Halle (Saale) in alten Ansichten

Halle (Saale) in alten Ansichten

Auteur
:   Detlef Scherer
Gemeente
:   Halle (Saale)
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6526-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Halle (Saale) in alten Ansichten'

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18 Eine Straßenszene an der Kreuzung Geiststraße Alte Promenade (heute Universitätsring) . Die Ansicht ist wohl mindestens einhundert [ahre alt, denn zu sehen ist eine Pferdebahn bei der Passage der Kreuzung in Richtung Geiststraße. Auch damals schon ein frequentierter Ort. Links im Bild erkennt man die Konditorei und Café David, ein seinerzeit sehr angesehenes Unternehmen. Das hier zu sehende alte Gebäude wurde 1911 durch einen repräsentativen fünfgeschossigen Bau ersetzt. Das FachwerkEckhaus an der Scharrenstraße mußte im Zuge der Neubebauung in den achtziger [ahren unseres [ahrhunderts abgetragen werden.

19 In den Anlagen der Alten Promenade befindet sich noch heute das Denkmal für Robert Franz. Die prächtige Bildnisbüste, vom Bildhauer Fritz Schaper angefertigt, wurde im Juni 1903 eingeweiht. Der romantische Liederkomponist Robert Franz Knauth, geboren am 28. Juni 1815, entstammt einer alten halleschen Familie. Er widmete sich frühzeitig der Musik, war Organist an der UIrichskirche und stand später der Singakademie vor, die heute seinen Namen trägt. Bis 1867 war er Universitätsmusikdirektor. Das Grab des am 24. Oktober 1892 verstorbenen Komponisten findet man auf dem Stadt-

gottesacker. Jedenfalls erweisen Passanten und Polizist auf der Postkarte von 1903 dem namhaften Hallenser anläßlich der Einweihung des Denkmals offensichtlich ihre Referenz.

20 Eine durchaus hallesche Persönlichkeit, obgleich auch Weltbürger:

Felix Graf van Luckner war Seeoffizier und Schriftsteller, wurde am 9. Juni 1881 geboren und lebte nach umfangreichen Seefahrten im Atlantik und Pazifik in Halle. Im [ahre 1921 veröffentlichte er den 'Seeteufel' . Auch Graf Luckner wohnte an der Alten Promenade, im Haus Nr. 13. Bekannt wurde der Graf durch sein humanes Verhalten im Ersten Weltkrieg, Gefangene behandelte er menschlich. In den Vereinigten Staaten wurde er durch seinen Einsatz für V ölkerverständigung namhaft. Luckner war in die Bemühungen zur Be-

wahrung der Stadt Halle an der Saale vor der Zerstörung durch amerikanische Kampfverbände im April 1945 involviert und wurde als einer der 'Retter von Halle' gefeiert.

2 1 Die alte und doch auch junge Große Ulrichstraße im Herzen der Stadt. Der Blick auf der Postkarte aus der Zeit der Jahrhundertwende richtet sich zur Kreuzung Alte Promenade/Geiststraße. An jenem Ausgang des Straßenzuges stand die Bastion des UIrichstores als Teil der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Ehedem war sie eine Hauptverkehrsader der Stadt nach Norden, ein Stück der uralten Heer- und Handelsstraße, dies bereits im elften Jahrhundert. An diesem nördlichen Ende lag auch die um die Mitte des zwölften Jahrhunderts erbaute Ulrichskirche, nach der Wohnlage und Verkehrsweg den Namen empfingen. Die Kirche indes wurde im [ahre

1531 abgebrochen, viel später, nach 1870, besetzte man den kurvenreichen Straßenzug mit zum Teil mondänen Geschäftshäusern, die noch heute eine prägende Wirkung entfalten.

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22 Allein in der Großen Ulrichstraße waren am Beginn des Jahrhunderts mehrere sogenannte Automatenrestaurants etabliert. Man könnte sie vielleicht als Vorläufer der allgegenwärtigen Fast - Food -Restaurants bezeichnen. Schnellgerichte und Getränke waren in kürzester Zeit zu haben. Die Ansichtskarte aus dem [ahre 1913 zeigt den 'CentralAutomat', der sich im Hause Große Ulrichstraße Nr.

62 befand. Das Gebäude ist heute nicht mehr existent. Vor dem Eingang posiert der Besitzer mit seinen Kindern.

Gruss aus dem Central-Automat, Halle a. S.

