Hamm in alten Ansichten Band 2

Hamm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Maria Perrefort
Gemeente
:   Hamm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6700-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamm in alten Ansichten Band 2'

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29. Musikpavillon, 1919

Unter der Ägide von Stadtbaurat Otto Krafft (1879-1916) setzten zu Beginn des 20. Jahrhunderts in Hamm beachtliche Baumaßnahmen ein. Nach häufigen Überschwemmungen der Stadt nahm Krafft den Bau des Lippe-Seiten-Kanals und der Hafenanlage (1912-1914) zum Anlass, Lippe und Ahse weitgehend hinter die Stadtgrenzen zu verlegen und die ehemaligen Flussbetten in der Innenstadt als Ringanlagen zu begrünen. Der Kaiser- WilheIm-Ring wurde am 14. Juni 1914 mit einem Konzert des Straßburger Pionierbataillons Nr. 27 eingeweiht, das unter dem Kupferdach des Pavillons feierlich aufspielte. Der Westfälische Anzeiger äußerte am 1 3. Juni 1914 die Hoffnung, dass die Stadt Hamm nunmehr "sich zu einer der schönsten des Industriegebiets rechnen" könne.

30. Oberlandesgericht,1956

Im [ahre 1956 hatte das 1894 nach Plänen von Endell errichtete Gebäude fast seine gesamte Geschichte als a berlandesgericht am Friedrichsplatz (heute: Theodor-Heuss-Platz) hinter sich: 1959 zogen die Juristen in ein neu erstelltes Hochhaus an der Heßlerstraße. Heute befindet sich in dem Bau das Rathaus. Ganz rechts unten im Bild ist die 1930 eingeweihte Strafanstalt zu sehen, die auf dem Gelände ehemaliger Fabrikhallen der Firma Hundhausen entstand; dahinter schließt sich an der Bismarckstraße 1 die Villa Hundhausen mit dem Pyramidendach an. Dieser Neorenaissancebau musste 1987 dem Neubau einer Arbeitsamtsabteilung weichen.Auch die alte Bausubstanz hinter dem aLG ist Vergangenheit; dort befinden sich heute Parkmöglichkeiten.

31. Widumstraße, um 19 3S

Die Abbildung - eines der ältesten farbigen Diapositive im Bestand der Sammlung des Gustav-Lübcke-Museums - zeigt die Widumstraße nach Westen zur Pauluskirche. Das Haus der Witwe Herm. Henin aus Düsseldorf, Eylertstraße 44, war ganz offensichtlich in keinem guten Zustand. Dieses älteste Haus in dem Quartier links im Bild mit dem Krüppelwalmdach steht zwar heute noch und ist komplett saniert, nicht dagegen die Häuser rechts vorn im Bild an der Widumstraße und an der Eylertstraße, die in den siebziger [ahren abgerissen wurden.

32. Widumstraße,1928

Die Aufnahme zeigt die rechte ( nördliche) Seite der Widumstraße von Osten nach Westen in Richtung Pauluskirche, die 192 8 ge-rade renoviert wurde. Ganz rechts im Bild ist mit der Nr. 37 das Haus von Fritz Seewald zu sehen, dann das Haus der Helene Bellwinkel, dann das der Witwe Therese Schulenburg, daneben hinter der Laterne wohnte in Haus Nr. 31 Witwe Th. Hugemann; es schloss sich das Geschäft von Bäckermeister Hermann Fertmann an, und mit der Werbung für Klosterbier machte die Schankwirtschaft zur Krone von Louis Wilke an der Widumstraße Nr. 27 auf sich aufmerksam, dort, wo nach dem Zweiten Weltkrieg Otto Brunn seine Gaststätte führte. Der Wagen links im Bild dürfte von der Kohlenhandlung Freese stammen.

33. Bad Hamm, fiinfziger jahre

Die Luftaufnahme der Hamburger Aero Lloyd aus den fünfziger [ahren zeigt von links nach rechts noch das alte Badehaus mit den Badeanlagen und das nach Plänen des Architekten Paul Boner errichtete Gästehaus; 1960 fielen diese Gebäude - errichtet in den achtziger [ahren des 19. Jahrhunderts - der Abbruchbirne zum Opfer. An dieser Stelle entstand die Klinik für Manuelle Therapie. Das heutige Kurhaus (rechts), das dem Bürgerschützenverein gehörte, gelangte 1930 in den Besitz der Stadt. Das Kurhaus-Hotel Bad Hamm wurde zur Zeit dieser Aufnahme von Erich Henze betrieben.

