkennbar. Besonders auffallend auf dieser Karte: die Pappel-Allee zwischen Schloss und Seehof. Sie

wurde 1790/91 angelegt und im Winter 1888/89 gefallt. Somit handelt es sich um eine der ältesten Ansichtskarten der Stadt.

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8 Pappeln gab es nicht nur oben auf der Höhe wie im vorigen Bild, sondern an verschiedenen Stellen der Stadt Haigerloch, so hier im

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Bereich der Pfluggasse an der Eyach. Pappeln standen ferner im Witthau (links oben). Geprägt wird diese Karte wieder von der

Schlosskirche mit dem dahinter liegenden Schloss auf den mächtigen Felsen. Von den wenigen Gebäuden der Unterstadt, die sich

auf der Ansichtskarte finden, ist vor allem das Pfarrhaus (links) zu erwähnen.

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