Hamm in alten Ansichten Band 2

Hamm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Maria Perrefort
Gemeente
:   Hamm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6700-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamm in alten Ansichten Band 2'

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49. Holzkamp,1928

Diese seltene Ansicht bietet den Blick von Narden nach Süden, von der Hafenstraße in den Holzkamp, den es inzwischen nicht mehr gibt. Nr. 4 am Holzkamp - etwa parallel zum Westenwall von der Nardstraße abzweigend, also ein wenig nördlich vorn Allee-Center -lag das Hauptzollamt, das die ehemalige Isenbecksche Villa bezogen hatte: auf der Fotografie das letzte Haus links. Der Schornstein rechts gehört zur IsenbeckBrauerei. Am 12. August 1964 wurden die letzten Häuser vom Holzkamp abgerissen.

so. Hafen in Hamm, 29.Juni 1957

Bereits 1914 erfolgte die Genehmigung zum Bau eines Kanalhafens in Hamm, nicht zuletzt deshalb, weil die Schiffbarkeit der Lippe immer wieder zu wünschen übrig ließ. Die Ansicht zeigt den Blick etwa von der Radbodbrücke aus nach Osten, vorn rechts an der Südseite des Datteln-Hamm-Kanals das Speicher-Gebäude der Firma Brökelmann, dann eine Anlage der Rhenus-AG. Beim hell aufscheinenden Gebäude mit Turm handelt es sich um die Hafenverwaltung Hafenstraße Nr. 26, die die ehemalige Villa Friedrich Hobrecker - 1880 nach Plänen von Bönninghausen errichtet - übernommen hatte. Im Hintergrund ist der Turmschaft der kriegszerstörten Pauluskirche zu sehen, der erst 1962 wieder ein neuer Helm aufgesetzt werden konnte.

51. Brauerei Mark, 1929

Am 13.Juni 1872 gründete sich eine "Aktienbrauerei Mark", an der die Familien Garschagen und Uhlendorff beteiligt waren. Die Brauerei firmierte an der Luisenstraße 1 1 , konnte sich aber nicht lange halten. Bereits kurz nach dem Ersten Weltkrieg stellte sie den Betrieb ein. Etliche andere Firmen nutzten daraufhin das Grundstück für die Lagerung ihrer Waren. Die kurze Lebensdauer der Brauerei dürfte der Grund dafür gewesen sein, dass ihre Geschichte vergleichsweise spärlich dokumentiert ist.

52. Klosterbrauerei, 8. August 1 93 7 Über die Ursprünge der Brauerei ist in Hamm nichts bekannt. Die Klosterbrauerei beim Franziskanerkloster an der Brüderstraße / Ecke Antonistraße befand sich seit 1735 im Besitz der Familie Pröpsting. 1927 wurde die erste weiblicheAngestellte, Mimi Claßen, im Unternehmen Friedrich Pröpsting eingestellt. Die Klosterbrauerei wurde im Mai 1971 an die Konkurrenz Isenbeck verkauft. 1978 riss man das Gebäude ab und errichtete das Wohn- und Geschäftszentrum Klosterdrubbel, das am 7. Dezember 1985 seine Eröffnung feierte.

53. Isenbeck-Brauerei, um 1950 "Hammer Biere sind seit Jahrhunderten bekannt - trinkt darum nur Hammer Bierc", so ein Slogan der Hammer Werbewache vom 6.-14. Juni 1925. Die Brauerei Isenbeck soll irgendwann in der frühen Neuzeit gegründet worden sein, als das Braurecht noch von den Bäckern ausgeübt wurde. Seit dem 18. Jahrhundert sind die Besitzer individuell zu benennen. Der Betrieb lag zunächst am Westenwa1l6-8, dehnte sich dann bis fast an den Nordenwall aus. 1922 wurde am Holzkamp ein Verwaltungsgebäude eingerichtet. Am 22. April 1944 weitgehend zerstört, gelang der Brauerei bald

der Wiederaufbau. 1990 wurden die Gebäude abgerissen, f

machten Platz für das Allee-Center, und am 1. Dezember 1990 übernahm die Warsteiner-Brauerei die Nies-Gruppe, die ihrerseits das Traditionsunternehmen Isenbeck gekauft hatte.

