Hamburg in alten Ansichten / Hamburg - Hafen

Hamburg in alten Ansichten / Hamburg - Hafen

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Hamburg-Hafen
Provincie
:   Hamburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5880-0
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamburg in alten Ansichten / Hamburg - Hafen'

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EINLEITUNG

Der Hafen der Hansestadt Hamburg ist heute nach dem von Rotterdam der bedeutendste See- und Überseehafen in Nordeuropa. Dabei ist der Hamburger Hafen kein Hafen an einer Meeresküste, sondern ein Flußhafen, der ca. 100 km von der Nordseeküste entfernt an der Eibe liegt. Dieser Fluß, einige Kanäle und ein ausgebautes Schienennetz sowie die östliche Lage dieses Welthafens machen diesen Hafen besonders nach der Öffnung osteuropäischer Grenzen auch für das Binnenland wieder verstärkt interessant.

Angefangen hat die Entwicklung des Hafens vermutlich mit der Ursiedlung von Hamburg, der Hammaburg, die nördlich der Eibe lag und an einer Stelle lokalisiert ist, die man fast als Furt bezeichnen kann. Hier, wo die Eibe viel schmaler als an ihrer Mündung war, konnte schon im Mittelalter der Personen- und Warenverkehr von Norden nach Süden und umgekehrt erfolgen. Der Wassertransport endete in einem kleinen Hafen am Zusammenfluß von Alster und Bille.

Abgesprochen mit Kaiser Barbarossa, aber wegen seines frühen Todes von seinem Enkel Friedrich Il. urkundlich festgehalten und besiegelt, wird mit dem Reichsfreibrief am 7. Mai 1189, daß die Hamburger 'rnit ihren Schiffen Waren und Leute vom Meere bis an die Stadt frei von allem Zoll und aller Ungeldforderung hin- und zurück' verkehren können. Es war ein kleiner Hafen am Nikolaifleet der neuen Siedlung Hamburg. Aus diesem Urhafen entwickelte sich im Laufe einer über 800jährigen Geschichte der Hamburger Hafen zum Welthafen. Nur ein Jahr vor dem Freibrief

hatte Graf Adolf lIl. von Schauenburg die Neustadt als Schiffer- und Hafensiedlung gegründet.

Die günstige geografische Lage machte sich aber erst durch die Entdeckung Amerikas und der übrigen Kontinente deutlich, nachdem die Hanse und damit die Vormachtstellung Lübecks im Ostseeraum verblaßte. Auch die Konkurrenzgründung des EIbehafens Glückstadt im Jahre 1617 durch den dänischen König Christian IV. konnte die Entwicklung des Hamburger Hafens nicht beeinträchtigen. Während in früheren Jahrhunderten die den Hamburger Hafen anlaufenden Schiffe im tieferen Wasser an einer Rheede lagen und von kleineren Schiffen die Ladung gelöscht wurde, gab es im 19. Jahrhundert eine grundlegende Umwandlung des Hafens. Zum einen wurde der Hafen als Tidehafen ausgebaut, der vom Hochwasser der Nordsee anders als ein tideabhängiger Hafen, zum Beispiel des Londons, unabhängig ist. Der Tidehub der Nordsee macht sich im Hamburger Hafen mit durchschnittlich 3,10 m bemerkbar.

Zum anderen wurden Hafenbecken geplant und gebaut, die über ein System von Kaianlagen, zwischen denen Hafenbecken liegen, zu erreichen sind. Die Kais und die Hafenbecken sind so konstruiert, daß Seeschiffe genügend Tiefgang haben und jederzeit ein- und auslaufen können, ohne Schleusensysteme passieren zu müssen. Erst der Abschluß der sogenannten Köhlbrandverträge durch Hamburg und Preußen in den Jahren 1868, 1896 und 1908 führte zum Ausbau und zur Vertiefung des Köhlbrands und zur Erweiterung des Hafens nach Westen, was später durch die Einbe-

ziehung der Insel Waltershof noch verstärkt wurde.

Die Kaianlagen umfassen Speicher und Schuppen sowie Krananlagen, so daß das Löschen bzw. Beladen mit leistungsstarken Kränen sehr kurzfristig möglich ist. Einige Hafenbecken wurden zeitlich wie folgt eingerichtet: 1890 Grasbrookhafen und Baakenhafen, 1888 Segelschiffhafen, 1893 Hansahafen und Indiahafen, 1913 Parkhafen, 1908-1911 Petroleumhafen, 1915 Waltershofhafen, 1924 Maakenhafen, 1930 Griesenwerder Hafen.

