Hamm in alten Ansichten Band 2

Hamm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Maria Perrefort
Gemeente
:   Hamm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6700-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamm in alten Ansichten Band 2'

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39. Iüdischer Friedhof am Nordenwall, 1931

Am Nordenwall, entlang des nördlichen Flügels der Strafanstalt, befand sich der jüdische Friedhof. An dieser Stelle existierte er wohl schon im 18. Jahrhundert; General von Wolffersdorff, die prominente Militärgestalt in der städtischen Politik, hatte nämlich 1786 zugesichert, dass "zu keinen Zeiten dieser Platz als zum heiligen Gebrauch die Gebeine der Voreltern darauf bis zur Ewigkeit zu bewahren und ihre Grabstätte alldort zu haben, destinirt sein sollte" (zit. n. Komo, S. 174, WR 14. Juni 1949). Das Niveau des Friedhofs lag bereits 1, SOm über der Straße, da man übereinander bestattete, bis der preußische Staat 182 S weitere Beerdigungen dort untersagte und die jüdische Gemeinde daraufhin einen Teil des Ostenfriedhofs benutzte. 19 S4 musste die ehemalige Begräbnisstätte den Plänen zur Straßenverbreiterung weichen. Heute liegt dort eine verkehrsberuhigte Zone mit Parkstreifen; schräg gegenüber befindet sich das pfarrhaus der St.-Agnes-Gemeinde.

40. Abbruch der Synagoge, wohl 1938

Die Synagoge wurde 1868 auf dem Karree zwischen Königstraße, Südstraße, Kleiner Weststraße und Sternstraße errichtet, dem heutigen Santa-Monica-Platz. Stadtrat Daniel erklärte am 18. November 1938, dass die Synagoge abzubrechen sei, und bat Baurat Haarmann um entsprechende Veranlassung. Mit Datum vom 19. November 1938 wurde der Vorsteher der Iûdischen Gemeinde Hugo Lindemeyer, Brückenstraße 13, aufgefordert, den Abbruch des Bethauses zu organisieren. Die Iûdische Gemeinde verkaufte die Synagoge an die Stadt Hamm, die sie zu Lasten der Gemeinde abbrechen ließ. Am 1 S. Dezember 1938 berichtete Wilhelm Rohland von der WLZ über die Abbruchsarbeiten und fertigte dabei wohl auch dieses Foto.

41. Stadtbad, 1913

Seit 1913 verfügte die Stadt Hamm über ein öffentliches Hallenschwimmbad - dies nicht zuletzt aufDrängen von Dr. Emil Löhnberg, einemArzt, der sozialen und demokratischen Ideen gegenüber sehr aufgeschlossen war. Auch bei diesem Projekt war Stadtbaurat Otto Krafft maßgeblich beteiligt. Die Architektur bestach gleichermaßen durch Funktionalität und durch repräsentativen Dekor, wie zum Beispiel die zentral positionierte Skulptur des Künstlers Leopold Fleischhacker zeigt. Das Stadtbad, in dem zahlreiche Schüler und Schülerinnen das Schwimmen gelernt haben, wurde im Zweiten Weltkrieg vollständig zerstört.

42. Kinderheim Vorsterhausen, Wilhehnstraße 12 8, um 1930

Im [ahre 1886 kaufte die Katholische Kirchengemeinde das alte Gut Vorsterhausen und eröffnete dort ein [ahr später ein Heim für katholische Waisenkinder, die vorher - seit 1867 - in einem Heim am Südenwall untergebracht waren. Die Leitung hatten Vinzentinerinnen, die dort 1890 auch eine Kinderverwahrschule, eine Art Kindergarten, eröffneten. Den Zweiten Weltkrieg überstand das evakuierte Gebäude beinahe unbeschadet. Gegen massive Proteste aus dem Hammer Westen wurde der alte Bau 1985 abgerissen.

43. Schlafsaal Kinderheim Vorsterhausen, undatiert

Nach dem Zweiten Weltkrieg versorgten 19 Ordensschwestern und 18 Helferinnen etwa zweihundert Kinder im Kinderheim, das 1967 sein hundertjähriges Bestehen feierte. Doch einigejahre später (1975) gingen die Vinzentinerinnen nach Paderborn zurück. Am 1. April 1980 übernahm der Caritasverband die Trägerschaft, der ein "Wohnhaus für Kinder und Jugendliche" mit 24 Plätzen einrichtete. Für Individualität bot das Heim nicht viel Raum, wie allein schon der Schlafsaal zeigt. Nicht nur die Baulichkeiten, auch die pädagogischen Prinzipien haben sich inzwischen weitgehend geändert.

