Hamm in alten Ansichten Band 2

Hamm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Maria Perrefort
Gemeente
:   Hamm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6700-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamm in alten Ansichten Band 2'

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9. Richard-Matthaei-Platz, um 1930

Ganz links im Bild ermöglicht das Bahnhofsgebäude, dessen Uhr zu sehen ist, ein wenig Orientierung; neben dem Empfangsgebäude liegt der charakteristische Übereckbau des Postamts. Das Doppelhaus neben dem Postamt gehörte 1927 der Firma Sandfort und wurde vorher als Wohngebäude der Angestellten des jüdischen Kaufmanns Schönenberg genutzt. In der Mitte und rechts sind Gebäude der ehemaligen Brauerei Mark zu sehen; die Waggons gehörten der Firma A. Neuhaus, Möbeltransport, Luisenstraße 1l. Rechts an der Hafenstraße standen 1941/42 die Baracken, in denen die jüdischen Frauen und Männer aus Harnm vor der Deportation eingesperrt wurden. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg hatte die Brauerei Mark ihren Betrieb eingestellt; die Gebäude dienten anschließend unterschiedlichsten Firmen - Möbel, Obst und Gemüse, Kraftwagen - als Lagerraum. (Stadtarchiv Best. 702, Brauerei Mark.)

10. Bahnhof und Vorplatz, 1956

Auf dem Vorplatz stand während der fünfziger [ahre der Pavillon des Verkehrsvereins, ihm schlossen sich fünf Haltestellen für den Busverkehr an. Ganz unten im Bild ist das Gebäude der Möbelfirma Glunz zu sehen, an der Straßenecke gegenüber der Handelshof, in dem damals "Betten Reinhard" ausstellte. Das Geschäft war nach einem Bombenschaden 1940 von der BahnhofstraßelEcke Friedrichstraße gegenüber in den Handelshof gezogen. Entlang der Bahnhofstraße unten im Bild sind noch deutlich die Kriegszerstörungen zu sehen. Erst in den sechziger [ahren wurden die letzten Trümmer beseitigt.

11. Bahnhofstraße, 1963

Im Iahre 1933 gründete Hermann Glunz das Einrichtungsunternehmen, das seit 1938 seinen Sitz an der Bahnhofstraße hatte. 1944 brannte das Haus aus und konnte erst 19 S4 wieder eröffnet werden. Es lag gegenüber von Brenninkmeyer (C&A) an der Ecke zur Friedrichstraße. Als 1980 die Neue Bahnhofstraße angelegt wurde, mussten Glunz und andere Häuser südlich der Bahnhofstraße weichen.

1 2. Betten Reinhard, undatiert

Die undatierte Aufnahme aus der Nachkriegszeit vermittelt einen deutlichen Eindruck von den Zerstörungen des Krieges und vom Leben im Provisorium. Links türmen sich Trümmerberge, während der Bus- und Straßenbahnverkehr bereits wieder im Gange ist. Auch Betten Reinhard - seit 1906 in Hamm Bahnhofstraße 32, seit 1912 Bahnhofstraße 39 - hat seine angebotenen Waren bereits wieder in den Schaufenstern ausgestellt. Doch zu einem neuen Dach fehlten offensichtlich das Geld und Material. So blieb das Obergeschoss einstweilen ein Behelf.

13. Landratsamt, 1927

Das Foto zeigt eine seltene Ansicht von Landsratsamt und Ständehaus am Westentor, das 1888 im historisierenden Stil der Neorenaissance fertig gestellt worden war. Der Bau - Beginn Mai 1887 - ging aufPläne des Regierungsbaumeisters Paul Boner zurück, der auch das Gästehaus in Bad Hamm erstellt hatte. Der Kreis Hamm war 1817 aus den Bürgermeistereien Hamm, Pelkum, Rhynern, Kamen, Unna und Fröndenberg gebildet worden. 1901 überschritt die Stadt Hamm die Einwohnerzahl von 30 000 und bildete in der Folge einen eigenen Stadtkreis. Bis 1927 konnte sich Hamm im "Kampf um das Landratsamt" noch als Sitz der Kreisverwaltung behaupten, dann wurde das Amt nach Unna verlegt. Rechts im Bild liegt die in den zwanziger [ahren gegründete Kreissparkasse. Das Landratsamt wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört.