34. Bad Hamm, fünfziger jahre

Einen Teil der Grünanlagen von Bad Hamm, idyllisch im gutbürgerlichen Hammer Osten gelegen, zeigt diese Ansichtskarte. 1941 kaufte die Stadt Hamm das Bad auf, musste aber bis zum Kriegsende auf den Badebetrieb verzichten. Erst von Mai bis Oktober 1945 wurde die Kursaison wieder eröffnet. Das Solebad versprach, Herz- und Kreislauferkrankungen, Rheuma, Nerven- und Frauenleiden zu heilen. Die Wannenbäder wurden aber auch gern von den zahlreichen Menschen genutzt, die zu Hause kein Badezimmer besaßen. Obgleich das Bad zu prosperieren schien, wurde es 1955 aus der Liste der anerkannten Kurorte gestrichen.

35. "Kriegerehrenmal" an der Ostenallee, 1 9 3 3

Aus einem Konvolut von 170 Entwürfen wählten Dr. von Danwitz, Vorsitzender der militärischen Vereine in der Stadt, Magistratsbaurat Haarmann und Staatskommissar Deter den Entwurf .Totcnrnal" von Werner Hagemeister aus Bielefeld-Senne aus und verliehen ihm im Juni 1933 den ersten Preis. Die konkurrierenden Arbeiten "Rote Erde" und "Opfertod" erreichten nur die Plätze zwei und drei. Die Darstellung eines "toten Kriegers" entspräche dem "Volksempfinden" und füge sich gut in den Zusammenhang der Ostenallee, wo man "den Exerzierplatz als Aufmarschgelände zu benutzen" plante (WA 2. Juni 1933). Darüber hinaus kaufte die Stadt die Entwürfe "Hünengrab" und ; Westfalendank" . Am 19. Mai 1935 wurde das heute noch von Krieger- und Schützenvereinen frequentierte Denkmal eingeweiht.

36. Arbeiterkolonne beim Bau der "Reichsautobahn", 14.August 1935

Um die Mobilität derWehrmacht zu gewährleisten, die für die Kriegführung unerlässlich war, begann das nationalsozialistische Verkehrsministerium bald mit demAutobahnbau. Hamm wurde 1935 nicht nur erneut Garnisonstadt, sondern erhielt auch eineAnbindung an das Autobahnnetz. Hier entsteht die A 2 bei RhynernOstünnen.

37. GeschäftsstelleWLZ, vor 1939

Im Handelshof am Bahnhofsvorplatz waren in den dreißiger [ahren die Lokalredaktion und die Geschäftsstelle der Westfälischen Landeszeitung Rote Erde untergebracht. Das Blatt aus Dortmund unterhielt in Hamm eine Lokalredaktion; es fungierte als amtliches Organ der NSDAP und trug so im Hammer Raum maßgeblich zur Verbreitung der nationalsozialistischen Ideologie bei.

38. "Weibergefängnis", 1931

Das alte Frauengefängnis lag am Nordenwall, nach rechts knickt im Vordergrund die Antonistraße ab. Am Nordenwall schließen sich Beamtenwohnungen an, und jenseits der Franziskanerstraße hinter der weiß getünchten Wand sind noch der jüdische Friedhof und der mehrgeschossige Gefängnisblock, in dem Männer untergebracht waren, zu sehen. Seit den sechziger [ahren des 19. Jahrhunderts hatte der preußische Staat im ; Central-Gefängnis" am Nordenwall nicht nur Männer, sondern auch etwa sechzig Frauen eingesperrt. Die Zahl war allerdings rückläufig: 1929 saßen dort nur noch sechs Frauen ein. Statt ins Gefängnis wurden Frauen vielfach ins Armenoder Arbeitshaus eingeliefert. Hinter dem Gefängnistrakt lag - durch eine Mauer abgetrennt - lange Zeit die katholische Stadtschule für Jungen.

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