Halle (Saale) in alten Ansichten

Halle (Saale) in alten Ansichten

Auteur
:   Detlef Scherer
Gemeente
:   Halle (Saale)
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6526-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Halle (Saale) in alten Ansichten'

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59 Eine Ansicht, die heutzutage so nicht mehr vorstellbar ist. Hier ist der Blick freigegeben von der Kreuzung Merseburger Straße und Königstraße (heute Rudolf-Breitscheid-Straße) in Richtung Riebeckplatz. Ganz am Endpunkt der Straße ist das Hotel Europa zu erkennen, eines der vielen am Riebeckplatz. Die repräsentativen Gebäude auf beiden Seiten der großen Straße sind verschwunden, sie haben den Charakter der Geschäftsstraße in diesem Abschnitt geprägt. Statt dessen überspannt an etwa dieser Stelle eine Fußgängerbrücke die stark befahrene Straße und westlich der Fahrbahnen liegt das Hotel

'Marttim', flankiert von Wohnhäusern. Die Attraktivität dieses Bereiches ist im Vergleich zur damaligen Zeit ohne Zweifel verlorengegangen.

flalle a. S.

Merseburgerstruse.

208

60 Von der Königstraße empfing ein ganzes Stadtviertel seinen Namen - das Königsviertel. Die Straße durchquerte die Stadt vom LeipzigerTurm bis zum Ausgang im Südosten, zur Leipziger Chaussee. Ihren Namen trägt sie seit 1853. So kreuzte sie die Merseburger Straße und tangierte auch den Bahnhof. Heute führt eine Ausfallstraße von der Ringstraße Hansering direkt auf die B 80 in Höhe der Waisenhausapotheke. Die Ansichtskarte zeigt schöne alte Gründerzeithäuser, so die renommierte Restauration von Friedrich Kohl, die gleichsam als Versammlungsort bekannt wurde. An dieser Stelle be-

findet sich heute der Neubau der Dresdner Bank. Der im Bild erkennbare Teil der alten Königstraße heißt heute Am LeipzigerTurm.

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KönlgstrasS8, Bliek nach dem Lelpzlger Thurm.

102

61 Das 'Vitellc' Vertriebsgebäude befand sich in der Prinzenstraße. Diese befand sich unmittelbar am Riebeckplatz und ist heute bestenfalls in Ansätzen erkennbar. Ein kurzes Stück zwischen Franckestraße und 'Maritim ' - Hotel trägt jetzt den Namen Friedrich-ListStraße. So enthält die Postkarte eine Momentaufnahme mit Transportwagen der seinerzeit, also um 1 91 0, bekannten Vertriebsfirma, davor posieren Transportarbeiter und Kinder. Der Bedarf an diesem Grundnahrungsmittel war fraglos riesig, war es doch tatsächlich ein Ersatz für die in der Regel wenig erschwingliche Butter. Eigentlich führte die

Prinzenstraße wie erwähnt von der Franckestraße über die Merseburger Straße hinweg zum Bahnhof. Vor der Jahrhundertwende hieß sie noch Bahnhofstraße.

62 Die Landwehrstraße (heute Ernst - Toller-Straße) war eine weitere zentral gelegene Verbindung im ehemaligen Königsviertel. Diese Tangente reichte von der Lindenstraße (heute Philipp- Müller-Straße) bis zum Riebeckplatz. Heute endet die Landwehrstraße praktisch hinter den Gebäuden, die den Riebeckplatz südwestlich begrenzen, ohne offenen Zugang zu selbigern. Dem aufmerksamen Betrachter entzieht sich nicht der partiell noch nachvollziehbare damalige Straßenverlauf anhand der Bordsteinkanten und alter Straßenbahngleise. Unter dem Namen Landwehrstraße fixmiert sie seit etwa 1854.Ab demJahre1897

führte, wie auf der Postkarte aus dieser Zeit zu erkennen, die Linie der Stadtbahn vom Hauptbahnhof zum Böllberger Weg hier entlang. Die Straßenbezeichnung rührt von alten Befestigungs-

anlagen her, der sogenannten 'Landwehr ', deren Spuren auch heute noch am starken Abfall der Straße durch die Anlagen nach den Franckeschen Stiftungen hin erkermbar sind.