23 Der Hof in der Moritzburg, einer ab 1484 unter Erzbischof Ernst errichteten, spätgotischen Zwingfeste gegen die Stadt Halle. Sie hat den Grundriß eines unregelmäßigen Vierecks mit starken, runden Eekbastionen und einem Torturm zur Stadtseite. Im [ahre 1503 war das Bauwerk im wesentlichen abgeschlossen. Vielfältig dann auch das weitere Schicksal der Burg über die Jahrhunderte hinweg. Der Brand von 1637

vernichtete den Nord- und WestflügeI, am Ende des neunzehnten Jahrhunderts entstanden unter anderem Sporteinrichtungen für die Studenten der Universität. Im Iahre 1904 wurde das abgebildete Städtische Museum eingeweiht, geschaffen in einer Nachbildung des alten Thalamtes vom Hallmarkt, zum Teil mit originalem Interieur. Dort, am Hallmarkt, wurde das Thalamt 1882 im Zuge der Platzgestaltung abgetragen. Heute

beherbergt die Galerie Moritzburg unter anderem eine Sammlung der Malerei des Expressionismus.

24 Kaum überliefertkaum bekannt: Im Hofe der Moritzburg und in den Räumen des Museums fand in den [ahren 1916/17 die sogenannte Deutsche Kriegsausstellung statt, die einerseits fraglos Propagandazwekken diente. Das wird auch auf dieser Kriegspostkarte deutlich durch die Präsenta-

tion erbeuteter Waffen auf dem Burghof. Im Hintergrund der ab 1911 wieder aufgebaute Wandelgang mit den Rundbogen und den zum Museum gehörigen Obergeschossen. Andererseits wurden aber in den Ausstellungsräumen des Museums Gegenstände gezeigt, die durch das soziale Engagement der Bevölkerung gefertigt werden konnten und der Unterstützung Kriegsversehrter oder Hinterbliebener dienten.

25 Der Nordgraben der einstigen Zwingfeste als Fahrstraße befestigt (heute Moritzburgring). Der Betrachter blickt vom Paradeplatz (heute FriedemannBach-Platz) in Richtung Burgbrücke. Die Straße ist quasi eine Weiterführung der Promenade. Dieser auf der Abbildung bezeichnete 'Neue Durchbruch' erfolgte irn Iahre 1898, die Postkarte datiert von 1899. Rechts erkenrit man die große Bruchsteinmauer zum [àgerberg und links liegt die alte Hofkapelle St. MariaMagdalenen aus dem [ahre 1509. Eine Verbindung der Alten Promenade mit dem Robert-Franz-Ring und der Würfelwiese wurde bereits seit 1895 geschaffen, als man die Reitbahn an der Großen Wallstraße abbrach.

26 Der außergewöhnliche hallesche Dom in einem ebensolchen Platzensemble. Im [ahre 1271 wurde hier das Dominikanerkloster gegründet, vollendet wurde es 1320. Unter Kardinal Albrecht von Brandenburg als Stiftskirche weitergeführt, prägte sich die Bezeichnung 'Dom'. Die dreischiffige Hallenkirche wird gekrönt von den typischen Rundgiebeln der italienischen Renaissance. Jene Gestaltung vollzog sich ab 1520. Der reiche innere Prunk, zum Beispiel das sogenannte Hallesche Heilturn, verschwand mit Kardinal Albrechts Abgang während der Reformation. Südlich des Domes findet sich die Residenz Kardinal AIbrechts, die in den [ahren 1530-1539 errichtet wurde und von Besagtem als neues Stift angelegt, auch als Ka-

tholische Universität geplant war. Der Innenhof

der Anlage ist mit schönen Arkaden ausgestaltet. Auf dem Bild erkennt man halblinks den Chor der Kapelle und im Vordergrund das

barocke Gebäude der Domküsterei. In diesem Hause befand sich über lange Zeit eine Schule.

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Dom

27 Eines der alten, mehrstöckigen Wohn- und Geschäftshäuser am Domplatz, das Haus Nr. 5. Es befand sich auf der Nordseite des Platzes, dort, wo heute Neubauten recht passabel in das Gesamtbild eingefügt sind. Architektonisch reizvoll waren die eingepaßten hölzernen Ladenfenster. Das Verschwinden der mittelalterlichen Häuser mit ihren typischen, mit Giebelfenstern versehenen Dächern entlang des bis zur Neumühle abfallenden Mühlbergs ist trotz allem ein städtebaulicher Verlust.

28 Der Mühlgraben mit der Westseite, der Wasserfront der Residenz auf einer seltenen Postkarte von etwa 1 895. Beim Betrachten erkenrit man links eine sogenannte Futtermauer der alten Stadtbefestigung. Diese lange Seite der Vierflügelanlage der Residenz, die der Saale zugewandt ist, wurde ursprünglich auf gewaltigen Bruchsteinfundamenten errichtet. Die Nordseite mit dem angedeuteten Eekturm grenzt an den Garten des Domes. Im Hintergrund der romantischen Ansicht überbrückt die Klausbrücke den Mühlgraben. Man erkennt einige ihrer Überwölbungen und das noch bebaute Westufer des Mühlgrabens (heute Robert-Franz-Ring). Die Passage zur Mansfelder Straße war zu dieser Zeit noch nicht vorhanden.

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