Halberstadt in alten Ansichten Band 2

Halberstadt in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Werner Hartmann
Gemeente
:   Halberstadt
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5220-4
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Halberstadt in alten Ansichten Band 2'

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EINLEITUNG

Alt-Halberstadt - das ist ein Begriff, bei dem alten Halberstädtern die Augen feucht werden, das ist Erinnerung an das Vergangene, das ist Wehmut über das für immer Verlorene, das lst Besinnung auf das Wenige, das von der alten Schönheit noch vorhanden ist.

Alt-Halberstadt - das war eine ideale Verbindung einer beschaulichen Fachwerkstadt mit dem Bürgerfleiß seiner Bewohner, der pulsierenden Geschäftigkeit einer mitteldeutschen Handelsstadt, einem sehr lebendigen und kulturvollen Gerneinschaftsleben - es gab um 1932 immerhin 356 Vereine der verschiedensten Art, es gab 2 Kinos, 1 Stadttheater und 1 Varieté, es gab 16 Hotels und weit über 100 gemütliche Gaststätten - und eine abwechslungsreiche und interessante Umgebung - Halberstadt war einfach schön!

Die Pracht ging dahin, als kurz vor Kriegsende 1945 die Stadt durch einen mörderischen Lultangriff zerstört wurde. Was blieb, waren nur mehr klägliche Reste der alten Schönheit; und die verfielen durch mangelnde Pflege und Vernachlässigung in einer Gesellschaftsordnung, die kein Gespür für das Historisch-Gewachsene und das TraditionellÜberlieferte besaß. Der Abriß ganzer Straßenzüge in der Altstadt war die unausbleibliche Folge.

Seitdem aber Halberstadt seit 1990 eine der fünf Modellstädte in den sogenannten fünf 'neuen' Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland geworden ist, die durch massive Hilfen der Bundesregierung besonders gefördert werden sollen, gibt es wieder Hoffnung, daß noch einige hundert Fachwerkhäuser gerettet und wieder bewohnbar gemacht werden. So besteht also die berechtigte Aussicht, daß Halberstadt, 'die schöne Stadt am Harz', wie sie einmal genannt wurde, in wenigen Jahren wieder zu einem Kleinod deutscher Städtebaukunst werden kann; Ansätze dazu sind schon jetzt, ein Jahr nach dem Abrißstopp, erkennbar.

Halberstadt, mit seinen 47 000 Einwohnern eine der größten Städte im Land Sachsen-Anhalt, bietet neben den zahlreichen Baudenkmälern vier Museen, den berühmten Domschatz im wiederhergestellten gotischen Dom, ein Theater, waldreiche Umgebung mit einem kleinen Tierpark der Harz liegt 'vor der Haustür' - vielseitige Möglichkeiten sportlicher Betätigung und viele Erholungsstätten .

Werner Hartmann

1. Gruß vom Bullerberg um 1900. Halberstadt, der Mittelpunkt des Nordharzvorlandes, ist eine sehr alte deutsche Stadt mit reicher Vergangenheit. Hier ein Bliek von Norden, vom Bullerberg (Bosleber Berg). Hier gab es zwei Gaststätten: eine alte Fischerhütte von 1720, die im Laufe der Zeit zu einer vielbesuchten Stätte 'unten' am Berg wurde, und 'oben' - ca. 15 m höher - wo sich auch ein kleines Sommertheater befand, das von 1850 bis 1870 zeitweise bespielt wurde. 'Oben' war die Stammkneipe der Kürassiere, 'unten' die der Infanteristen; ab und an gab es zwischen beiden rivalisierenden Parteien Streitigkeiten und 'Hau'-Gefechte. Das obere Lokal ging vor 100 Jahren ein, 'unten' existiert noch heute.

2. Bliek vom Bullerberg 1852. Von links nach rechts sieht man die Paulskirche, die Martinikirche rnit ihren ungleichen Türmen, links davon das hohe Dach der Kommisse am Holzmarkt, den gotischen Dom, hier noch mit den ursprünglichen Türmen, die dann vor 100 Jahren eine andere Gestalt erhielten, die viertürmige Liebfrauenkirche - zwischen beiden unterhalb die Katharinenkirche und ganz rechts die romanische Moritzkirche. Am rechten Bildrand ist auch das sehr große Haus 'oben' auf dem Bullerberg zu sehen, in dessen Garten eine Theaterbühne stand. Zwischen den dunklen Bäumen im Bildvordergrund schlängelt sich schon seit Jahrtausenden die Holtemme dahin, das Flüßchen 'das aus dem Holze kommt'.

