Halle (Saale) in alten Ansichten

Halle (Saale) in alten Ansichten

Auteur
:   Detlef Scherer
Gemeente
:   Halle (Saale)
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6526-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Halle (Saale) in alten Ansichten'

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7 Der 'Goldene Pflug', ein alter Gasthof aus dem [ahre 1605 auf der Nordseite des Alten Marktes. Er war im vergangenen Jahrhundert Stammkneipe einer studentischen Verbindung und danach Sitz des halleschen Künstlervereins auf dem Pflug. Auch sonst mangelte es nicht an schönen, mehrstöckigen Patrizierhäusern, von denen die wenigen erhaltenen denkmalpflegerisch einen hohen Stellenwert einnehmen.

Halle a. S.

FIlter Markt.

8 Die Moritzkirche am Ausgang der Hallorenstraße (Hallorenring) mit der erkenribaren Einbindung in die Stadtmauer. Hinter der Stadtmauer, die noch heute erhaltene Schießscharten erkennen läßt, liegt der Pfarrgarten der Kirche Sankt Moritz. Der Maler Wilhelm von Kügelgen (1802-1867) schilderte diese Idylle in den 'Jugenderinnerungen eines alten Marines'. Seit 1897 führte durch diese Straße auch eine Linie der elektrischen Straßenbahn nach der Mansfelder Straße.

9 Blick in die Poststraße (heute Hansering) vom LeipzigerTurm aus; die Straße entstand etwa 1873 und war ein Teil des ehemaligen Ringes der Stadtbefestigung. Die mittelalterlichen Grabenanlagen sind auch für den ungeübten Betrachter heute noch gut zu erkennen. Vor der Bebauung der Straße diente das Areal als Domizil der städtischen Schützengesellschaft. Nachdem die zehn Türme und die Stadtmauer in diesem Bereich abgetragen worden waren, bebaute man die Westseite mit repräsentativen Häusern. Die Ostseite hingegen wurde durch schöne Anlagen gestaltet, der typische Promenadencharakter machte die Straße zu einer der vornehmsten.

1 0 Wieder die Poststraße. Die Ansichtskarte von 1896 zeigt hier das 'Wiener Café' . Das Haus war, glaubt man den Chronisten, das erste in der Promenadenstraße entstandene Gebäude, ein für die damalige Zeit nobles Café. Auch als solches war es das erste am Platze. Die Lithographie läßt auch die durch die Poststraße führende Linie der pferdestraßenbahn erkennen, war doch durch diese eine Verkehrsverbindung zwischen Leipziger Straße und Großer Steinstraße entstanden.

11 Die Konditorei pfautsch in der Großen Steinstraße, am Eingang zur Barfüßerstraße. Das seinerzeit bekannte Geschäft war sehr häufig von den Studenten der nahen Universität besucht und weit über die Stadtgrenzen hinaus für seine Baumkuchen gerühmt. Das Haus existiert heute nicht mehr, die Große Steinstraße empfing ihren Namen vom Steintor. Ihre Besiedelung und Bebauung begann ab dem 15. [ahrhundert, sie fungierte als Hauptweg in Weiterführung der alten Heerstraßen, so wie die Große Ulrichstraße oder die Galgstraße (heute Leipziger Straße).

1 2 Die Große Steinstraße Nr. 72 bezeichnet das Postgebäude. Auch dieser 1894 entstandene prächtige neoromanische Bau liegt auf dem alten Stadtbefestigungsgelände. Der Mittelturm (viereckig) trug die Fernsprechleitungen in seiner Spitze. Bereits 1839/40 wurde an gleicher Stelle das alte Postgebäude errichtet. Rechts im Bild ist der Eingang zur Poststraße zu erkennen. Der Platz vor dem Postgebäude ist mithin ein Kreuzungspunkt zwischen der Großen Steinstraße und dem Promenadenring, zweier großer Verkehrs- und nicht zuletzt Geschäftsstraßen.

Der Eingang zum Martinsberg (heute Wilhelm-KülzStraße) liegt links vom Postgebäude.

13 Was mag wohl die beiden Herren beim Blick in die Auslagen der Reichardtschen Buch- und Kunsthandlung interessiert haben? Die Ansichtskarte von 1906 ist ein Kleinod wie diese Buchhandlung eines war. Seit 1880 befand sich dieses im Iahre 1869 eröffnete Geschäft in dem Hause Schulstraße Nr. la, nicht nur mitten im Universitätsviertel, sondern in deren unmittelbaren Nachbarschaft. Die Buchhandlung mit Antiquariat war ein Fundus für Studenten und Lehrkörper gleichermaßen. Das schöne alte Haus wurde leider im Februar 1970 abgerissen.

14 Die Universität in einer Lithographie von 1891. Halle an der Saale gehört zu den exponierten Universitätsstädten in Deutschland, ihre 'Alma mater' wurde am 1. Juli 1694 durch den Kurfürsten Friedrich Ill. von Brandenburg, den späteren König Friedrich 1. von Preußen, mit großem Zeremoniell eingeweiht. Damit war ein Anziehungspunkt geschaffen für Gelehrte wie Studenten, die Zeit der Auf-

klärung war angebrochen und der Geist des Pietismus trug dann auch zur Gründung der Franckeschen Stiftungen ein [ahr später bei. Beider Ruf eilte jetzt durch Europa. Berühmtheiten lehrten hier: der Jurist Christian Thomasius, der Theologe Christian Wolff, die Mediziner Hoffmann und Stahl. Auch die erste deutsche Ärztin, Dorothea Christiane Erxleben, promovierte 1754 in Halle.

15 Das Hauptgebäude der Universität (heute Universitätsplatz 11) wurde durch den Baumeister Stapel errichtet. Grundsteinlegung war am 3. August 1832, die Einweihung erfolgte am 31. Oktober 1834 in feierlichem Rahmen. Nach Bauplänen Schinkels wurde nur der viereckige Mittelbau ausgeführt, die vorgesehenen Seitentrakte fanden aus Kostengründen keine Berücksichtigung. Das klassi-

zistische Bauwerk enthält eine geräumige Vorhalle und im Obergeschoß die Aula. Schön ausgestaltete Wandelgänge vermitteln einen symmetrischen Raumeindruck. Die Hauptfront mit der Freitreppe zeigt nach Westen, wobei die gußeisernen Löwen irn Iahre 1868 vom Marktbrunnen hierher versetzt wurden.

1 6 Südlich neben dem Hauptgebäude der Universität gelegen befindet sich das 'Robertinurn ', das archäologische Museum (heute Universitätsplatz

1 2), ein gleichfalls vornehmer spätklassizistischer Bau. Die Stadt Halle schenkte es der Universität, der Bau erfolgte 1891/92.DasMuseum beherbergt seither die antiken Sammlungen der Universität, die bis dahin in der Bibliothek am Paradeplatz untergebracht wurden. Den Namen trägt das Museum seit dem [ahre

1 92 2, nach seinem Gründer Carl Robert, ihm zu Ehren.

Iïallc a, s.

Gebr. Plettner.

Archäologisches Museum.

17 An der Alten Promenade (heute Joliot-CuriePlatz) befand sich um die Jahrhundertwende eines der renommierten fotografischen Ateliers, nämlich das von Fritz Möller. Einwohner aller sozialen Schichten der wachsenden Industrie-, Universitäts- und Schulstadt ließen sich ablichten. Eine überaus zentrale Geschäftslage trug gleichfalls dazu bei. Das Haus war um 1890 entstanden, elegant aufgeführt in gelben Backsteinen mit reicher Giebelfassade und Erkern im Stil der Spätgotik.

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