Hamm in alten Ansichten Band 2

Hamm in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Maria Perrefort
Gemeente
:   Hamm
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6700-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Hamm in alten Ansichten Band 2'

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59. ZecheRadbod,um 1950

Zu sehen ist im Vordergrund der 1905 errichtete Schacht 1 der Zeche Radbod, die 1908 in Bockum-Hövel gegründet und nach einem friesischen Fürsten benannt wurde. Weiter hinten liegt Schacht 2. Radbod arbeitete rentabler als die Zeche Maximilian, die schon bald nach der Gründung schließen musste. Gleichwohl war das Bergwerk nicht so ertragreich wie die Zechen Sachsen oder de Wendel. Radbod lieferte seit 1913 Strom an die Stadt, später auch Gas. 1990 wurde das Bergwerk geschlossen. Teile der Anlage, die Schachtgebäude 1 und 2, stehen unter Denkmalschutz oder werden als Kulturrevier genutzt; langfristige wirtschaftliche Perspektiven werden derzeit noch in Abstimmung mit der Industriedenkmalstiftung von der Projektgesellschaft Radbod erarbeitet. Das Foto stammt aus dem Altbestand des Bergwerks.

60. Rentenhäuser der Kolonie Radbod, 1906-1913 erbaut

Die Wohnhäuser, die das Bergwerk für seine Arbeiter und deren Familien errichten ließ, hatten zunächst ganz ländlichen Charakter - sie folgten dem so genannten Heimatstil- und waren nach gartenstädtischen Prinzipien mit einer Grünfläche und mit Stallungen versehen. Der Architekt dieser und zahlreicher anderer Häuser in der Kolonie war Karl Siebold. Die Aufnahme stammt von der Zeche.

61. Arbeiterhaus der Rentenkolonie, 1911

DieAbbildung zeigt Seiten- undVorderansicht sowie den Grundriss eines Arbeiterhauses der RadbodRentenkolonie. Danach weist das Erdgeschoss neben Wohnküche und Diele zwei Kammern auf, ferner einen "Locus" und je einen Stall für eine Ziege - die "Bergmannskuh" und für ein Schwein. Daran schloss sich der Keller an. Im Dachgeschoss stand noch eine weitere Kammer für die Wohnbedürfnisse zur Verfügung, während der Boden allenfalls zur Lagerung diente. Bis 19 S4 hatte die Zeche Radbod 3 OS3 Wohnungseinheiten erstellt.

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62. Nähstube im Kinderheim Wittekind, 1953

Im [ahre 1950 wurde das Kinderheim Wittekind eingerichtet, das sich nicht zuletzt der Initiative des Sozialbeauftragten der Zeche Radbad, Anton Pytlik, verdankt. An das Kinderheim waren zwei Tageskindergärten und zwei Nähstuben angeschlossen. Für die Betreuung von Kindern und jungen Frauen waren zwei Hauswirtschaftshilfen und zwei so genannte Werkspflegerinnen zuständig. Die Sozialbetreuung der Belegschaftsmitglieder und ihrer Angehörigen wurde in den fünfziger [ahren noch mit Nachdruck betrieben; sie band die Arbeitenden und ihre Familien eng an die Betriebsstruktur.

63. Streik aufRadbod, 1955 Schon bevor 1957/58 der Absatz der hiesigen Kohle dramatisch einbrach, da unter anderem die Importbedingungen für Öl und amerikanische Kohle erleichtert worden waren, mussten 1954 "Feierschichten" eingelegt werden. So kam es am 22. [anuar 1955 zum Streik aufRadbad und auch auf anderen Zechen im Ruhrgebiet. 1960, als die Fünftagewoche eingeführt war, legten noch 3 855 Männer aufRadbad an.

64. Jugendherberge in Bockum-Hövel, sechziger jahre

Die Mühle gehörte ursprünglich zu einem benachbarten Klosterhof, einem ehemaligen Oberhof der Zisterzienserinnen auf Kentrop. Der romantische Mühlenturm der ehemaligen Klostermühle in der Nähe von Schloss Ermelinghof diente seit 1924 als Jugendherberge; der Sauerländische Gebirgsverein (SGV), der über [ahrzehnte hinweg ein lebhaftes Vereinsleben zu entfalten wusste, hatte den Mühlenturm auf 35 [ahre gepachtet, errichtete dort 1950 einen neuen Schlaftrakt und erwarb schließlich 1962 die gesamte Klostermühle. 1967 musste das Anwesen allerdings verkauft werden.

65. "Vereinte Freunde", 1927

Mit den Zechen kamen auch dieTauben nach Hamm; denn zahlreiche Bergarbeiter, die sich seit Beginn des 20. Jahrhunderts im Umland der Stadt Hamm niederließen, frönten der Taubenzucht. Das Foto zeigt den Taubensportverein "Vereinte Freunde" in Bockum-Hövel an der Hohenhöveler Straße beim Vereinslokal Wilkmann. Die Kisten mit den Tauben sind zum Transport bereit. Der Mann mit der Taschenuhrkette und einer Zigarette in der rechten Hand ist Bernhard Waldeck, der das Foto freundlicherweise bereitgestellt hat.

66. Markt in Herringen, 1935

Zahlreiche Gebäude am Herringer Marktplatz waren 1786 einem Brand zum Opfer gefallen; Ersatz schaffte man um 1800 mitWohnhäusern und Schulgebäuden. 1928 trafman in Herringen den Entschluss, die Gebäude am Marktplatz abzureißen; einige Häuser wurden in die Heidhofsiedlung umgesetzt, die anderen abgebrochen. Am 19. April 1933 erhielt der neue Markt den Namen Adolf-Hitler-Platz. Anfang Juli 1933 fand hier der erste Wochenmarkt statt. Im Mai 1935 machte man sich an die Pflasterung der Fläche (s. Foto), um sie für nationalsozialistische Aufmärsche zu präparieren.

67. Arbeiter in der Maschinenhalle, um 1950

Die älteste Zeche im Umland der Stadt ist die 1901 gegründete Zeche de Wendel, die seit 1937 - der national-sozialistischen Orientierung der neuen Machthaber entsprechend - den deutschen Namen Heinrich Robert führte. Von 1946 bis 19 SO war sie von den Alliierten beschlagnahmt. Nach Wirtschaftswunder und Krisenzeiten ging sie 1998 schließlich im Bergwerk Ost auf. Heute sind dort etwa 3 300 Beschäftigte tätig.

68. Zeche Sachsen, 1976

Die anlässlich der Schließung der Zeche entstandene Aufnahme zeigt die Fördertürme und die Kohlenwäsche; links im Bild ist die für den Kohletransport wichtige Bahnstrecke zu sehen und im Hintergrund die Stadt Hamm. Die 1912 gegründete Zeche war sowohl 1933 als auch 1945 von Schließung bedroht, konnte sich noch bis 1976 retten und wurde dann geschlossen - als erste der rentabel arbeitenden Bergwerke im Zechengürtel um die Stadt Hamm.

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