Neben den Seehafenbecken gibt es auch vier Flußschiffhäfen, die den Seehafen Hamburg über das Fluß- und Kanalssystem mit dem Hinterland verbinden. Diese Einbindung in das deutsche und europäische Binnenland steigert die Bedeutung der Hafenfunktion Hamburgs.

In den sechziger Jahren wurde der 1924 erbaute Maakenhafen zugeschüttet und auf seinem Gelände - und aufWaltershof - ein Containerhafen errichtet, dessen Kräne und Containterstapel die übrigen Hafeneinrichtungen überragen. Sehr markant ist die sogenannte Speicherstadt. Sie umfaßt die Speicher der Hamburger-Hafen-Lagerhaus-Gesellschaft (Freihafengesellschaft). Es handelt sich um eine Anlage von Speichern aus Backstein, die heute zwar noch ihre ursprüngliche Funktion haben, aber als Baudenkmäler stehen die Gebäude unter Kulturdenkmalschutz.

Der Hamburger Hafen ist ohne die Initiative von Einzelpersonen oder Reedereien kaum denkbar. Robert M. Slomann gründete 1836 die Segel-Packetfahrt Hamburg-New York. 1847 wurde die Hamburg-Amerika-Packetfahrt-ActienGesellschaft gegründet. Seit 1871 gibt es die Hamburg-

Südamerika-Dampfschiffahrts-Gesellschaft. Weitere Linien verbanden Hamburg mit Afrika, Asien und Australien. Bedeutendste Reederei ist die Hamburg-AmerikaLinie, die dem Hafen Hamburgs See- und Überseegeltung verschaffte.

Wo vor über hundert Jahren Segelschiffe, P-Liner, Ewer, Briggs und Barks Lasten und Seeleute hin- und herfuhren, verkehren heute Ozeanriesen, Containerschiffe, Passagierdampfer und Öltanker und binden Hamburgs Hafen in den internationalen Seeverkehr ein.

Für den neugierigen Hafenbesucher, der mal kurz den Hamburger Hafen kennenlemen möchte, stehen die Barkassen an den Landungsbrücken zur Verfügung, die ein Bild vom modernen Hafen vermitteln. Wer dagegen die Oldies der Seeschiffahrt und des Hamburger Hafens sehen möchte, muß nach Övelgönne fahren, wo man im M useumshafen noch Schiffe sehen kann, die aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammen. Es ist die Zeit, über die dieses Buch berichtet: Der Hamburger Hafen in alten Ansichten.

Uwe Bremse

Stadt Hamburg an der Elbe Auen, wie bist du stattlich anzuschauen, mit deiner Türme hochgestalt

und deiner Schiffe Mastenwald!

George Nikolaus Bärmann

Darstellung des Hamburger Hafens in dem Buch 'Die Miniaturen zu dem Hamburger Stadtrechte vom Jahre1497', veröffentlicht von J. M. Lappenberg, 1845.

1. Diese im Jahre 1927 vom Kartographischen Bureau der Wasserbaudirektion Hamburg gezeichnete Weltkarte zeigt die weltweite Einbindung des Hamburger Hafens und seine Bedeutung als Sechaten. Grafisch sind die Verkehrsgrößen (BRT) aller Häfen von mehr als 50 000 NRT Ein- und Ausfuhr nach Hamburg im Jahre 1925 hervorgehoben. Die Abbildung zeigt die Bedeutung der Hansestadt Hamburg als Welthaten. eine Funktien, die der Hafen der Millionenstadt Hamburg als zweitgrößter Hafen Europas nicht eingebüßt hat.

2. Hamburgs Lage an der Elbe erschließt dem Welthafen nicht nur die Sec, sondern auch das Hinterland wird an den Hafen angebunden. Die natürlichen Wasserstraßen erlauben zum Beispiel Schiffstransporte des Binnenlandes von der Stadt Halle über die Saale, von Prag elbaufwärts, von Beuthen in Schlesien über die Oder, von Berlin über die Havel und von Danzig und Elbing über die Weichsel und Netze zum Hamburger Hafen. Künstliche Wasserstraßen, zum Beispiel der Mittellandkanal und der Nord-Ostsee-Kanal, binden Hamburg auch an das Ruhrgebiet und die Ostsee an. Selbst der Hansakanal, der eine Anbindung des Ruhrgebiets erlaubt, ist - jedoch geografisch anders verwirklicht - schon in die Karte eingetragen.