14. Westentor, 1 927

Die Aufnahme zeigt vorne im Bild die Grünanlagen vor dem Landsratsamt an der Kreuzung Westring, Südring, Bahnhofstraße und Westentor; der Gehsteig vor dem Repräsentationsbau war schmuckvoll gepflastert. Der klassizistische Bau links im Bild - Bahnhofstraße 1 - wurde seit 1940 von der Kreissparkasse genutzt, dahinter schloss sich der Pavillon mit den Ausstellungsfenstern der Firma Alsberg an. Auf der anderen Straßenseite lag die Mühle Uhlendorff, daneben die Brökelmannsche Mühle, Bahnhofstraße 4. Es folgen an der Bahnhofstraße 8 mit der Markise die Konditorei Wigand und dahinter schließlich das große, mit zwei Markisen versehene Kaufhaus Alsberg.

15. Kaufhalle im Bau, 18.Januar 1930

Von Norden nach Süden zeigt die Fotografie die Baustelle der späteren Kaufhalle, die 1930 unter dem Namen des Einheitspreisgeschäfts EHAPE errichtet wurde. In dem Gebäude war in den dreißiger [ahren auch der UFA-Filmpalast untergebracht. In der Nachbarschaft an der Bahnhofstraße 10-12 befand sich das Hauptgeschäft der Firma Gebr. Alsberg.Am 12. August 1936 meldete NSDAPPG Franz Fahning, dass das Geschäft Alsberg "in arischen Besitz übergegangen" war. Bei einem Bombenangriff vom 5. Dezember 1944 wurde das Gebäude zerstört. Im Adressbuch der Stadt von 1951 warb dann das neue Kaufhaus Müller-Hamm: "Wir führen weiter was Fahning groß machte." Heute gehört das Geschäft der Kaufhof AG. Das neoklassizistisch anmutende Haus im Hintergrund diente früher dem Mühlenbesitzer Uhlendorff als Wohnhaus, bis später die Kreissparkasse dort einzog. Bei dem alten Backsteinbau rechts handelt es sich wohl um die Mühle Brökelmann.

16. "Müller- Wipperfiirth" an der Bahnhofstraße, undatiert

Das Kaufhaus Müller-Wipperfürth (im Gegensatz zu Müller-Hamm) entstand zu Beginn der fünfziger [ahre auf dem Gelände der Ölmühle Brökelmann & Co, die 1944 völlig zerstört worden war (vgl. auchAbb. Plan Nr. 1). Im Hintergrund sind noch das ehemalige Öllager und die Raffinerie der Brökelmannschen Mühle zu sehen. Rechts, wo sich früher die Uhlendorffsche Mehlmühle befand, ist die fertig gestellte Kaufhalle zu sehen.

17. Ritterstraße, 1927

Die Aufnahme zeigt das gerade fertig gestellte Schuhhaus Viehoff, einen der wenigen architektonisch interessanten Bauten, die bis heute noch erhalten sind. Viehoff hatte sich in unmittelbarer Nachbarschaft von Schuhhändler Israel Piperberg angesiedelt. Ins erste Geschoss des Baus, für den der Münsterische Architekt Max Krusemark verantwortlich zeichnete, zog das Café Metropol. Vorne im Bild ist der Schatten des Fotografen mit der Kamera zu sehen. Um wen es sich handelte, ist leider nicht bekannt.

18. Drogerie Kassen, um 1928

Ganz in der Schuh- und Haarmode der zwanziger [ahre stehen Luise Kassen (links) und ihre Kollegin vor dem Drogerie- und Fotogeschäft Wilhelm Kassen an der Weststraße 14. Das ladenschild "Schuhe" am linken Bildrand gehört zum Haus Große Weststraße 16 von F.W Böhmer, während sich zur anderen Seite hin die Geschäfte von Kiffe und Middendorf anschlossen.

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