3. Umzug auf dem Breiten Weg 1918. Diese Straße war schon seit mehreren hundert Jahren Hauptgeschäftsstraße. Hier traf sich groß und klein - wer kennt nicht noch den 'Bummel'? Hier gab es Geschäfte, Eisdielen, Kaffeehäuser und Hotels, Werkstätten und sogar schon 1896 ein Kino! Dieses Bild zeigt den Breiten Weg mit Blickrichtung nach Westen. In der Mitte - am Häuservorsprung - ist die Einmündung des Weingartens zu sehen. Der Umzug führt zum Bahnhof, wo man die Rückkehr des IR 27 aus dem Krieg erwartet,

4. Auszug der Soldaten am 2. August 1914. Im Hintergrund ist die Martinikirche sichtbar, die Soldaten marschieren zum Hauptbahnhof, von wo sie an die Front fahren, wieviele kehrten zurück? Etwa in Bildmitte (links) mündete die Sackgasse in den Breiten Weg. Deutlich hebt sich auch die große Feuerglocke im Südturm der Martinikirche ab, sie ist eine der schönsten deutschen Bronzeglocken aus dem Mittelalter. Das Bild macht auch die Mode der damaligen Zeit deutlich, ganz rechts sind zwei Halbwüchsige mit Schülermützen.

5. Breiter Weg ]934. Hier sind wir in der Mitte der Straße mit Blickrichtung nach Osten. Damals, 1934, veranstaltete man in Halberstadt ein großes Volksfest, weil800 Jahre vorher - 1134 - in Halberstadt eine große Reichsversammlung der deutschen Fürsten stattgefunden hatte. Es war in der Tat ein großes Fest, denn Kaiser Lothar von Süpplingenburg (1075-1137) feierte hier mit anderen deutschen Herrschern zusammen das Osterfest im Dom, 55 Jahre später wurde der Dom durch Truppen Heinrichs des Löwen zerstört. Hier eröffnen Ritter zu Pferde , und mit Lanzen bewaffnet, den großen Festumzug.

6. Ulanen beim Marsen durch den Breiten Weg 1890. Das Bild zeigt eindeutig die alte Fachwerkarchitektur dieser Straße, die Häuser waren alle etwa 220-300 Jahre alt. In dem Haus ganz links befand sich schon 1896 ein Kinematographentheater, wo man 'lebende Bilder' sehen konnte. Erst kurze Zeit vorher hatte Max Skladanowsky in Berlin seine epochemachende Erfindung der lebenden Bilder vorgeführt. Zusammen mit Oskar Meßter war er einer der großen Pioniere des Films, und Wanderkinematographen waren auf allen Jahrmärkten und Rummelplätzen zu finden. In Halberstadt gab es also schon ein Jahr später ein festes Haus, eben Breiter Weg 10.

7. Vornehmer Salon am Breiten Weg Nr. 58 um 1910. So war eine 'kalte Pracht', oder eine gute Stube, die eigentlich nur zu Weihnachten oder zu besonderen Anlässen betreten werden durfte. Die Plüschsessel, das Vertiko rechts neben der Tür, das Klavier mit den aufgesteckten Kerzen, der gestickte Ofenschirm ganz links und die Figur auf der Säule sind Ausdruck einer gediegenen Vornehrnheit, also einer wohlhabenden Bürgerfamilie.

Halberstadt

Breiter Weg

8. Breiter Weg um 1935. Ganz im Gegensatz zu den Häusern auf Bild 6 sind hier - allerdings wesentlich später - moderne Bauten zu sehen, spärlicher Autoverkehr und kaum Passanten auf der Straße deuten auf die Mittagszeit hin, denn sonst war der Breite Weg sehr belebt und während der Geschäftszeit war ein großes Gedränge auf den Bürgersteigen. Rechts schauen die Domspitzen über die Dächer.

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