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Lendwehrstr.

205

63 Fast wie ein Chàteau erhebt sich das Gebäude der ehemaligen Königlichen Eisenbahndirektion in der Thielenstraße (heute ErnstKamieth -Straße), ein riesiger Baukomplex bis hin zur Königstraße. Der imposante Bau entstand in den Jahren 1901 lOl und bildet mit dem Postamt auf der anderen Straßenseite ein durchaus stadtbildprägendes Ensemble. Auf der AnsichtskarteausdemJahre 1907 erkenrit man ohne weiteres die architektonischen Züge der Renaissance wie der Spätgotik, nachempfunden besonders im Städtebau des kaiserlichen Deutschlands bis 1914. Die Direktion ist gleichsam als krönender Abschluß der Entwicklung

der Stadt Halle zum Eisenbahnknotenpunkt zu sehen, ihrer geographischen Lage entsprechend und den ökonomischen Tendenzen Rechnung tragend. Zu diesem Zeitpunkt war bereits

die bauliche Entwicklung des Bahnhofs Halle abgeschlossen, insbesondere mit dem 1890 entstandenen Empfangsgebäude.

Halle a. S., Kgl. Eisenbahn-Direktion.

64 Die Leipziger Straße trägt mehrere wohl zutreffende Attribute, das einer alten Heerstraße, eines Handelsweges, einer Einkaufsund Geschäftsstraße, eines Boulevards. Fest steht ihre zentrale Rolle als Hauptstraße der ehemaligen Galgtorvorstadt, eines ehedem zum Galgen vor der Stadt führenden Weges. Die Postkarte aus der Zeit kurz vor der Jahrhundertwende zeigt den oberen Teil der Straße mit dem LeipzigerTurm im Hintergrund. Ihren Namen trägt sie seit 1840. In der zweiten Hälfte des neunzehnten Jahrhunderts entstanden nach und nach mehrstöckige Wohn- und Geschäftshäuser, Restau-

rants und Hotels. Eine Verkehrsanbindung begann forciert seit 1882, als die PferdestraBenbahn erstmals fuhr, ab 1 898 dann als elektrische Bahn. Die nördliche Straßenseite wird an

dem auf der Abbildung sichtbaren Abschluß durch das seinerzeit bekannte Hotel 'Badischer Hof' geprägt, rechts davon liegt die Einmündung zur MartinstraBe.

65 Einst auch in der oberen Leipziger Straße zu finden: die namhafte hallesche Drogerie von Ballin. Die Familie war bereits vor der Jahrhundertwende in Halle ansässig, zunächst als Perükkenmacher und Friseure. Ballin verkörperte Tradition im Drogeriegewerbe und im Handel mit Fotoapparaten. Älteren Hallensern noch wohlbekannte Filialen befanden sich am Hansering, in der Delitzscher Straße oder in der Händelstraße. Die Hirsch-Drogerie von Oscar Ballin jun. lag in der Leipziger Straße Nr. 63, so auch der Gasthof zum 'Goldenen Hirsch', bereits irn Iahre 1820 existent. Später wurde in dessen

Garten ein kleines Theater betrieben. Gasthof und Theater wurden dann 1903 geschlossen.

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66 Eines der vor neunzig [ahren gängigenAutomatenrestaurants, der 'Triumph-Automat', war im Hause Leipziger Straße Nr. 85 etabliert, dem Eckhaus zur Königstraße (heute Am LeipzigerTurm). Das Gebäude steht dem Leipziger Turm genau gegenüber. Der prägende, palastartige Bau wurde 1904 durch die Architekten Lehmann und Wolff errichtet und schaffte einen wirkungsvollen Abschluß der Straße in Form des turmartigen Vorbaus mit schieferbedeckter Haube. Dabei erweckt die Hausfassade mit dem riesigen Giebel zur Königstraße beim Betrachter den Eindruck eines Tores, was denn auch an das bis 1819 hier bef

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