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3. Die im Jahre 1927 entstandene Karte zeigt die geografische Lage Hamburgs an der EIbe. Der Hafen der Hansestadt liegt gcschützt ca. 90 km von der Nordsee entfernt, weshalb Seeschiffe von einem Lotsen von Brunsbüttel in den Hamburger Hafen sicher geführt werden müssen. Durch den Nord-Ostsee-Kanal besteht für den Welthafen Hamburg auch eine Verbindung zu den Ostseeländem, Außerdem gehörte zum Hamburger Hafen der in Cuxhaven gelegene Amerika-Hafen.

4. Die Eibe ist nach dem Rhein der zweitlängste deutsche Strom mit einer Länge von 1165 km, von denen 940 km schiffbar sind. Von den Städten an diesem Fluß - Pirna, Meißen, Dresden, Magdeburg, Lauenburg, Hamburg, Glückstadt und Brunsbüttel- ist Hamburg, die größte Stadt dieses deutschen Schicksalsflusses. Aber nur die Hansestadt Hamburg ist für Hochseeschiffe elbaufwärts zu erreichen. Daß der Fluß auf 940 km schiffbar ist, läßt erahnen, daß über den Seehafen Hamburg auch das Binnenland zu erreichen ist. Auch Kanäle binden das Hinterland an Hamburg und die Eibe als 'Tor zur Welt' an. Die alte Ansicht zeigt ein Stimmungsbild der Eibe. Die Karte wurde am 3. August 1912 abgestempelt.

5. Anmutige Aussichten wie dieser 'Bliek auf die Elbc' von der höheren Moräne auf den Fluß machen die EIbe bzw. das Elbufer zu einem beliebten Ausflugsziel. Viele schöne Aussichten, bewachsen mit Rotbuchen und Robinien, laden zum Verweilen und Beobachten ein. Dabei fahren immer wieder kleine und große Schiffe elbaufwärts und elbabwärts. Viele von ihnen steuern den Hamburger Haten an. Der Verkehr auf diesem Fluß verdeutlicht Hamburgs Hafenfunktion; und besonders große Seeschiffe deuten auf den Seehafen Hamburg hin, dessen Bedeutung als Welthafen auf impressionistischen Aufnahmen kaum erkannt werden kann. Die Aufnahrnc wurde am 7. August 1942 abgestempelt.

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Hamburg

SegelschilIhafen

6. Diese alte Ansicht vom 1888 gebauten Segelschiffhafen vermittelt heute einen Eindruck von Seefahrtsromantik. Die Arbeit war jedoch sowohl im Hafen als auch auf hoher See auf den Schiffen von meist schwerer körperlicher Anforderung. Der Mastenwald der heute als Windjammer zu bezeichnenden Segelschiffe veranschaulicht aber auch den regen Handelsverkehr des Hamburger Hafens. Die Schiffe kamen meistens aus anderen Kontinenten. Die bekarmtesten Viermaster waren die sogenanntenP-Liner. zu denen die 1956 untergegangene Pamir und die heute in Travemünde liegende Passat gehören. Die Abbildung zeigt, daß die Massengüter auf kleinere Schuten umgeladen und anschließend in die Lagerschuppen gebracht werden, die an den Kais stehen. Etliche Massengüter wurden aber auch sofort in das Hinterland befördert.

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7. Obwohl Hamburg als Seehafen schon seine Bedeutung im Mittelalter hatte und während der Hansezeit in diesem Bündnis als 'Brauhaus' galt, brachte erst die Entdeckung Amerikas und damit die Verlagerung des Welthandels nach Westen der Stadt neue Entwicklungsimpulse. Trotzdem hat sich der Hafen erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts grundlegend verändert. Die Karte zeigt den Hamburger Hafen im Jahre 1865, bevor die großen baulichen Veränderungen durchgeführt worden sind. Am Nordufer der EIbe sind der Niederhafen, Binnenhaten. Sandtorhafen, Oberhafen, Holzhafen und Alter und Neuer Holzhafen zu erkennen. Der Große Grasbraak zeigt nur wenige Hafenanlagen. Am Südufer der Elbe sieht man erste Urngestaltungen, zum Beispiel auf dem Steinwerder. Altona und Wilhelmsburg gehörten damals noch nicht zu Hamburg.

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