44. Wandergeselle bei der Herberge zur Heimat, undatiert Die Herberge zur Heimat war mit dem Lutherhaus verbunden und befand sich am Ostenwall in der Nähe des heutigen Cinemaxx- Theaters. Das Haus war für wandernde Arbeiter als Unterkunft gedacht, vermittelte auchArbeit, um der Hausbettelei vorzubeugen. Später waren Zwangsarbeiter, Obdachlose u.a. in der Herberge einquartiert. Im Adressbuch der Stadt von 1929 heißt es: "Herberge zur Heimat. Ostenwa1l43b. [ ... ] Hausvater: Diakon KeßeIer. Mit der Herberge zur Heimat ist die Wanderarbeitsstätte und ein unentgeltlicher Arbeitsnachweis sowie das Uebergangsheim für entlassene Strafgefangene verbunden. Brennholzverkauf, ofenfertig in Körben und Bündeln. Lieferung frei Haus."

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45. Theodor Heuss in Hamm, 23. Oktober 1954

Am 23. Oktober 19 S4 hielt sich der Bundespräsident Theodor Heuss anlässlich der 1 OO-Jahr-Feier des Deutschen Herbergsverbands in Hamm auf, neben ihm ist rechts Präses Koch zu sehen; gleichzeitig fand in Hamm die Einweihung der neuen Herberge zur Heimat (Perthes-Haus) statt, die die Nachfolge der Einrichtung am Ostenwal143b bzw. an der Königstraße antrat. In dem Gebäude an der Antonistraße 1 / Ecke Nordenwall war zuvor das 18S6 gegründete evangelische Kinderheim "Friedrich- Wilhelm-Stift" untergebracht gewesen, das 19 S4 an die Telekystraße zog.

46. Evangelisches Vereinshaus (Lutherhaus), 1914

Die 1887 ins Leben gerufene Lutherhausstiftung errichtete an der Königstraße 13 (Ecke Siebenböden) auf dem Gelände der Klasmannschen Besitzung ein Vereinshaus, ein Logierhaus sowie Wohn- und Wirtschaftsgebäude; das Lutherhaus diente in erster Linie als Vereinsunterkunft, zum Beispiel für den Jünglingsverein. Das Adressbuch der Stadt aus dem [ahr 1929 führt im einzelnen auf:

"Lutherhaus. Christliches Hospiz. Königstraße 13/1 S. [ ... ] Hausvater: Diakon Heilmann. 42 sehr gut eingerichtete Logierzimmer mit fließendem Wasser; Bäder, Gesellschaftszimmer, Autogarage. Guter Mittag- undAbendtisch.Vereinshaus." 1946 fand man im zerstörten Lutherhaus Reste aus grünem Sandstein, die von mittelalterlichen Bauwerken stammten.

47. Westenwall, 1927

Eine ganz ungewöhnliche Ansicht zeigt diese Fotografie: den alten Westenwall. Auf der linken Seite ist zunächst das große traufenständige Haus der Firma August Höttcke zu sehen, daran anschließend ein Giebelhäuschen, das ebenfalls Höttcke gehörte; davor knickt ein Weg steil zum ehemaligen Ahsebett ab. Am Westenwall 4, dem letzten Haus auf der linken Seite, führte Peter Nonnen seine Wasch- und Plättanstalt. Bei dem mehrgeschossigen Haus, dessen Ecke rechts im Bild zu sehen ist, handelt es sich um das Geschäft von Schüerhoff am Westentor. Ebenfalls am Westenwall besaßen die Firma R. Hundhausen (Nr. 8) sowie der Wirt Paul Banse (Nr. 9) je eine Immobilie.

48. Arbeitsamt, fiinfziger jahre

Bis 1987 war das Arbeitsamt hier in diesem Gebäude am Westenwall untergebracht, das danach von der Volkshochschule und der Stadtbildstelle genutzt wurde und in den neunziger [ahren der so genannten City-Galerie gewichen ist. Noch in den fünfziger [ahren führte das Arbeitsamt die Adresse Friedensstraße 1; nach der Umgestaltung des Richard-Matthaei-Platzes und einer geänderten Straßenführung lag es nun am verlängerten Westenwall; denn seit September 1965 durchteilte der Westring diesen Platz, auf dem vorher die Schausteller ihre traditionelle Kirmes veranstalteten.

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