54. Heimbecks Kotten, 1931

Das alte Gebäude an der Fährstraße 1 1 gehörte lange Zeit der Familie Heimbeck. Es lag ganz in der Nähe der Stelle, wo bis 1913 eine Fähre die Lippe kreuzte: "Eine zweite Brücke über die Lippe in der Ostenfeldmark beim Gute Heimbeck wurde vor etwa 30 [ahren abgebrochen. Dort ist jetzt eine Fähranstalt." (Essellen, S. 29) 1883 gelangte das Haus in den Besitz der Stadt und diente der Stadtgärtnerei als Domizil. Die umliegenden Ländereien wurden für den Kurpark genutzt. Heute gehört Heimbecks Kotten zu den wenigen erhaltenen Fachwerkhäusern im Stadtzentrum.

ss. ].BanningA.G., 1957

Die Maschinenfabrik wurde 1857 von Carl Keller und Johannes Banning gegründet und präsentierte ihre Produkte schon bald über Hamm hinaus, so etwa bei der Weltausstellung in Paris 1867. Eine Domäne der Produktion wurden Rohrbiege-Halbautomaten, die Banning als erste europäische Firma seit 1934 anbot. Später fertigte das Unternehmen unter anderem Walzwerksanlagen, hydraulische Pressen und (Ges enk- )Schmiedehämmer, mit denen zum Beispiel Kurbelwellen für Autos produziert wurden.

56. Innenansicht der Firma Banning, dreißiger jahre

Die enormen Dimensionen der Produkte der Firma Banning werden hier durch den Vergleich mit dem rechts im Bild erkennbaren Mann deutlich. Bei der Maschine handelt es sich um eine 3 SOO t schwere Loch- und Ziehpresse, die nach Hagen geliefert wurde. Doch Banning beschränkte sich nicht auf nationalen Vertrieb, sondern produzierte auch für Korea, Japan und zahlreiche europäische und außereuropäische Staaten. Die Wirtschaftskrise in den achtziger [ahren hinterließ ihre Spuren - "Banning stirbt aufRaten" hieß es am 1 S. November 1988. 1989 wurden große Teile der Werkmaschinen versteigert, bis das alte Unternehmen als deutlich kleinerer Partner 1990 mit der EumucoAG aus Leverkusen fusionierte.

57. Drahtzieherei der Westfälischen Drahtindustrie, 1930

Noch bis in die ersten [ahrzehnte des 20. [ahrhunderts wurden Drähte ohne Maschinenkraft durch mit Löchern versehene Zieheisen - sechs davon lehnen vorn an der Arbeitsbank - gezogen. 1968 sind die Ziehereien und Kaltwalzwerke mit viertausend Beschäftigten der dominierende Industriezweig in Hamm. Die Exportzahlen waren beträchtlich; die Steigerung während der Rezession von 1966 auf 1967 betrug 46 Prozent. Doch die Zahl der Beschäftigten sank. Fanden 1962 noch 52 Prozent aller Industriebeschäftigten ihr Auskommen in der Zieherei, so waren es 1967 nur noch 40 Prozent. 2002 hat die WDI etwa sechshundert Beschäftigte, schreibt schwarze Zahlen und expandiert, während die Nachfolgefirmen des ehemals konkurrierenden Drahtwerks Westfälische Union kaum noch nennenswert sind.

58. WDI-Gelände,1944

Das Foto zeigt das Gelände der WDI, Teile des Lagers für Zwangsarbeiter und Zwangsarbeiterinnen, die in der Kriegsproduktion der Drahtindustrie arbeiten mussten. Bei einem Bombenangriff 1944 wurden das Lager und der Gleisanschluss des Industriebetriebs zerstört.

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